Oven, Wilfred von

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Leutnant Wilfred von Oven im Auftrag des OKW als Presseadjutant für Joseph Goebbels

Wilfred von Oven (Lebensrune.png 4. Mai 1912 in La Paz, Bolivien; Todesrune.png 14. Juni 2008 in Buenos Aires) war ein deutscher Offizier der Wehrmacht, Journalist, Publizist und ehemaliger Reichsbeamter. Er wurde vor allem bekannt als ranghoher Mitarbeiter von Joseph Goebbels im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda.

Leben

Miguel Serrano (links) und Wilfred von Oven in Valparaíso 1997; als Berichterstatter der „Los Angeles Times“ ihn 2001 besuchten und ein Goebbels-Bild sahen, fragten sie nach Hitler. Von Wilfred erwiderte:

„Selbstverständlich, wenn hoher Besuch kommt wie Sie, dann kommt der ins Schränkchen, aber wenn Sie wollen, hole ich ihn auch wieder vor. Ich selber geniere mich nicht, meinen Hitler vorzuzeigen, aber ich will auch niemanden kränken.“

Wilfred von Oven wurde als viertes Kind des deutschen Kaufmanns Kurt von Oven (dort Vertreter des Thyssen-Krupp-Konsortiums) in La Paz, Bolivien geboren. Seine Mutter war Lehrerin. Sein Vater meldete sich, wie so viele Auslandsdeutsche, freiwillig zum Deutschen Heer, als im August 1914 der Erste Weltkrieg begann. Er fiel als Angehöriger des Landsturms am 16. bzw., nach dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, am 18 Juni 1917 in der Flandernschlacht und ruht auf der Kriegsgräberstätte in Selvigny; Endgrablage: Block 1, Grab 238.

Nach dem Kriege lebte die fünfköpfige Familie von Oven in Friedenau bei Berlin in bescheidenen Verhältnissen, da ihr Vermögen in Bolivien beschlagnahmt worden war. 1919 zog die Familie nach Liegnitz (Schlesien) zu Verwandten auf deren Rittergut. Seine ganze Familie war überwiegend deutschnational eingestellt. Sein Vetter war Träger des Blutordens, sein Onkel Georg von Oven war Führer des Freikorps „von Oven“, der andere Onkel, Ernst von Oven, war ebenfalls beim Freikorps und Befreier Münchens vom roten Mob. Beide Onkel sind Träger des Ordens Pour le Mérite.

Wilfred von Oven lebte 1928 im Berlin der Weimarer Republik. Er trat zunächst den Pfadfindern bei und am 1. Mai 1931 der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) und der Sturmabteilung (SA). 1928 sah er zum erstenmal Adolf Hitler im Berliner Sportpalast.

SA-Mann

Bei einem großen SA-Appell begrüßte Adolf Hitler nach seiner Rede jeden der angetretenen SA-Männer mit persönlichem Handschlag – nach etwa zwei Stunden war auch von Oven an der Reihe. Im Jahre 1930 gewann von Oven die deutsche Tischtennismeisterschaft. Von 1931 bis zur Machtübernahme war er beim „Kampf um Berlin“ dabei. Beruflich war er zunächst beim Scherl-Verlag als Schriftleiter und ab 1936 bei der Reichspresseschule in Berlin-Dahlem tätig. Er bestand die Prüfung mit Auszeichnung.

Legion Condor

Von 1936 bis 1939 war er Angehöriger der Legion Condor im spanischen Bürgerkrieg und erhielt dafür vom Führer das Spanienkreuz in Gold.

Zweiter Weltkrieg

Im Jahre 1939 war er als Kriegsberichterstatter am Polen-, Frankreich-, Balkan- und Rußlandfeldzug beteiligt, u. a. als Leutnant eines Panzer-Nachrichtenregimentes am Don. Für seine Leistungen erhielt er das EK 1 und das Panzerkampfabzeichen am Dnjepr (1941). In dieser Zeit schrieb er die Bücher „Schluß mit Polen“ (1939) und „Panzer am Balkan“ (1941).

Pressereferent

Am 9. Juni 1943 wurde er zum persönlichen Pressereferent von Dr. Goebbels ernannt und blieb in dieser Funktion bis zum Kriegsende. Zuverlässigkeit, Fleiß und Kompetenz ließen ihn zu einem beliebten Mitarbeiter von Goebbels werden. Sein Tagesablauf begann um 6.00 Uhr und endete meist gegen 22 Uhr. Er war bei fast sämtlichen Mahlzeiten und bei vielen Reisen und Reden in nächster Nähe des Reichspropagandaministers. Von Oven hatte sein eigenes Häuschen auf dem Goebbels-Anwesen in Lanke bei Berlin. Mit Magda Goebbels sowie den Kindern der Goebbels-Familie verstand er sich bestens.

Als Wilfred von Oven im Herbst 1943 den Reichspropagandaminister in das Führerhauptquartier Wolfsschanze in Ostpreußen begleitete, traf er zum zweiten Mal in seinem Leben den Führer persönlich. Dr. Goebbels stellte seinen Pressereferenten dem Führer vor. Am 20. April 1945 sprach Wilfred von Oven zum letzten Mal im Rundfunk zur gegenwärtigen Lage. Am 22. April 1945 sah von Oven zum letzten Male Goebbels. Goebbels ging in den Führerbunker und von Oven wurde nach Norddeutschland beordert, wo er bis 1950 blieb. Nach Kriegsende arbeitete er zunächst als Dolmetscher und schrieb später Artikel für verschiedene Zeitungen unter dem Namen Willy Oehm. 1949 erschien beim Dürer-Verlag in Buenos Aires sein Buch „Mit Goebbels bis zum Ende“.

