Bund Königin Luise

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Der Bund Königin Luise (BKL), kurz Luisen-Bund, aber auch, wie das Liederbuch beweist, Königin-Luisen-Bund genannt, und schließlich die zumindest zeitweise offizielle Eigenbezeichnung (anhand der Mitgliederkarten der Ortsgruppe Braunschweig 1928) „Königin Luise“ – Bund deutscher Frauen und Mädchen, war eine 1923 gegründete vaterländische Frauenorganisation.

Mitgliedsabzeichen vom Eichenlaubkranz umrahmt

Geschichte

Luisenbund-Tagung in der Potsdamer Messehalle 1932; am Rednerpult Schirmherrin Cecilie zu Mecklenburg-Schwerin, vorn, zweiter von rechts, der ehemalige Kronprinz Wilhelm (Chef des Hauses Hohenzollern 1941-1951), ganz rechts Bundesführerin Charlotte Freifrau von Hadeln. Im Hintergrund die Riege der Landesführerin und Mitglieder des Stahlhelmbundes.

Namensgeberin

Namensgeberin und Vorbild des alten und neuen Damenbundes ist Königen Luise von Preußen, Freiheitskämpferin gegen den Despoten Napoleon Bonaparte und Schutzpatronin der Preußischen Armee. Gebhard Leberecht von Blücher bezeichnete sie voller Ehrfurcht als „den Stolz der Frauen“.

Förderer

Der BKL stand zwar dem Stahlhelmbund im Geiste der nationalen Freiheitsbewegung nahe, darf aber nicht mit der 1924 gegründeten „Stahlhelm-Frauenhilfe“ verwechselt werden, aus der 1926 der „Stahlhelm-Frauenbund“ hervorging. Schirmherrin des Bundes Königen Luise war Cecilie zu Mecklenburg-Schwerin, die einstige Kronprinzessin und die im Bund ausnahmslos so angesprochen wurde.

Zu den prominenten Förderern gehörte u. a. der Kronprinz Wilhelm von Preußen und der 1917 aus Arensburg vertriebene baltendeutsche Prof. Dr. jur. Alexander „Axel“ August Gustav Johann Freiherr von Freytagh-Loringhoven (1878-1942), Jurist, Mitglied der Akademie für deutsches Recht, Mitglied des Reichstages, Mitbegründer der DNVP und Mitglied des Stahlhelm-Bundesleitung.

Ziele

Ehrennadel (1. Form), ein von Eichenlaub umschlossenes „L“ mit einer Krone; die 2. Form war oval, hinter dem „L“ befand sich eine Kornblume

Ziel des Bundes waren die Erziehung der Mädchen und Frauen nach Vorbild des Deutschen Adels, opferbereit und hingebungsvoll, wie die verehrte Königin, und aktiv durch karitatives Engagement und Soldatenhilfe, aber auch stets dem Deutschtum dem Wohl des Vaterlandes verpflichtet.

Publikationen

Die „Bundes-Zeitung“ mit Hauptgeschäftsstelle in Halle an der Saale erschien Sonntags und konnte unter anderem über den Buchhandel bezogen werden. Ferner gab es Postkarten (beispielsweise mit Aufdruck „Jede deutsche Frau gehört in den Bund Königin Luise!“) als Werbematerial. 1933 erschien das vom Bund Königin Luise herausgegebene Buch 10 Jahre Freiheitskampf – 1923–1933 im Vaterländischer Verlag (Halle a. d. Saale).

Mitgliederzahl

1932 hatte der BKL bis zu 500.000 eingetragene Mitgliederinnen. Die Kommunistin Tina Modotti nannte 1932 den „Königin-Luise-Bund“ mit 500.000 Mitgliedern, den „Deutschen Frauenorden“ mit 43.000 Mitgliedern und die Frauenabteilung des „Wehrwolf“ mit 35.000 Mitgliedern. Die bolschewistische und volkszersetzende Zeitschrift „Rote Fahne“, Zentralorgen der KPD, gab dagegen an, daß der „BKL“ und die „Jungdeutsche Schwesternschaft“ zusammen 500.000 Mitglieder hatten. Der Luisen-Bund war zu seiner Zeit der mitgliederstärkste und einflußreichste Frauenvereinigung, nur die Frauen­abteilungen der „Deutschen Turnerschaft“ mit 360.000 Mitgliederinnen kamen dem nahe.

