Hessen, Philipp von

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SA-Brigadeführer Philipp von Hessen

Philipp Wilhelm Prinz von Hessen-Kassel-Rumpenheim (Lebensrune.png 6. November 1896 in Schloß Rumpenheim bei Offenbach; Todesrune.png 25. Oktober 1980 in Rom) war ein deutscher Adliger aus dem Hause Hessen-Kassel, Offizier des Deutschen Heeres, Architekt und als nationalsozialistischer Politiker Oberpräsident der preußischen Provinz Hessen-Nassau sowie seit dem 9. November 1938 SA-Obergruppenführer. Da seine beiden älteren Brüder im Ersten Weltkrieg gefallen waren, wurde er nach dem Tod seines Vaters 1940 Chef der Linie Hessen-Kassel und nannte sich der Tradition der Familie gemäß Landgraf von Hessen.

Inhaltsverzeichnis

Werdegang

Ansichtskarte von Philipp Prinz von Hessen an seinen britischen Dichterfreund Siegfried Sassoon, 1923
Philipp Prinz von Hessen III.jpg

Philipp Prinz von Hessen, Leutnant a. D. und nach Notabitur bewährter Frontkämpfer des Leib-Dragoner-Regiments (2. Großherzoglich Hessisches) Nr. 24 sowie nach Studium der Kunstgeschichte und Architektur 1920–1922 an der TH in Darmstadt, einjähriges Praktikum am Kaiser-Friedrich-Museum unter Wilhelm von Bode in Berlin, später in Rom (dort kurze Zeit als Innenarchitekt aktiv), wurde am 7. Juni 1933 zum Oberpräsidenten der preußischen Provinz Hessen-Nassau mit dem Regierungssitz Kassel ernannt. Der Prinz aus dem Hause Hessen-Kassel und Neffe des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II., Enkel der Kaiserin Friedrich sowie Urenkel der Königin Viktoria war bereits seit 1930 Mitglied in der NSDAP (Mitgliedsnummer 418.991) und seit 1931 auch in der SA.

Drittes Reich

Mit dem formalen Status eines obersten Verwaltungsbeamten in den preußischen Provinzen war Prinz Philipp in erster Linie als Beauftragter der deutschen Staatsführung in diplomatischen Missionen nützlich. Das Territorium der Provinz Hessen-Nassau überschnitt sich mit den Zuständigkeitsbereichen anderer Verwaltungseinheiten, den Gauen Kurhessen unter Karl Weinrich (1887–1973) und Hessen-Nassau unter Jakob Sprenger (1884–1945).

Philipp Prinz von Hessen mit Gemahlin als neuer Oberpräsident der Provinz Hessen-Nassau, 8. Juni 1933

Hitlers Sonderbotschafter für Italien und Emissär zu Mussolini

Durch seine Ehe Schwiegersohn des italienischen Königs bewies sich der Prinz und spätere Landgraf von Hessen, der Englisch fließend und etwas Italienisch und Französisch sprach, als wertvoll in den deutsch-italienischen Vorkriegs- und Kriegszeitbeziehungen bis 1943.

„Hitlers Chef-Dolmetscher Paul Schmidt schreibt: ‚Heute früh ist der Prinz von Hessen wieder bleich, aber gefasst im Sonderflugzeug zu Mussolini geflogen‘, wurde späterhin bei uns im Amt fast routinemäßig gesagt, wenn Mussolini in letzter Minute vor irgendeinem neuen, überraschenden Einmarsch oder einer anderen Aktion auf diese Weise informiert wurde.“[1]
Philipp Prinz von Hessen (erste reihe, zweiter von rechts) und Generalleutnant Wilhelm Ritter von Leeb (ganz rechts) bei einem Reichstreffen des Reichsbundes „Volkstum und Heimat“ in Kassel 1933.

Waffenverrat Italiens

König Viktor, der im Innern die Deutschen als Volk ablehnte, und Kronprinz Umberto agierten zunehmend gegen Mussolini, aber auch gegen Deutschland. Mussolinis Rechte wurden durch die Krone zu stark beschnitten, aber, so die Einschätzung aus Deutschland, wehrte sich Mussolini nicht ausreichend. Dies sollte sich rächen.

