Trilaterale Kommission

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Die Trilateral Commission, zu deutsch gleichsam Trilaterale Kommission (TK), ist eine weltweit agierende globalistische Seilschaft. David Rockefeller schuf die Gesellschaft im Jahre 1973 als Ergänzung zum Council on Foreign Relations. Die Gesellschaft hat etwa 390 Mitglieder, die in einflußreichen Positionen agieren.

Wesen

Die Trilaterale Kommission verfolgt prinzipiell die gleichen Ziele wie insbesondere die Bilderberger und Bohemian Grove, welche das traditionelle System der Nationalstaaten mit politischen und militärischen Mitteln zugunsten der Neuen Weltordnung auszulöschen bestrebt sind. Der Unterschied zu den übrigen Organisationen liegt in einer speziellen taktischen Akzentuierung: Man bemüht sich insbesondere um den wirtschaftlich-politischen Zusammenschluß der drei weltweit führenden Wirtschaftsriesen Europa, Nordamerika und Japan. Der Sitz der Organisation ist in Washington, D. C., Paris und Tokio. Die bedeutendsten und größten asiatischen Staaten Rußland und China sind keine Mitglieder der Trilateralen Kommission. Insofern spiegelt diese Organisation indirekt den Antagonismus zwischen den von den VSA dominierten NATO-Staaten und den BRICS-Staaten wider.

Mitgliedschaft

Die Trilaterale Kommission bezieht ihren Einfluß aus den Funktionen und Tätigkeiten ihrer Mitglieder. Die Kommission umfaßte im August 2012 insgesamt 390 Mitglieder, davon 160 aus Europa, 120 aus Nordamerika, und 110 aus dem Gebiet Pazifik/Asien. In einer Liste der nennenswerten Mitglieder der Kommission müßte man Angehörige fast aller Regimes der führenden westlichen Länder und Japans aufführen. In der Trilateralen Kommission sind noch mehr prominente Politiker vertreten als in der Bilderberger-Gruppe.

Die Anfänge

Graphische Momentaufnahme mit Beispielen personeller Verknüpfungen von Mitgliedern der Trilateralen Kommission (etwa 2006)

Die Trilaterale Kommission wurde auf Initiative David Rockefellers auf einer Bilderberg-Konferenz Mitte 1973 gegründet. Von Juni 1977 bis November 1991 diente Rockefeller dem Exekutivkomittee und agierte als Vorsitzender für Nordamerika. Heute fungiert er als Ehrenvorsitzender und hat sich der Kommission als lebenslanger Kurator verpflichtet.

Eine weitere wichtige, herausragende Rolle bei der Gründung der Trilateralen Kommission spielte der polnisch-amerikanische Globalstratege Zbigniew Brzeziński. Brzeziński war 1973 der erste Direktor. Später, von 1977 bis 1981, fungierte Brzeziński als Sicherheitsberater von VS-Präsident Jimmy Carter. Brzezinski kehrte 1981 zur Kommission zurück und hatte bis 2009 eine tragende Rolle inne.

Die Kommission wird durch Mittel aus Stiftungen, Unternehmen und privaten Zuwendungen finanziert. Die Finanzriesen Rockefeller und Rothschild nebst der Carnegie-Stiftung (Andrew Carnegie) sind die sichtbarsten Bannerträger der Trilateralen Kommission.[2] Neben den regionalen Treffen werden fünfmal im Jahr jeweils dreitägige Treffen der Trilateralen Kommission abgehalten.

Vorsitzender (European Chairman) der Gruppe ist seit April 2012 der amtierende Vorsitzende der ebenfalls vom Ehrenvorsitzenden David Rockefeller gegründeten „Group of Thirty“ und ehemalige EZB-Präsident Jean-Claude Trichet. Vorgänger von Trichet als European Chairman war bis zu seiner Ernennung als italienischer Ministerpräsident Mario Monti gewesen. Loukas Papadimos, ehemaliger Vizepräsident der Europäischen Zentralbank und vom 10. November 2011 bis zum 16. Mai 2012 griechischer Premierminister und Chef der damaligen griechischen Übergangsregierung, schied ebenfalls nach seiner Wahl zum griechischen Premier vorerst aus der Trilateralen Kommission aus.

Deutscher Zweig

Die von Otto Graf Lambsdorff und Otto Wolff von Amerongen gegründete und seit 1989 eingetragene „Deutsche Gruppe der Trilateralen Kommission e. V., Berlin“ residiert im Allianz-Forum der Allianz SE am Pariser Platz in Berlin-Mitte. Ihr Vorsitzender ist der CDU-Bundesvorstand Michael Fuchs, Stellvertreterin ist die ehemalige Bundesministerin und stellvertretende Vorsitzende des Netzwerks „Atlantik-Brücke“, Edelgard Bulmahn (SPD). Stellvertreter ist der ehemalige BDI-Präsident Heinrich Weiss.

