Dietl, Eduard

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Eduard Dietl (1890–1944)

Eduard Wohlrath Christian Dietl (Lebensrune.png 21. Juli 1890 in Bad Aibling; Todesrune.png 23. Juni 1944 in der Steiermark nahe Hartberg) war ein deutscher Offizier der Bayerischen Armee, des Deutschen Heeres (Erster Weltkrieg), der Freikorps (Freikorps „von Epp“), der Reichswehr und der Wehrmacht, zuletzt Generaloberst der Gebirgstruppe des Heeres und Schwerterträger im Zweiten Weltkrieg.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Eduard Dietl (1890–1944)

Eduard Dietl wurde als Sohn des Finanzrats und Rentamtmanns Eduard Dietl und dessen Frau Lina, geb. Holzhausen geboren.

Militär

Dietl“ – Gemälde von Wolfgang Willrich
Dietl, Eduard.jpg
Chef des Generalstabes Ferdinand Jodl (links), Carl Gustaf Emil Freiherr von Mannerheim (Mitte) und Armee-Oberbefehlshaber Eduard Dietl
Die Deutsche Polizei“ zur Beisetzung des Generalobersten, Nr. 14, 15. Juli 1944, XII. Jg., S. 271

Nach dem Abitur in Rosenheim 1909 trat er im Oktober desselben Jahres als Fahnenjunker in das Königlich Bayerische 5. Infanterie-Regiment „Großherzog Ernst Ludwig von Hessen“ ein, besuchte die Kriegsschule in München und wurde im Oktober 1911 zum Leutnant ernannt.

Zweiter Weltkrieg

In der Schlacht um Narvik hielt er mit seinen Gebirgsjägern, verstärkt durch schiffbrüchige Matrosen der Kriegsmarine und einige Fallschirmjäger des FJR 1, einer vielfachen feindlichen Übermacht stand, bis dieser Gegner zum Abzug gezwungen wurde. Als „Held von Narvik“ wurde der Ritterkreuzträger zu einem der berühmtesten und populärsten unter den Generälen des Heeres und des Reiches.

Tod

Für den 23. Juni 1944 wurde Dietl zu einer Besprechung mit Hitler auf den Berghof befohlen. Auf dem Weg dorthin zerschellte sein Flugzeug auf der steirischen Seite des Hochwechsels, in Waldbach-Breitenbrunn. Mit Dietl starben die Generäle Karl Eglseer, Franz Rossi und Thomas-Emil von Wickede. Sein Tod wurde zuerst geheimgehalten. Die Schwerter zum Ritterkreuz wurden ihm postum am 1. Juli 1944 verliehen, und die Gebirgsjäger-Brigade 139 erhielt den zusätzlichen Ehrennamen „Generaloberst Dietl“ und trug fortan einen dementsprechenden Ärmelstreifen.

In Hitlers Tagesbefehl zum 1. Juli 1944 hieß es:

„Am 23. Juni 1944 ist Generaloberst Dietl bei einem Flugzeugunfall tödlich verunglückt. Als hervorragender Soldat im Ringen um unser nationalsozialistisches Großdeutschland hat sich Generaloberst Dietl besonders im Kampf um Norwegen und Finnland ausgezeichnet [...]. Generaloberst Dietl wird für alle Soldaten und für das ganze deutsche Volk der Inbegriff des Glaubens an unser nationalsozialistisches Deutschland und seinen Sieg sein. [...] Als fanatischer Nationalsozialist hat sich Generaloberst Dietl in unwandelbarer Treue und leidenschaftlichem Glauben seit Beginn des Kampfes unserer Bewegung für das Großdeutsche Reich persönlich eingesetzt. Ich verliere deshalb in ihm einen meiner treuesten Kameraden aus langer, schwerer, gemeinsamer Kampfzeit.“

Familie

Dietl heiratete 1926 Gerda-Luise, die Tochter des späteren Generals der Infanterie Siegfried Haenicke. Aus der Ehe sind vier Kinder entsprossen.

Dietl als Namenspatron

Im Mai 1964 wurde eine Kaserne der Bundeswehr in Füssen nach Dietl benannt. Ein Jahr später wurde sein militärischer Rang „Generaloberst“ der Namensgebung hinzugefügt.

Im Januar 1982, anläßlich der Neubenennung einer Straße in Dietls Geburtsort Bad Aibling, begann der öffentliche Meinungskampf. Im Juli 1987 forderte eine linke Bürgerinitiative in Kempten die Umbenennung der „General-Dietl-Straße“. Die Vereinigung Pax Christi forderte im Februar 1988 die Umbenennung der „Generaloberst-Dietl-Kaserne“ in Füssen.

Wütende Reaktionen folgten: Wer für die Umbenennung öffentlich Stellung bezog, stieß auf erbitterten Widerstand in Form von anonymen Anrufen, Zuschriften und auch Morddrohungen. Der Petitionsausschuß des Bundestages hingegen empfahl, durch sogenannte „Aufklärung“ der Truppe, Verständnis für die Umbenennung der Kaserne zu wecken. Eine solche Umbenennung wäre zugleich ein Beitrag zur sogenannten „Aufarbeitung der jüngsten deutschen Vergangenheit“, in Wahrheit natürlich zur Pauschalverdammung einer ganzen Generation. Der örtliche CSU-Abgeordnete Kurt Rossmanith hielt dagegen:

„Generaloberst Dietl war und ist für mich auch heute noch Vorbild in menschlichem und soldatischem Handeln.“

Schließlich ging am geschichtsträchtigen 9. November 1995 der Kampf um Dietls Historie zu Ende. Der ungediente Bundesminister der Verteidigung, Volker Rühe, entschied, die Generaloberst-Dietl-Kaserne in Füssen und auch noch gleichzeitig die General-Kübler-Kaserne in Mittenwald umzubenennen. Die Kaserne in Füssen erhielt den Namen Allgäu-Kaserne, die in Mittenwald den Namen Karwendel-Kaserne. Diese Entscheidung stieß auf strenge Kritik beim Kameradenkreis der Gebirgstruppe.

Ehrenbürgerschaft

Im März 1990 wurde Dietls Ehrenbürgerschaft von der Landeshauptstadt Graz (Steiermark) getilgt. Die General-Dietl-Straße in Kempten wurde im Januar 1993 umbenannt (neu: Prälat-Götz-Straße). In Bad Aibling heißt die frühere General-Dietl-Straße, nach erbitterten Diskussionen, seit Januar 1996 „Am Sonnenfeld“. Einzelne fordern aber nach wie vor eine Rückbenennung. Im Januar 1997 stimmte der Rat der Stadt Füssen für die Umbenennung der Dietlstraße (neu: Baumeister-Fischer-Straße). Die General-Dietl-Straße in Freyung wurde im Januar 1998 in Ahornöder Straße umbenannt. Die Dietl-Gedenktafel in Ringelai (Bayerischer Wald) – bis 1977 eine Gedenkstätte für Albert Leo Schlageter – wurde im Sommer 1997 abmontiert. In Harthausen, einem Stadtteil Bad Aiblings, existiert weiterhin eine Dietl-Gedenktafel.

Beförderungen

Auszeichnungen (Auszug)

Bildergalerie

Literatur

Verweise

Fußnoten

  1. Gedenkmesse für die Gefallenen beim Dietl-Denkmal, Steirischer Kameradschaftsbund
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