Blumenthal, Leonhard von

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Dr. phil. h. c. General der Infanterie Leonhard von Blumenthal

Karl Konstantin Lebrecht Leonhard von Blumenthal auf Gottschalk und Donastedt, seit 1883 Graf von Blumenthal (Lebensrune.png 30. Juli 1810 in Schwedt an der Oder; Todesrune.png 22. Dezember 1900 auf Gut Quellendorf bei Köthen) war ein deutscher Adliger, Offizier der Preußischen Armee, zuletzt Generalfeldmarschall sowie Herr auf Gut Quellendorf bei Köthen, Ritter des Ordens „Pour le Mérite“ mit Eichenlaub und Ritter des Hohen Ordens vom Schwarzen Adler mit Brillanten. Der Feldmarschall sollte auf Veranlassung durch Kaiser Wilhelm II. bei der fünfundzwanzigjährigen Gedenkfeier der Kaiserproklamation am 18. Januar 1896 das Reichspanier tragen, als der älteste der noch lebenden Heerführer aus jener großen Zeit. Seine Gesundheit war aber damals recht bedenklich erschüttert und gestattete ihm nicht, diesem ehrenvollen Rufe zu folgen.

Werdegang

Leonhard von Blumenthal nach der Verleihung des Eichenlaubs zum Pour le Mérite
Kriegsrat in Versailles, Sitz des Königlichen Großen Hauptquartiers im Deutsch-Französischem Krieg; von links: Generalleutnant Leonhard von Blumenthal, General der Infanterie Kronprinz Friedrich Wilhelm von Preußen, Generalleutnant Theophil von Podbielski, Kriegsherr Wilhelm I., Deutscher Kaiser sowie König von Preußen, General der Infanterie Helmuth Karl Bernhard Graf von Moltke (Chef des Großen Generalstabs), General der Infanterie Albrecht von Roon und Generalleutnant Otto von Bismarck, Bundeskanzler des Norddeutschen Bundes.
Wappen mit dem Wahlspruch: „Treu zu Wasser und zu Lande!“
Der Sohn des Rittmeisters Ludwig v. B. wurde, im Kadettenkorps ausgebildet, mit 17 Jahren im Gardereserveregiment in Berlin Leutnant. Er nahm dort an den Straßenkämpfen während der Märzrevolution 1848 und an den Feldzügen gegen Dänemark 1849 und 1864 teil. 1866 war B. Generalstabschef der Armee des Kronprinzen bei Königgrätz und 1870/71 Oberbefehlshaber der Truppen, welche die Stadt Paris belagerten. Er verweigerte aber die von Otto von Bismarck und Albrecht von Roon erhobene Forderung, Paris zu beschießen. 1871 erfolgte seine Ernennung zum kommandierenden General des IV. Armeekorps in Magdeburg. Kaiser Wilhelm I. bezeichnete B. als einen um die Krone und das Vaterland hoch verdienten und von ihm hoch geschätzten Mann. Für seine Verdienste als hervorragender Stratege in den Kriegen von 1866 und im Deutsch-Französischen Krieg sowie für die Erfolge bei der Führung des IV. Armeekorps, welches er in einen ausgezeichneten Zustand versetzte, wurde B. 1883 vom Kaiser in den Grafenstand erhoben. Er verknüpfte damit die Zuversicht, daß das Korps, der Tradition folgend, auch zukünftig seinen hohen Stellenwert in der Armee einnehmen würde. Im März 1888 wurde B. Generalfeldmarschall und einen Monat später unter Entbindung von seiner Stellung als Kommandierender General des IV. Armeekorps Generalinspekteur der 4. Armeeinspektion. Damit verließ er nach 17jähriger Tätigkeit, von der Bürgerschaft hoch verehrt und geschätzt, die Stadt Magdeburg. Von allen in Magdeburg stationierten kommandierenden Generalen bekleidete B. diese Stellung am längsten. 1898 reichte er seinen Abschied ein und starb kurz nach seinem 90. Geburtstag auf seinem Gut in Quellendorf bei Köthen. Am selben Tag verfügte Kaiser Wilhelm II., daß das Füsilier-Regiment 36 (Halle/Bernburg), dessen Chef B. jahrelang gewesen war, den Namen „Füsilier-Regiment Generalfeldmarschall Graf B. (magdeburgisches) Nr. 36“ erhielt. Anläßlich seines 50jährigen Dienstjubiläums wurde B. 1877 Ehrenbürger der Stadt Magdeburg. Die Universität Halle verlieh ihm die philosophische Ehrendoktorwürde. In seiner mehr als 70jährigen Dienstzeit wurde er Inhaber zahlreicher in- und ausländischer hoher und höchster Orden.[1]