Wahlspruch und Bundeslied

Wahlspruch des BKL, des „größten nationalen Frauenbundes Deutschlands“ (Der Stahlhelm, 22. Mai 1932) war „Ich dien“. Das Bundeslied des Luisenbundes (Text: A. v. Wolff) wird zur Melodie des GefallenenliedesIch hab mich ergeben“ gesungen – einer Melodie, die auch vom Komponisten Johannes Brahms als Leitmotiv in dessen Akademischer Festouvertüre verwendet wurde.

Kinderkreis

Ansteckbrosche

Der „Kinderkreis“ war die Kinderorganisation innerhalb des Bundes Königin Luise. Mädchen zwischen sechs und dreizehn Jahren waren als „Kornblümchen“, Jugendliche als „Jungluisen“ organisiert.

Marie Netz, Bundesführerin 1923–1932

Marie Netz, geb. Frantz (Lebensrune.png 14. Dezember 1861 in Worbsfeld auf dem Eichsfelde), wird als 5. Kind eines Landrats geboren.

„Vom 13. bis zum 18. Lebensjahr besucht sie eine höhere Mädchenschule im Stift Keppel. Sie ging dann für ein Jahr nach England, nach zwei weiteren Studienjahren macht sie das Lehrerinnen-Examen. Obgleich sie schon bald heiratet, geht sie als Erzieherin an die Riviera, lernt die italienische Sprache, macht Studienreisen nach Venedig, Florenz, Rom, Siena, Assisi, hält darüber Vorträge in Deutschland. 1893 gründet sie mit ihren beiden Schwestern eine höhere Mädchenschule in Wernigerode, an der sie 16 Jahre unterrichtend, organisierend, leitend wirkt. 1909 zieht es sie in die Ferne, sie geht nach China, findet Anschluß bei einer deutsch-protestantischen Mission, lernt chinesisch, unterrichtet Kinder der amerikanischen Mission in deutscher Sprache und auch chinesische Kinder in einer Missionsschule. Sie wird an eine Vorbereitungsanstalt für die Universität berufen, führt 100 junge Männer in deutscher Sprache zur Universitätsreife. 1919 werden alle Deutschen von den Engländern aus China ausgewiesen. [...] Sie wird Geschäftsführerin der deutschnationalen Frauengruppe in Göttingen und Halle (Saale) und kämpft um die ‚nationale Wiedergeburt‘. In Halle kandidiert sie 1920 für die DNVP bei der ersten Reichstagswahl in der Weimarer Republik. 1923 tritt sie unter der Nummer 37 in den gerade gegründeten BKL ein. Marie Netz wird noch im selben Jahr (?) zur Bundesführerin gewählt. Sie wird als initiative, energische Organisatorin geschildert, unter deren Leitung der Bund zu einer politisch unübersehbaren Kraft wird. Durch ihren Einsatz werden auf der Burg Wettin eine Schulungsstätte mit einem großen Sitzungssaal für ‚Führerinnentagungen‘ und eine Jugendherberge, in Wernigerode ein Erholungsheim für Mütter geschaffen. [...] ihr Haupttätigkeitsfeld war die direkte Ansprache der Frauen in Reden und Veranstaltungen, die Organisierung und Koordinierung der Ortsgruppen und Gaue. Aus Anlaß ihres 70. Geburtstages schreibt sie rückblickend, daß es für die Frauen darauf ankam, im nationalen ‚Kampf‘ ihre ‚Gebiete‘[1] zu finden: Erziehung, Dienst am Vaterland, ‚Beeinflussung anderer Frauen zu gleichem Denken‘.“[2]
Charlotte Freifrau von Hadeln, Landesführerin und ab 1932 Bundesführerin

Weiteres Leben

Marie Netz legte 1932 die Bundesführung aus Altersgründen nieder, Landesführerin Charlotte Freifrau von Hadeln, die seit geraumer Zeit in der Bundesleitung als Stellvertreterin agierte, übernahm nun die Bundesführung. Noch 1938 schrieb Netz Bilder und Fahrten im In- und Ausland (Harzer graphische Kunstanstalt, Wernigerode 1938). Ein Todesdatum war nicht zu ermitteln (Stand: 2017).