Wilfred von Oven 2001 vor dem Porträt-Bild von Joseph Goebbels in seinem Wohnzimmer

Argentinien

Ab 1950 war von Oven in Argentinien, wo er Chefredakteur bei der „Freien Presse“ – einer deutsch-nationalen Zeitung – war. Im Jahre 1951 siedelte von Oven endgültig nach Argentinien über. Hier unterhielt er u. a. Kontakte zum Dürer-Kreis. Einige Jahre war er sogar Auslandskorrespondent beim SPIEGEL. Im Jahre 1962 erschien zum ersten Mal die ebenfalls deutsch-nationale Zeitschrift LA-PLATA-RUF, die nach der 106. Ausgabe (Februar 1977) nach sehr massivem politischen Druck des BRD-Regimes eingestellt wurde.

Wilfred von Oven schrieb auch einige Bücher, darunter „Finale Furioso“ (1974), „Mit Goebbels bis zum Ende“, „Hitler und der spanische Bürgerkrieg“ (1978), „Wer war Goebbels“ (1987) und 1993 das Werk „Ein ‚Nazi‘ in Argentinien“.

Am 6. März 1992 war Wilfred von Oven durch Bekanntgabe seiner Tätigkeit im Dritten Reich in aller Munde. Der private Fernsehsender SAT.1 berichtete exklusiv. Wilfred von Oven war ein gern gesehener Gast bei Veranstaltungen der NPD, der DVU und der GfP. Im Jahre 1978 sprach er beim Deutschen Kongreß in Kassel ausführlich zum 20. Juli 1944. Sein Referat lautete: „Der 20. Juli 1944 – erlebt im Hause Goebbels“.

Bürgerbräukeller

In den 1970 Jahren war er des öfteren im historischen Bürgerbräukeller in München bei DVU-Veranstaltungen zu hören.

Im Jahre 1997 bekam Wilfred von Oven von der Gesellschaft für Freie Publizistik (GFP) für sein Lebenswerk in Gera die Ulrich-von-Hutten-Medaille. Seine zeitgeschichtlichen Bücher zeichneten sich durch Anständigkeit und Objektivität aus. Von Oven blieb stets sich selbst und der Bewegung treu. Im Jahre 1997 erschien sein SA-Buch „Mit ruhig festem Schritt“ im deutschen Arndt-Verlag. Im Jahre 2000 mußte Wilfred von Oven seinen Auftritt in der Nibelungenhalle (Passau) bei der großen NPD-Veranstaltung absagen. Er hatte eine starke Grippe sowie ernsthafte Probleme mit seinem Herzschrittmacher.

Wilfred von Oven lebte bis zu seinem 97. Lebensjahr treu seinen Idealen und ungebrochen in Bella Vista bei Buenos Aires. Einer VS-amerikanischen Zeitung gegenüber sagte er stolz über Dr. Goebbels:

„I have a great respekt for this man.“

Im Jahre 2001 war Wilfred von Oven in zeitgeschichtlichen Sendungen zu sehen, darunter in einer Dokumentarsendung über Magda Goebbels. Er beschrieb sie als vorbildliche deutsche Frau.

Kulturreport

Im April 2001 wurde Wilfred von Oven in der damaligen ARD-Fernsehsendung „Kulturreport“ als der „bekennende Alt-Nazi“ vorgestellt, in dessen Wohnzimmer noch immer eine Portraitaufnahme von Dr. Goebbels hing. In deren Fernsehkameras sang er trotzig und mutig „Wir werden weitermarschieren“.

Tod

Wilfred von Oven, Hitler und der Spanische Bürgerkrieg. Mission und Schicksal der Legion Condor.jpg

Wilfred von Oven verstarb am 14. Juni 2008 morgens um 7.30 Uhr im Alter von 96 Jahren.

Familie

Wilfred von Oven heiratete 1937. Ob aus der Ehe Kinder entsprossen sind, ist unbekannt.

Auszeichnungen (Auszug)

Werke

  • Schluß mit Polen, 1939
  • Panzer am Balkan. Erlebnisbuch der Panzergruppe von Kleist, 1941
  • Mit Goebbels bis zum Ende, 1949 (auch als Finale Furioso. Mit Goebbels bis zum Ende, 1974; und als Dr. G. Meister der Propaganda)
  • Argentinien. Stern Südamerikas, 1957
  • 150 Jahre Argentinien. 1810–1960, 1960
  • Argentinien, Paraguay, Uruguay. Land am Silberstrom, die La-Plata-Länder, 1969
  • Hitler und der spanische Bürgerkrieg. Mission und Schicksal der Legion Condor, 1978
  • Wer war Goebbels? Biographie aus der Nähe, 1987
  • Mit ruhig festem Schritt. Aus der Geschichte der SA, 1998
  • Ein „Nazi“ in Argentinien, 1993
  • Wilhelm Canaris. Der Admiral und Seine Mitverantwortung am Verlauf des Krieges, 2001

Verweise