Wirken

Quelle
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Leonhard, Graf v. B., preußischer Generalfeldmarschall, geboren 30. Juli 1810 in Schwedt a. O., im Kadettenkorps erzogen, trat 1827 als Sekondeleutnant in das Garderegiment, besuchte 1830 bis 1833 die Allgemeine Kriegsschule (spätere Kriegsakademie) u. wurde Hauptmann im Generalstabe. Den Schleswig-Holsteinischen Feldzug 1819 machte er zuerst als Generalstabsoffizier, vom Mai ab als Generalstabschef des Generals v. Bonin mit. 1858 wurde B. persönlicher Adjutant des Prinzen Friedrich Karl von Preußen u. war 1860 bis 1863 Kommandeur des Infanterieregiments Nr. 71. Im Dänischen Feldzuge 1864 fand er als Stabschef des Prinzen Friedrich Karl Gelegenheit, seine militärischen Fälligkeiten unter schwierigen Verhältnissen zu entfalten. Die Verschiedenheit der Charaktere führte zwischen dem Prinzen u. ihm zwar einige persönliche Differenzen herbei, ohne indessen ihr dienstliches Zusammenwirken in entscheidenden Fragen zu beeinträchtigen.

Nachdem die dänische Armee aus der Danewerkstellung entkommen war, schritt der Prinz zur Belagerung der Düppeler Schanzen. B. verfocht, um diese langwierige Belagerung zu umgehen, den kühnen Plan, bei Ballegard mit Kähnen auf die Insel Alsen überzusetzen u. dadurch die im Rücken gefährdete Düppelstellung unhaltbar zu machen. Nachdem er die Zustimmung des Prinzen, Wrangels, Moltkes u. schließlich auch des Königs erlangt u. alle Vorbereitungen getroffen hatte, verhinderte ein heftiger Sturm die Ausführung des auf den 2. April festgesetzten Unternehmens. Nach dem Waffenstillstände erwirkte B., um die Bedenken seines neuen Kommandierenden, Herwarth v. Bittenfeld, gegen den Übergang nach Alsen zu beseitigen, daß ihm der Übergang vom Oberkommando geradezu befohlen wurde. Nach dem Frieden wurde er Kommandeur der 7., später der 30. Infanteriebrigade, u. im Feldzuge 1866 Chef des Generalstabes der 2. Armee des Kronprinzen Friedrich Wilhelm, dessen Vertrauen er sich schnell erwarb u. dauernd erhielt.

Er war der tatsächliche Leiter der Operationen dieser Armee, die sich Ende Juni von Schlesien aus in einer Reihe siegreicher Gefechte, bei Nachod, Skalitz, Soor u. Schweinschädel, u. trotz Bonins Niederlage bei Trautenau, den Einmarsch in Böhmen erzwang. Vor der Schlacht von Königgrätz schlug er dem Prinzen Friedrich Karl, die Lage falsch beurteilend, die Bitte um Unterstützung durch Vorgehen gegen die rechte Flanke der Österreicher ab. Erst auf Moltkes Befehl griff die 2. Armee in die Schlacht ein, deren Lorbeeren ihr dann größtenteils zufielen. Im weiteren Verlaufe des Feldzuges setzte B. es bei Moltke durch, daß die 2. Armee die Festung Olmütz südlich umging u. sich dem Vormarsch auf Wien anschloß. Hierdurch wurde Benedek zum Ausweichen über die Karpathen gezwungen. Im Oktober 1866 wurde B. zum Generalleutnant u. Kommandeur der 14. Division ernannt.