Charlotte Freifrau von Hadeln, Bundesführerin 1932–1934

Georgine Therese Wanda Charlotte Freifrau von Hadeln, geb. von Natzmer (1884–1959) war Gattin von Major Wilhelm Freiherr von Hadeln (Lebensrune.png 7. Dezember 1876; Todesrune.png 11. Oktober 1930) und Mutter dreier Kinder: Freiin Ingeborg (Lebensrune.png 1908) und die Freiherren Wilhelm-Hubertus (1916–1980) und Hajo von Hadeln. Ingeborg sollte noch am 6. Mai 1945 ihren Mann Hermann Freiherr von Müffling genannt Weiß (Lebensrune.png 20. Juli 1902), der als Volkssturmmann bei der Reichsverteidigung bei Storkow fiel.[3] Auch Hajo fiel, 1943 als SS-Sturmbannführer an der Ostfront, nur Wilhelm-Hubertus blieb das Glück hold, er heiratete seine Verlobte Ingeborg Knauer (Lebensrune.png 1919), aus der Ehe entsprossen drei Kinder.

Sie engagierte sich nach dem Ersten Weltkrieg für den Kreisfrauenausschuß der DNVP und war von 1921 bis 1932 Kreisvorsitzende der Evangelischen Frauenhilfe in Cottbus. Sie wurde 1925 Landesführerin von Brandenburg des Bundes Königin Luise. Ab 1932 war sie als Nachfolgerin von Marie Netz Bundesführerin des BKL. Freifrau von Hadeln stand einer Gruppe von 31 nationalkonservativen Frauen vor, die am 3. Juni 1930 von Benito Mussolini empfangen wurde.[4] Freifrau von Hadeln wurde in das von Wilhelm Freiherr von Müffling herausgegebene Buch Wegbereiter und Vorkämpfer für das neue Deutschland aufgenommen.

„Jetzt galt es überall den Mut zu stärken und die Erkenntnis zu bringen, daß es gut sei, wenn endlich der Vulkan Feuer spiee und daß man diesen Vorgang nicht verhindern dürfe. Die starke Zuversicht mußte um sich greifen, daß seine Glut fähig wäre, den Kommunismus und fremden Geist bei uns zu vernichten und alles mit einem aus dem Urgrund empor geworfenen, jungen Boden zu überdecken, der dann fruchtbar wäre für die neue Saat. [...] Die Zunahme der Linksradikalen war ein deutliches Signal für die Nationalisten, daß endlich mit dem Hin und Her ein Ende gemacht werden müßte, daß es nicht zu verantworten sei, ‚die deutsche Tat’ hinauszuschieben.“

Ihr Buch In Sonne und Sturm endet mit der Schilderung des 21. März 1933, dem „Tag von Potsdam“, den sie mit ihrem der SA angehörenden Bruder erlebte:

„Gemeinsam gedachten wir der Kampfzeit, die wir vor fast fünfzehn Jahren Seite an Seite begonnen haben.“

Am 9. Mai 1933 bekannte Freifrau von Hadeln nach Verhandlungen mit Dr. Robert Ley in Bezug auf den Nationalsozialismus und Adolf Hitler:

„Nun stellen wir uns begeistert unter seine Führung, die wir auf betendem Herzen tragen und mit der ganzen Kraft unseres Glaubens an sie.“

Auflösung 1934

Am 1. April 1934 gab Freifrau von Hadeln, in Rücksprache mit dem Stellvertreter des Führers Rudolf Hess und der Führerin der NS-Frauenschaft Gertrud Scholtz-Klink, die Auflösung des Bundes Königin Luise bekannt und riet den Mitgliedern, als hehres Fundament einer deutschen Frauenfront beim Aufbau eines neuen Staates, sich der NS-Frauenschaft oder dem Bund Deutscher Mädel anzuschließen. Sie wurde stellvertretende Führerin der Deutschen Frauenfront (DFF) und gehörte dem Sachverständigenbeirat für Bevölkerungs- und Rassenpolitik des Reichsinnenministeriums an. Sie betätigte sich schließlich in der NS-Frauenschaft. Die Landesführerin für Westfalen, die für eine Auflösung plädiert hatte, schrieb 1934 an Freifrau von Hadeln:

„Unsere Mission ist erfüllt. Wir müssen uns damit abfinden, Pioniere und Wegbereiter gewesen zu sein.“

Neugründung 1951

Kira Prinzessin von Preußen (1909–1967), Schirmherrin des Bundes Königin Luise, 1962; Kira heiratete 1938 in Potsdam Leutnant der Luftwaffe (zuletzt Oberleutnant) Louis Ferdinand Prinz von Preußen, Oberhaupt der Familie und für den Fall einer Wiedereinführung der Monarchie Thronprätendent für den preußischen Königs- und den deutschen Kaiserthron.

