Preußisch Eylau

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Preußisch Eylau

Wappen
Staat: Deutsches Reich
Gau: Ostpreußen
Landkreis: Preußisch Eylau
Provinz: Ostpreußen
Einwohner (2006): 6.773
Bevölkerungsdichte: 846 Ew. p. km²
Fläche: 8 km²
Koordinaten: 54° 23′ N, 20° 39′ O
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Preußisch Eylau befindet sich seit 1945 unter Fremdherrschaft. Das Gebiet ist von Rußland vorübergehend besetzt, die einheimische Bevölkerung wurde vertrieben oder ermordet und deren Eigentum gestohlen.

Preußisch Eylau ist eine deutsche Kleinstadt in Ostpreußen.

Lage

Preußisch Eylau liegt an der Straße von Königsberg nach Allenstein.

Geschichte

Ältere Geschichte

1325 wurde durch den Deutschen Ritterorden die Burg Yladia gegründet, zu deren Füßen sich das spätere Preußisch Eylau entwickelte. Der Balgaer Komtur verlieh der Siedlung 1348 eine Handfeste. Die Burg wurde 1455 durch ein Feuer zerstört. 1514 wurde die Markgerechtigkeit verliehen, und 1585 verlieh Herzog Georg Friedrich das volle Stadtrecht. 1520 und 1525 wurde der Ort durch polnische Truppen verwüstet, die Burg aber vergeblich belagert.

Jüngere Geschichte

Am 7. und 8. Februar 1807 fand in der Nähe der Stadt die unentschieden beendete Schlacht bei Preußisch Eylau zwischen Napoleons Truppen und russischen Truppen unter General Graf Levin August von Bennigsen statt, welche die russischen Truppen mit Hilfe eines preußischen Kontingents unter General Anton Wilhelm von L’Estocq zwar nicht für sich entscheiden konnten, allerdings erreichten, daß Napoleon erstmals nicht als Sieger das Schlachtfeld verließ.

Die Stadt ist heute nach dem russischen General Fürst Bagration benannt, einem Teilnehmer der Schlacht. Nach der preußischen Verwaltungsreform wurde Preußisch Eylau 1819 Kreisstadt des Landkreises Preußisch Eylau. 1866 wurde der Anschluß an die Ostpreußische Südbahn vollzogen. Im Ersten Weltkrieg wurde die Stadt im August 1914 zeitweilig von russischen Truppen besetzt.

1939 hatte Preußisch Eylau 7.461 Einwohner. Als Wirtschaftsbetriebe waren eine Tuchweberei, eine Eisengießerei, die Maschinenfabrik Johnen, die Genossenschafts-Molkerei, Schadwinkels Getreidemühle und Tauliens Fassfabrik ansässig. Am 9. Februar 1945 wurde die Stadt durch die Rote Armee unter Verübung mörderischster Verbrechen besetzt. In der ehemaligen Infanteriekaserne an der Warschkeiter Chaussee bestand von Mai 1945 bis Herbst 1948 das Kriegsgefangenen- und Internierungslager 533 des NKWD für deutsche Kriegsgefangene des Zweiten Weltkriegs und Zivilpersonen.

Preußisch Eylau in der Literatur

Die Schlacht bei Preußisch Eylau von 1807 ist der Ausgangspunkt der Erzählung 1832 von Honoré de Balzac (1789–1850) geschriebenen Erzählung Le Colonel Chabert. Der Titelheld wird als Oberst unter dem französischen Feldmarschall Joachim Murat bei „Eylau“ schwer verwundet und für tot gehalten, bei „Heilsberg“ in einem Massengrab lebendig beerdigt, jedoch durch eine Heilsberger Bauersfrau gerettet.

Bekannte, in Preußisch Eylau geborene Personen