1870/71 stand er wiederum als Generalstabschef an der Seite des die 3. Armee befehligenden Kronprinzen. Obwohl seine Operationen nicht immer einwandfrei zu nennen sind, zeigte B. auch diesmal wieder in der Armeeführung großes Geschick. Nachdem die Armee länger als es Moltke lieb war, mit dem Einmarsch nach Frankreich gezögert hatte, errang sie am 4. u. 6. August die Siege bei Weißenburg u. Wörth über Mac Mahon. In der Schlacht bei Wörth, die gegen Blumenthals Willen u. Absicht entbrannte, gelangte das spät eintreffende Oberkommando nicht zu durchgreifender Tätigkeit; auch die Verfolgung Mac Mahons wurde nicht energisch geführt. Bei den Operationen, die mit dem glänzenden Siege bei Sedan endigten, sind B. manche Fehler nachgewiesen worden. Aber der 3. Armee gelang schließlich der umfassende Angriff gegen Mac Mahons Rücken auf beiden Maas-Ufern. Während der Belagerung von Paris sprach sich B. lange u. energisch gegen die Beschießung der Festung aus. Nach dem Frieden erhielt er eine Dotation von 150000 Talern u. wurde 1872 Kommandierender General des IV. Armeekorps. 1883 ward er in den Grafenstand erhoben u. von seinem dankbaren Kaiser Friedrich 1888 zum Generalfeldmarschall u. Generalinspekteur der 4. Armeeinspektion ernannt. 1892 vertauschte er diese mit der 3. Armeeinspektion, von deren Kommando er 1898 enthoben wurde. Er starb am 22. Dezember 1900 auf seinem Gute Quellendorf bei Köthen.

B. war ein Mann von leichtem Blut, von Kraft u. Kühnheit, frei von jeder Scheu vor Verantwortung, vorsichtiger u. bedächtiger Kriegführung abgeneigt. Gegenüber der klaren Logik u. Gründlichkeit Moltkescher Denkweise jedoch haftete seinen Entwürfen u. Plänen häufig etwas Sprunghaftes an; er brauchte, wie Moltke zu Stosch sagte, jemanden „der seine genialen Einfälle auf die Beine brachte“. Ehrgeizig, tatendurstig u. durchdrungen von dem Wert der eigenen Persönlichkeit neigte er zur Selbstüberschätzung u. konnte sich schwer den Ansichten u. Gedankengängen anderer, auch nicht des ihm überlegenen Moltke, anpassen. Dies wurde schon zu seinen Lebzeiten bekannt durch einen während des Krieges von 1866 an seine Gemahlin gerichteten, von den Österreichern aufgefangenen u. veröffentlichten Brief, ungleich mehr jedoch durch die nach seinem Tode von seinem Sohne herausgegebenen Tagebücher aus den Feldzügen 1866 u. 1870/71, die übrigens nicht als eine durchaus zuverlässige geschichtliche Quelle zu betrachten sind (Stuttgart 1902).

Quelle: Georg Karl Friedrich Viktor von Alten: Handbuch für Heer und Flotte. Enzyklopädie der Kriegswissenschaften und verwandter Gebiete, 1910, S. 341f. (PDF-Datei) Für Nicht-USA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!


Tod

Generalfeldmarschall Leonhard von Blumenthal verstarb im Dezember 1900 und das Vaterland trauerte. Kaiser Wilhelm II. verfügte, daß sämtliche Offiziere der Armee für acht Tage Trauer anzulegen hätten. Er bestimmte zudem die Namensänderung des Magdeburgischen Füsilier-Regiments Nr. 36 in Füsilier-Regiment „General-Feldmarschall Graf Blumenthal“ (Magdeburgisches) Nr. 36. Alfred Drissen schrieb in seiner Chronik „Alt Blumenthal“:

„Er starb am 22. Dezember 1900 auf seinem Gute Quellendorf bei Cöthen im gesegneten Alter von 90 Jahren und 5 Monaten. Erst mit 88 Jahren war dieser mit so genialem Scharfblick ausgestattete Stratege und tapfere Offizier, dieser edelgesinnte und großmütige Mensch in den Ruhestand getreten; aber immer noch Soldat bis auf die Knochen, besuchte er eines Tages im Schlapphut, Kaisermantel und Krückstock seinen Sohn, der Oberst und Regimentskommandeur eines Dragonerregiments im Osten war. Vor dem herrschaftlichen Hause, in dem die Standarte des Regiments aufbewahrt wurde, stand oben auf der Freitreppe ein strammer Dragoner auf Posten. Diesem war befohlen worden, alle etwa vorne eintreffenden Personen zum hinteren Eingang zu verweisen, weil die Frau Oberst erkrankt sei. Feldmarschall Blumenthal will sich nun arglos zur Freitreppe heraufbewegen, als der Dragoner dem ‚alten Zivilisten‘ zuruft: ‚Pscht! Hinten herum, Olle iss' krank!‘ Feldmarschall Blumenthal gehorcht seinem in diesem Falle hohen Vorgesetzten und schellt an der hinteren Tür. Bald erscheint am Fenster des oberen Stockwerks der Sohn Blumenthal. Recht erstaunt seinen Vater zu erkennen, eröffnet ihm dieser: ‚Ich wollte mal nach dem Rechten sehen, der Posten hat mir gesagt, die Olle sei krank‘. Als Vater Blumenthal oben ankommt, fragt dann Sohn Blumenthal vorne zum Fenster heraus: ‚Wer steht da auf Posten?‘ Prompte Antwort: ‚Napieralla, Herr Oberst, von der 4. Eskadron‘. Ah, so! Am folgenden Tage erhielt der Dragoner Napieralla laut Regimentsbefehl vom General-Feldmarschall einen Taler für korrektes Verhalten auf Posten überreicht. Der längst zu den Großen der deutschen Geschichte heimgegangene alte Haudegen hat uns in verschiedenen, bei besonderen Gelegenheiten abgefassten Schreiben als Namensträger seine Anhänglichkeit an die Zeche General Blumenthal bekundet.“

Familie

Leonhard war der Sohn von Friedrich Albrecht Ludwig von Blumenthal (1774–1813) und dessen Gemahlin Friederike Charlotte Dorothea, geborene von Below (1783–1853). Karl von Blumenthal (1811–1903) war sein jüngerer Bruder. Der Vater der beiden war Rittmeister im brandenburgischen Dragonerregiment, das aus den Resten und dem Depot des 1806 aufgelöstem Dragoner-Regiment No. 1 neu errichtet worden war. Ludwig erlag in Potsdam an den bei der Schlacht bei Dennewitz der Befreiungskriege zugezogenen Verwundungen. Der wohlhabende Großvater mütterlicherseits nahm sich den Dreijährigen an.

Ehe

Er war seit 8. August 1839 mit Delicia Anna, verwitwete von Vyner, geborene Eathorpe Lebensrune.png 12. Mai 1813; Todesrune.png 29. Januar 1890) verheiratet (er hatte die Engländerin in Koblenz kennengelernt, wo deren Mutter lebte). Aus der Ehe sind sechs Kinder entsprossen:

  • Klara (Lebensrune.png 9. Juli 1840; Todesrune.png 2. März 1913)
    • ∞ Rudolf Edler von Oetinger (Lebensrune.png 1. Januar 1830; Todesrune.png 27. Dezember 1920), Generalleutnant
  • Gustav Edmund Albrecht Harvey (Lebensrune.png 23. Juli 1842; Todesrune.png 7. Februar 1918), Generalleutnant
    • ∞ Gräfin Therese Finck von Finckenstein (Lebensrune.png 23. Februar 1863; Todesrune.png 29. Februar 1936)
  • Agnes (Lebensrune.png 24. Februar 1844; Todesrune.png 16. November 1922)
    • ∞ Otto Wichard Karl von Moellendorff-Krampfer (Lebensrune.png 17. April 1829; Todesrune.png 25. Juli 1894), preußischer Rittmeister a. D.[2]
  • Laura (Lebensrune.png 10. März 1846: Todesrune.png 5. März 1929)
    • ∞ Reimar von Moellendorff (Lebensrune.png 11. Oktober 1830; Todesrune.png 22. Juni 1894), preußischer Major a. D., Herr auf Horst und Blumenthal[3]
  • Friedrich Christian Kuno Hermann Otto (Lebensrune.png 27. Mai 1851; Todesrune.png 25. Mai 1909), Oberst a. D.
    • ∞ Marie Winkler (Lebensrune.png 26. Juli 1859; Todesrune.png 3. September 1897)
  • Alexander Ferdinand Matthias Adam Heinrich (Lebensrune.png 21. November 1855; Todesrune.png 5. Oktober 1862)