Nachdem im April 1951 der Stahlhelmbund neu gegründet wurde, erfolgte im Herbst desselben Jahres die Neugründung des Bundes Königen Luise, allerdings zuerst als „Stahlhelm-Frauenbund Königin Luise“. An die Mitgliederzahlen der 1930er Jahre konnte der Bund Königin Luise in den 1950er Jahren jedoch nicht mehr anknüpfen, allerdings war nun eine elitäre Auslese gewährleistet und die Anzahl der Ortsgruppen war schon 1952 beachtlich, wobei viele Mitglieder schon zur Zeit der Weimarer Republik im ursprünglichen Bund aktiv waren, die Mehrheit jedoch neu hinzukam. Erste Bundesvorsitzende war Dr. phil. Dr. med. Irmgard Goldschmidt. Sie schrieb in „Der Stahlhelm“, Dezember 1951:

„Außer der seelischen Betreuung der Hilfsbedürftigen, die ja zur ureigensten Domäne der Frau gehört, übernehmen wir bei der Stahlhelm-Speisung das Kochen. In regelmäßigen Zusammenkünften schneidern wir aus alten Sachen etwas Neues für Kinder, stricken Handschuhe und Socken für alte Menschen, backen und bescheren zu den Festtagen die Notleidenden und betreuen vielleicht auch ein altes Mütterchen, das einsam in einer Dachkammer lebt.“

Zu den wichtigsten Aufgaben des Bundes jedoch gehörte das Sammeln und Verschicken von Lebensmitteln und Kleidung an deutsche Kriegsgefangene in den bolschewistischen Todeslagern der Sowjetunion und an Vertriebene. Die Aufnahme neuer Mitglieder in einer Ortsgruppe (hier am Beispiel der Ortsgruppe Bielefeld 1952) des Frauenbundes geschah nach einer Anwärter- und Bewährungszeit in einer Art von einer ortsgruppen-Vorsitzende geleitetes Initiationsritual mit verpflichtender Treuegelöbnis, das mit dem feierlichen Empfang des Bundesabzeichens endete:

„Die Kameradinnen, die verpflichtet werden sollten, traten nach dem Singen des Bundesliedes um einen Tisch, auf dem in der Mitte das Bild der Königin Luise stand. Ein großer Strauß Eichenlaub, Flieder und Kerzen schmückten das Bild. Der Tisch war mit einer schwarz-weiß-roten Fahne bedeckt. Die OG-Vorsitzende Frau Linge leitete die Verpflichtung mit folgenden Worten ein: ‚Nun ist unsere erste Verpflichtung da. Ich glaube, wir sind alle glücklich und froh nun endlich im Stahlhelm-Frauenbund Luise wieder eine Heimat gefunden zu haben. Unsere ganze Liebe gehört unserem Vaterland, und wir wissen, daß wir ihm nirgends besser dienen können, als in unserem Bund. Unsere geliebte Königin Luise soll uns immer Vorbild sein, denn ihr Leben war bis zum letzten Atemzug: dienen am Vaterland. Wir wollen Not lindern und helfen, wo wir können. Wir wollen den nationalen Gedanken wieder unter das Volk tragen und uns offen und frei zum Stahlhelm und zur Königin Luise bekennen. Unsere Abzeichen wollen wir mit Stolz tragen und nie vergessen, daß es für uns eine große Verpflichtung ist, es tragen zu dürfen. Als Verpflichtungsspruch möchte ich Ihnen mitgeben: Deutsch sein, heißt treu sein ein Leben lang.‘“[5]

Als Organ des Bundes gab es in der Monatszeitung „Der Stahlhelm“ von 1952 bis 1956 eine Frauenbeilage des Stahlhelm-Frauenbundes, danach dann selbständig. Gleichzeitig erschien seit 1952 das Mittelungsblatt des Bundes „Ich dien“, Jahrgänge sind mindestens bis 1963 nachweisbar. Das Liederbuch aus den 1930er Jahre war weiterhin im Umlauf. 1956 gab es alleine in Norddeutschland 25 Ortsgruppen mit starken Strukturen.

