Osterburg (Altmark)

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Osterburg

Osterburg altmark wappen.png
Wappen
Staat: Deutsches Reich
Gau: Magdeburg-Anhalt
Landkreis: Stendal
Provinz: Sachsen
Einwohner (2014[1]): 5.961
Bevölkerungsdichte: 25 Ew. p. km²
Fläche: 230 km²
Höhe: 26 m ü. NN
Postleitzahl: 39606
Telefon-Vorwahl: 03937
Kfz-Kennzeichen: SDL
Koordinaten: 52° 47′ N, 11° 46′ O
Osterburg befindet sich seit 1945 entweder unter Fremdherrschaft oder wird durch die BRD oder BRÖ staatsähnlich verwaltet.
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Bürgermeister: Nico Schulz (CDU)

Die Hansestadt Osterburg ist eine deutsche Kleinstadt, welche im nördlichen Teil der Altmark gelegen ist. Die Ortschaft ist ebenfalls eine gleichnamige Einheitsgemeinde in Sachsen-Anhalt.

Lage

Die Hansestadt Osterburg liegt an den Ufern des Flusses Biese nördlich von Stendal und südlich von Seehausen an der Bundestraße 189. Der Biesestadt werden drei weitere Ortsteile zugeordnet: Dobbrun, Krumke und Zedau. Seit der Gebietsreform vom 1. Januar 2010 werden auch die zur Einheitsgemeinde Osterburg gehörenden Dörfer (aus politischer Sicht) zur Hansestadt hinzugezählt.

Die nordöstlichen Ortsteile – Königsmark und Meseberg – liegen im Landschaftsgebiet der Wische, unweit von der kleinen Hansestadt Werben. Die westlichen Teile der Stadt – Krevese, Gladigau und Rossau – liegen auf dem Höhenzug Altmärkische Höhe in der Nähe von Bismark.

Geschichte

Osterburg im Mittelalter und in der Neuzeit

Urkundlich wurde Osterburg zum ersten Mal im Jahre 1157 durch Albrecht den Bären erwähnt. Ausgrabungen aus dem Jahr 1993 belegen, daß bereits ab dem Jahre 960 eine Burg existierte. Teile der über 1.000 Jahre alten Palisade sind heutzutage im Kreismuseum zu besichtigen. Im 11. Jahrhundert wurde eine zweite Burg errichtet, wo die Palisaden noch erhalten sind. 1148 erfolgte die Weihe der Nicolaikirche. 1208 wurden Osterburg die Stadtrechte erteilt.

Osterburg lag an einer Haupthandelsstraße, die von Magdeburg aus zu den Städten im Nord- und Ostseeraum führte. 1363 ließ Osterburg sich von Kaiser Karl IV. seine Rechte und Freiheiten bestätigen und beteiligte sich an verschiedenen Schutzbündnissen der altmärkischen Städte. Urkundlich läßt sich Osterburg als Mitglied der Hanse in den Jahren 1436 bis 1483 gemeinsam mit den Hansestädten Stendal, Salzwedel, Seehausen (Altmark), Gardelegen, Werben und Tangermünde nachweisen. Osterburgs Status als Hansestadt waren vielfältige wirtschaftliche Aktivitäten vorausgegangen, mit denen die Stadt ihren wirtschaftlichen Aufstieg stetig vorantrieb. Auch in den Jahren nach dem Niedergang der Hanse genoß Osterburg zahlreiche Privilegien, wie Zollfreiheit in der Mark Brandenburg und das Recht, eigene Steuern zu erheben.

Die Stadt wurde während des Dreißigjährigen Krieges mehrfach Ziel von Plünderungen und schließlich im Jahr 1644 vollständig verwüstet. 1761 wurde die Biesestadt durch eine Feuerbrunst zu zwei Drittel zerstört. Osterburg wurde wieder aufgebaut und am 1. Juli 1816 zur Kreisstadt erhoben. 1849 erfolgte der Anschluß an die Eisenbahn von Magdeburg nach Wittenberge, etwa zur gleichen Zeit wurde Osterburg durch Chausseen mit Stendal, Wittenberge und Bismark verbunden.