Beförderungen

Generalfeldmarschall Graf von Blumenthal, Historisches Bild- und Textdokument aus dem Jahre 1888.jpg
  • 28. Juli 1827 Sekondelieutenant
    • Aus dem Kadettenkorps kommend (seit seinem 10. Lebensjahr zuerst in der Culmer Voranstalt, dann in der Berliner Hauptanstalt) in das Garde-Reserve-Infanterie-Regiment (dem späteren Garde-Füsilier-Regiment) überwiesen
    • Allgemeine Kriegsschule, Sprachstudien in Belgien und Frankreich, nach seiner Heirat sprach er auch bald Englisch fließend
    • 1837 bis 1845 Adjutant und Rechnungsführer im Garde-Landwehr-Bataillon Koblenz
  • 14. Januar 1844 Premierlieutenant (nach fast siebzehnjähriger Dienstzeit)
    • 1847 Kommandierung zum topographischen Büro des Generalstabes; topographische Aufnahmen in der Lausitz bis 1848
  • 6. Januar 1849 Hauptmann (er war inzwischen 39 Jahre)
    • unter Ernennung zum Hauptmann in den Generalstab der Armee versetzt
  • 8. Juni 1853 Major
  • 22. Mai 1858 Oberstlieutenant
  • 1860 Oberst
    • Kommandeur des 31. kombiniertes Infanterie-Regiment in Erfurt
  • Juni 1864 Generalmajor
    • er übernahm im November desselben Jahres das Kommando der 7., dann im April 1865 das der 30. Infanterie-Brigade
  • Oktober 1866 Generalleutnant
    • Kommando der 14. Division in Düsseldorf
    • 16. Juni 1871 à la suite des 3. Thüringischen Infanterie-Regiments Nr. 71
  • 22. März 1873 General der Infanterie
  • 18. März 1888 General-Feldmarschall (nach anderen Quellen am 12. März)
    • von Kaiser Friedrich III. ernannt
    • Inspekteur der IV. Armee-Inspektion und Chef des Reitenden Feldjägerkorps. Zwischen 1892 und 1898 Inspekteur der III. Armee-Inspektion.
    • 28. März 1898 auf eigenen Antrag von seiner Stelle als General-Inspekteur enthoben, Chef des Reitenden Feldjägerkorps blieb er bis zu seinem Lebensende

Auszeichnungen und Ehrungen (Auszug)

Ehrungen

  • Ehrenbürger von Düsseldorf, 1871
  • Ein Fort vor Straßburg (Reichsland Elsaß-Lothringen) erhielt 1873 den Namen „Fort Blumenthal“
  • Ehrenmitglied der schwedischen Akademie der Wissenschaften, 1876
  • Ehrendoktorwürde der Universität Halle-Wittenberg, 1877
  • Ehrenbürgerrecht der Stadt Magdeburg, 1877
  • Ehrenbürger von Halle (Saale)
  • In den erblichen Grafenstand (in der Primogenitur) erhoben am 19. September 1883
  • Etliche Städte benannten Straßen nach ihm, darunter Magdeburg
  • In Halle erhielt eine Kaserne seinen Namen
  • Büsten des Feldmarschalls befanden sich sowohl in der Berliner Ruhmeshalle als auch am Denkmal des Kaiser Friedrich III. in der Siegesallee zu Berlin

Literatur

  • Albrecht Graf von Blumenthal (Hg.): Tagebücher des Generalfeldmarschalls Graf von Blumenthal aus den Jahren 1866 und 1870/1871 (1902) (PDF-Datei)
  • Ausführliche Biographie in: Biographisches Jahrbuch und Deutscher Nekrolog, Band 5, 1903, S. 6ff.
  • Der Marschallstab des Generalfeldmarschalls Leonhard Graf von Blumenthal, in: „Internationales Militaria-Magazin“, Nr. 71, Zeitgeschichte, Heinz Nickel Verlag, Zweibrücken 1993

Fußnoten