Bundesvorsitzende Dr. Dr. Goldschmidt, die 1952 in einem Aufsatz den Leitgedanken „die soziale Tätigkeit und Hilfsbereitschaft ist unsere Waffe im Kampf gegen den Feind im Osten“ der Kameradinnen des Bundes aufstellte, stellte 1955 klar, daß der Bund Königin Luise weiterhin die Ansicht vertrat, daß Opferbereitschaft, Gottvertrauen und Entsagung wesentliche Charaktereigenschaften der deutschen Frau seien. Politik von Frauen, wie sie schon 1953 in der Frauenbeilage festgestellt hatte, diente vornehmlich einem Ziel:

„Wünschenswert ist es für die Zukunft, daß das weibliche und mütterliche Element in den politischen Gremien – ob im Gemeinderat oder Bundestag – mehr als bisher ausgleichend wirken kann.“

Wichtig für den Bund waren auch die Bundestreffen (Bundestagungen), wie z. B. 1954 in Detmold, als Vorsitzende Goldschmidt die Schicksalsgemeinschaft der Deutschen hervorhob und dazu aufrief:

„[...] all der toten Kameradinnen, die durch den Bombenkrieg, die Flucht und Austreibung den Tod fanden, sowie aller deutschen Frauen du Männer, die in zwei Weltkriegen ihr Leben für Deutschland gaben zu gedenken.“

Auch beim Bund Königin Luise, wie bei allen vaterländischen Organisationen, gab es Ende der 1950er und Anfang der 1960er Umwälzungen, das Klima in der BRD wurde zunehmend deutschfeindlicher, der Wunsch nach Deutscher Einheit und Wiedervereinigung war zwar politisch gewollt, wich aber der angeblich unausweichlichen Realität. 1963 hatte der Bund die inzwischen 7. Bundesvorsitzende mit Heilwig von Raven (Heilwig Amalie Klementine Eleonore Anna Elisabeth von Raven war die Mutter von Heilwig Frieda Asta Wiltrudis Wera von Ditfurth, sie wiederum die Mutter der linken Politikerin Jutta Gerta Armgard von Ditfurth).

Auch das Haus Hohenzollern hatte seine Treue zum Bund bewiesen, Kira Prinzessin von Preußen (1909–1967; Großfürstin des Russischen Kaiserreiches und Nichte des letzten russischen Kaisers Nikolaus), Mutter von Kira Auguste Viktoria Friederike Prinzessin von Preußen (1943–2004), hatte die Schirmherrschaft des Bundes übernommen und lud 1963 die Mitglieder zu einem großen Bundestreffen auf die Burg Hohenzollern ein. Eine Tradition, die nie ausstarb, denn z. B. am 24. und 25. Juli 2010 wurde im Rahmen des „Königin Luise-Wochenendes“ auf der Burg Hohenzollern an deren 200. Todestag erinnert, auch ohne einen Bund Königin Luise.

Neugründung 2010

Am 19. Juli 2010, dem 200. Todestag der Königin Luise, beschlossen fünf Damen (Nora Brinker, Ulrike Beckmann, Lieselotte Emmrich, Elisabeth Emmrich und Cornelia Gabor) in Crimmitschau in der Villa „Vier Jahreszeiten“ die Wiederbegründung der Vereinigung als Königin-Luise-Bund.

Erste Vorsitzende seit 2011 ist Barbara Schubert (Stand: 2017). Die selbst gesteckten Aufgaben des Bundes als Mitglied in der „Deutschen Monarchistischen Gesellschaft“ (DMG) sind:

  • Wahrung des Andenkens an Königin Luise von Preußen
  • Förderung des Engagements an sozialen Brennpunkten
  • Förderung des monarchistischen Gedankens und aktiver Einsatz für diesen
  • Hervorheben der wichtigen Rolle der Frau für Gesellschaft und Nation
  • Vertiefung des Geschichtsbewußtseins
  • Wahrung von wichtigen gesellschaftlichen Werten
  • Förderung von Wissenschaft, Kunst und Kultur

Bildergalerie

Siehe auch

Verweise

Fußnoten

  1. Vgl. Marie Netz: Gott schütze Deutschland! In: „Jahrbuch 1932“, 2. Jg., Bund Königin Luise, Halle 1932, S. 7
  2. Bruno W. Reimann: Der Bund Königin Luise – ein Kampfbund der nationalen Frauenbewegung
  3. Hermann von Müffling ruht auf der Kriegsgräberstätte in Storkow; Endgrablage: Feld 9 Grab 2.
  4. Wolfgang Schieder: Mythos Mussolini: Deutsche in Audienz beim Duce, München 2013, S. 346
  5. „Der Stahlhelm“, Juli 1952