Die Entwicklung zur „Spargelstadt“

Der Spargelanbau hatte eine große landwirtschaftliche Bedeutung für Osterburg. Verbunden ist er mit dem Namen des Spargelzüchters August Huchel, der 1929 die erste deutsche Spargelhochzuchtgesellschaft gründete und dessen Nachlaß heutzutage das Kreismuseum verwaltet. Seitdem gibt es ein jährliches Spargelfest und sogar eine „Spargelwoche“ innerhalb der „Altmärkischen Bauernwoche“ mit altmärkischen Spezialitäten und vielseitigen Spargelgerichten.

Begünstigt durch die Verarbeitungskapazitäten der einheimischen Konservenfabriken war der Feldgemüseanbau, insbesondere der Spargelanbau, schon vor dem Ersten Weltkrieg in Osterburg ausgedehnt worden. Später gingen die Spargelbauer dazu über, die Frischmärkte der umliegenden Ballungsräume zu beliefern. Hilfreich war hierbei der günstige Eisenbahnanschluß nach Hamburg, Magdeburg, Halle (Saale) und Leipzig. Trotz der schwierigen Zeiten in den Anfangsjahren der Weimarer Republik nahm der Spargelanbau nach der einigermaßen einsetzenden Stabilisierung der Geldwirtschaft 1923 (→ Inflation) einen erneuten Aufschwung.

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Von allen Zweigen des Feldgemüseanbaus hat stets der Spargelanbau eine führende Stellung eingenommen. Und wer heute die Tore unserer Stadt verläßt, ganz gleich ob nach Norden, Süden oder Westen: Spargelfeld reiht sich an Spargelfeld. Nie werden jemals unsere heimatlichen Fluren wieder mehr noch schönere Spargelfelder tragen, als in den nächsten 20 bis 25 Jahren, in denen rund tausend Morgen voll im Ertrag stehen. Für diese Jahrzehnte, die der Chronist später einmal als die Blütezeit des Osterburger Spargelbaues bezeichnen wird, sind die Spargelfelder vor den Toren unserer Stadt unser Firmenschild. Osterburg – Spargelstadt.

August Huchel schrieb 1929 über die „Spargelstadt“ Osterburg


Die Biesestadt im 20./21. Jahrhundert

Im Zweiten Weltkrieg durchquerten VS-amerikanische Truppen, die aus Klötze kamen, die Hansestadt Osterburg, um die Fähre bei Sandau auszuschalten.

Während der Zeit der Deutschen Demokratischen Republik waren jeweils eine Zweigstelle der „Rathenower Optischen Werke“ und der Schuhfabrik „Roter Stern“ in Osterburg ansässig, die vor allem viele hunderte Frauen versklavten.

Das Wappen wurde am 12. Juli 1995 genehmigt. Die Blasonierung lautet: „In Silber eine schräg ansteigende schwarzgefugte rote Zinnenmauer; das offene Tor mit hochgezogenem goldenen Fallgitter; hinter der Mauer zwei niedere innere und zwei höhere äußere Türme mit blauen goldbeknauften Kuppeldächern; zwischen den Türmen schwebend ein goldbewehrter roter Adler.“

Am 1. Juni 2008 erhielt Osterburg wieder den Titel „Hansestadt“, da sie der „Neuen Hanse“ beitrat. Seit dem lautet die vollständige amtliche Bezeichnung: „Hansestadt Osterburg (Altmark)“.

Durch einen Gebietsänderungsvertrag beschlossen die Gemeinderäte der Gemeinden Ballerstedt (am 24. November 2008), Düsedau (am 12. November 2008), Erxleben (am 10. November 2008), Flessau (am 27. November 2008), Gladigau (am 26. November 2008), Königsmark (am 25. November 2008), Krevese (am 12. November 2008), Meseberg (am 19. November 2008), Rossau (am 10. November 2008), Walsleben (am 10. November 2008) und der Hansestadt Osterburg (Altmark) (am 6. November 2008), daß ihre Gemeinden aufgelöst und zu einer neuen Einheitsgemeinde mit dem Namen „Hansestadt Osterburg (Altmark)“ vereinigt werden. Dieser Vertrag trat am 1. Juli 2009 in Kraft.