Der deutsche Zweig stellt mit rund 20 Mitgliedern ungefähr 1/6 der europäischen Vertreter. Folgende Personen sind derzeit (2014) Mitglied der „German Group“ der Trilateralen Kommission:

  • Manfred Bischoff, Aufsichtsratsvorsitzender Daimler AG, ehemals Vorsitz beim Raumfahrt- und Rüstungsunternehmen EADS
  • Edelgard Bulmahn, SPD, MdB, Mitglied Auswärtiger Ausschuß, ehem. Bundesministerin, 2005–2009 Ausschußvorsitzende Wirtschaft und Technologie, stellvertretende Vorsitzende Atlantik-Brücke
  • Jürgen Chrobog, Vorsitz BMW Stiftung Herbert Quandt, ehemaliger Staatssekretär im Auswärtigen Amt, Januar 1995 bis Juni 2001 deutscher Botschafter in den Vereinigten Staaten
  • Jürgen Fitschen, Vorstandsvorsitzender Deutsche Bank AG, Vorstand Atlantik-Brücke, American Academy Berlin
  • Klaus-Dieter Frankenberger, Ressortleiter Außenpolitik der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
  • Michael Fuchs, MdB, CDU-Bundesvorstand
  • Wolfgang Gerhardt, MdB, ehemaliger Vorsitzender der FDP, Vorsitz Friedrich-Naumann-Stiftung
  • Wolfgang Ischinger, Global Head of Government Relations und Aufsichtsratsmitglied Allianz SE, Vorstand Atlantik-Brücke, Council ECFR, American Academy Berlin, American Jewish Committee, Stiftung Wissenschaft und Politik
  • Kurt Joachim Lauk, 1992 bis 1996 Vorstand VEBA-AG (heute E.ON) 1996 bis 1999 Vorstandsmitglied Daimler AG, Juni 2004 bis Juni 2009 Europaabgeordneter für Baden-Württemberg in der Europäischen Volkspartei, aktuell Präsident des Wirtschaftsrates der CDU
  • Friedrich Merz, Vorstandsvorsitzender Atlantik-Brücke, CDU-Mitglied, Mayer Brown LLP
  • Klaus-Peter Müller, Aufsichtsratsvorsitzender der Commerzbank AG
  • Arend Oetker, Präsident DGAP, INSM, Präsidium Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Vizepräsident BDI, American Jewish Committee, International Advisory Board Atlantik-Brücke
  • Dieter Pfundt, Senior Advisor Investmentbank Silvia Quandt & Cie. AG Gesellschafter bei Sal. Oppenheim
  • Heinz Riesenhuber, (CDU), MdB, Aufsichtsrat Frankfurter Allgemeine Zeitung, Henkel
  • Andreas Schmitz, Vorstandsvorsitz der Privatbank HSBC Trinkaus, Präsident Bundesverband deutscher Banken
  • Henning Schulte-Noelle, 1991 bis 2003 Vorstandsvorsitzender Allianz SE, 2003 bis 2012 Aufsichtsratsvorsitzender der Allianz SE, Aufsichtsrat E.ON und ThyssenKrupp AG
  • Heinrich Weiss, Großaktionär und Aufsichtsratsvorsitzender Industriekonzern SMS Siemag, Aufsichtsratsmitglied Deutsche Bahn AG, DB Mobility Logistics AG, Thyssen-Bornemisza Group und Voith AG, ehemaliger Präsident des BDI

Mitglieder (aktuelle und ehemalige, Auswahl)

Siehe auch

Literatur

  • Udo Ulfkotte: Der Geist Rockefellers – die Trilaterale Kommission, in ders.: Gekaufte Journalisten – Wie Politiker, Geheimdienste und Hochfinanz Deutschlands Massenmedien lenken, Rottenburg 2014. [Der Autor behandelt darin auch den Einflußagenten der Trilateralen Kommission bei der FAZ Klaus-Dieter Frankenberger, dessen langjähriger Journalistenkollege er bei der Zeitung war.]
  • Oliver Janich: Das Kapitalismus-Komplott. Die geheimen Zirkel der Macht und ihre Methoden. FinanzBuch-Verlag, München 2010, ISBN 978-3-89879-577-7 [erschien 2012 bereits in der 6. Auflage, erweitert um 14 „neue Artikel“], S. 285–290
  • Hermann Ploppa: Die Macher hinter den Kulissen. Wie transatlantische Netzwerke heimlich die Demokratie unterwandern, Nomen Verlag, Frankfurt am Main ³2014, ISBN 978-3-93981-622-5
  • Peter Blackwood: Das ABC der Insider. Ein Nachschlagewerk über die Arbeit, die Pläne und die Ziele der internationalen Absprachegremien und ihrer Mitglieder. Verlag Diagnosen, Leonberg 1992, ISBN 3-923864-05-1, S. 477ff.
  • Karl Laemmermann: Der Bilderberg Report 2012. Die Trilaterale Kommission, CreateSpace Independent Publishing Platform, 2012, ISBN 978-1477594759

Filmbeiträge

Lisa Fitz erwähnt die Trilaterale Kommission in Menschen bei Maischberger. Arnulf Baring und Michel Friedman finden es „völlig normal“, daß es solche Netzwerke gibt. Hans-Olaf Henkel findet das gut, weil man den Politikern die Politik nicht allein überlassen darf, seiner Meinung nach.

Verweise

Fußnoten

  1. Bei dem Symbol soll es sich um drei kreisförmig angeordnete Sechsen handeln, also um 666, die Zahl des Tieres.
  2. Robin de Ruiter: Die 13 satanischen Blutlinien – Die Ursache vielen Elends und Übels auf Erden, Seite 84