Kultur

Bauwerke

  • Das Schloß zu Krumke war ein früheres Rittergut aus dem 12. Jahrhundert. Seit dem 17. Jahrhundert hat das Schloß auch einen riesigen Schloßpark, der heute ein beliebtes Ausflugsziel ist. Da das Schloß immer wieder den Besitzer wechselte, veränderte sich auch die Parkanlage mit der Zeit.
  • Die Kirche St. Nicolai wurde 1188 als romanische Feldsteinbasilika erbaut. Die Pfarrkirche zählt damit zu den ältesten Gebäuden der Stadt. Vom 13. bis zum 15. Jahrhundert wurde die Kirche zu einer gotischen Hallenkirche umgebaut. 
Nach dem Stadtbrand 1761 wurde die vernichtete gotische Turmspitze durch eine barocke Haube ersetzt. Im Inneren der Kirche befindet sich ein gemauerter Blockaltar und eine Kanzel aus dem 16. Jahrhundert.
  • Die evangelische Kirche St. Martin ist die älteste Kirche der Stadt und lag neben der alten Burg. Da die Kirche dem Martin geweiht ist, kann man annehmen, daß sie im 9. oder 10. Jahrhundert gegründet worden ist. Der heutige Bau stammt aus dem 12. Jahrhundert.
  • Mit dem Bau der katholischen Kirche St. Josef wurde 1928 begonnen. Im Jahr 1961 brannte die Kirche und das anschließende Pfarrhaus nieder. Sie wurde bereits 1962 wieder neu eingeweiht. Heute gehört die Kirche zur Pfarrei Stendal.
  • Fachwerkhäuser aus verschiedensten Epochen der letzten 300 Jahre prägen das Bild der Biesestadt. Die gesamte Osterburger Innenstadt wurde zum „Sanierungsgebiet Altstadt” erklärt, in dem wertvolle Einzeldenkmale ausgewiesen wurden.
  • Das Kreisheimatmuseum ist ein denkmalgeschütztes Fachwerkhaus. Das Museum wurde in der Zeit des Nationalsozialismus 1935 gegründet und wurde vor allem für Kunstausstellungen genutzt. Seit dem finden dort Kunstausstellungen oder Ausstellungen zur Heimatgeschichte statt.
  • Die Stadtbibliothek liegt ebenfalls in einem denkmalgeschützten Fachwerkhaus vor dem Markgraf-Albrecht-Gymnasium.
  • Das Biesebad ist eines der wenigen Flußbäder Europas.

Bildergalerie

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Das Schloß im Osterburger Ortsteil Krumke ist ein Besuchermagnet.
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Die dazugehörige Parkanlage eignet sich zur Erholung.
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Die St. Nicolai Kirche ist das Wahrzeichen der Stadt und ragt weit über die Dächer der fachwerkhäuser hinaus.
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Die evangelische St. Martin Kirche ist die zweite Osterburger Kirche...
Katholische Kirche Osterburg.jpg
... aber damit nicht genug. Auch die Katholiken haben eine eigene Kirche in der Innenstadt
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Die Innenstadt ist von alten Fachwerkäusern geprägt, von denen auch viele denkmalgeschützt sind.
Bibliothek Gebaeude.jpg
...auch die Bibliothek hat in einem der denkmalgeschützten Fachwerkhäusern ihren Platz.
Museum Osterburg Ausstellung Handwerk 01.jpg
...ebenso, wie das Kreismuseum.
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Das Markgraf-Albrecht-Gymnasium mit der historisch wertvollen Fassade.

Umvolkung

Auch die Hansestadt Osterburg muß durch die massive illegale Einwanderung von Negern und Pseudoflüchtlingen zwischen 200 und 300 Zivilokkupanten im Herbst 2015 aufnehmen. Die lokalen Systemmedien postulierten zwar, daß es sich um asylsuchende – also Schutz auf Zeit – Familien handele, was aber der CDU-Bürgermeister Nico Schulz sofort dementierte. So wünscht er sich, daß mindestens ein Viertel hier bleibe. Denn durch die massive Abwanderung und den starken Geburtenrückgang (→ Volkstod) sank die Einwohnerzahl Osterburgs seit der Teilwiedervereinigung 1990 stetig, die nun durch die Zuwanderung von Pseudoflüchtlingen aufgefangen werden soll. Es handelt sich also um einen klassischen Bevölkerungsaustausch, betrieben von einem CDU-Bürgermeister.[2]

Bekannte, in Osterburg geborene Personen

Siehe auch

Verweise

Fußnoten

  1. Die zur Einheitsgemeinde Osterburg gehörenden Dörfer wurden nicht berücksichtigt.
  2. Ronny Kauerhof: Hetze im Netz beschämend, Altmark Zeitung, 29. August 2015