Der König stand der Bindung an das Deutsche Reich skeptisch gegenüber. Dennoch befürwortete er im Herbst 1938 das Militärbündnis mit Deutschland, da ihm die Briten noch weniger behagten. Zu der Befreiung des Sudetenlandes sagte er:

„Ich klatsche keinen Beifall. Ich persönlich […] glaube, daß Deutschland nicht schlecht gehandelt und kein Verbrechen begangen hat, als es sich ein strategisches Pfand nahm. Es ist besser, daß sich die Deutschen nach Osten bewegen.“

Mit Verlauf des Krieges stieg in den führenden deutschen Kreisen das Mißtrauen gegenüber dem italienischen Königshaus. Parteisekretär Martin Bormann hielt am 17. Februar 1942 die Hitler-Äußerung fest:

„Die wirklichen Faschisten sind Freunde Deutschlands, aber die Hofkreise, die Aristokratenclique verabscheuen alles, was deutsch ist.“

Am 24. Juli 1943 war es dann so weit: Die Verluste im Afrikafeldzug und Tunesienfeldzug waren verheerend und die Invasion auf Sizilien tobte seit zwei Wochen, da entschloß sich der „Faschistische Große Rat“ Mussolini zu entmachten. Dies veranlaßte den König den verhaßten „Duce“ verhaften und verschleppen zu lassen, um dann Verhandlungen mit dem Feind aufzunehmen. Dieser Waffenverrat löste den „Fall Achse“ und das Unternehmen „Eiche“ aus.

Landgraf von Hessen, der kurz davor noch in Rom war und zurückgerufen wurde, befand sich am 25. Juli 1943, als die Nachricht über Mussolini eintraf, im Führerhauptquartier „Wolfsschanze“. Hitler, der den Prinzen nun mißtraute, da dieser angeblich von den Vorgängen nichts wußte (obwohl er bei früheren Besprechungen immer wieder auf die oppositionelle Haltung des Königshauses hinwies), hielt ihn weiter in seiner Nähe, befahl aber, daß ihm die deutschen Reaktionen nicht erläutert werden. Auch konnte er frei seine Gemahlin, seine Kinder und seine Mutter anrufen. Joseph Goebbels notierte am 27. Juli 1943 in sein Tagebuch:

„Prinz Philipp von Hessen, der sich im Hauptquartier befindet, soll nach Möglichkeit mit diesen Vorgängen nicht in Berührung kommen. Deshalb gibt der Führer mir den Auftrag, ihn persönlich in meine Obhut zu nehmen.“

Albert Speer erinnerte sich in der Nachkriegszeit in seinen Memoiren:

„Als der Prinz nach einigen Tagen wieder abfahren wollte, erklärte ihm Hitler unverblümt, daß er sich nicht aus dem Hauptquartier entfernen könne. Er behandelte ihn zwar weiter mit größter äußerer Höflichkeit, lud ihn zu seinen Mahlzeiten ein; aber Hitlers Umgebung, die sich vorher so gern mit einem ‚richtigen Prinzen‘ unterhalten hatte, mied ihn nun, als sei er von einer ansteckenden Krankheit befallen. […] Hitler rühmte sich noch Wochen danach, er habe frühzeitig Verdacht geschöpft, daß Prinz Philipp dem italienischen Königshaus

Nachrichten zukommen lasse. Er selbst habe ihn beobachtet und angeordnet, daß seine Telefongespräche überwacht würden; dabei sei festgestellt worden, daß er an seine Frau Nummernchiffren durchgegeben habe.“ Goebbels schrieb am 10. August 1943 in sein Tagebuch:

„Der Führer ist fest davon überzeugt, daß Prinz Philipp von Hessen über die geplanten Maßnahmen des Königs genau im Bilde gewesen ist. Er ist ein treuloser Verräter. Ehedem konnte er den Duce nicht genug in den Himmel heben; jetzt kann er ihn nicht tief genug in die Hölle verdammen. Er würde mit uns dasselbe machen, wenn er eine Möglichkeit und die Gelegenheit dazu hätte.“

Nach dem am Abend des 8. September 1943 bekannt gewordenen italienischen Waffenstillstand mit dem feind war die vorläufige Schonfrist für den Prinzen abgelaufen. Er wurde am frühen Morgen des 9. September 1943 im Führerhauptquartier verhaftet. Er hatte noch zuvor am Abendessen der Offiziere teilgenommen, danach wurde er vom SS-Gruppenführer Johann „Hans“ Rattenhuber vom Reichssicherheitsdienst abgeführt.

Im Hotel „Bachmann“ in Niederdorf erklärte sich SS-Obersturmführer Edgar Stiller (unterstützt von SS-Untersturmführer Bader) am 30. April 1945 bei einer Versammlung der über 130 Sonderhäftlinge bereit, das Kommando für den Transport niederzulegen und an die bereits alarmierte Wehrmacht abzugeben. Sein Einlenken und das Telephonat von Karl Wolff wird in der Militärgeschichte zu wenig gewürdigt.

Sonderhäftling

Vom Führerhauptquartier ging es in das KL Flossenbürg, wo er in Einzelhaft kam, ansonsten bevorzugt behandelt wurde. Dazu zählten Sport, Unterhaltung, private Kleidung, Sonderpakete und das Essen der Wachoffiziere.

Vor seiner Flucht aus Rom hatte der König Mafaldas Kinder Heinrich, Otto und Elisabeth (Moritz war Flakhelfer in Kassel) um 9 Uhr abends des 8. September durch den für das Königshaus abgestellten Polizeioffizier Nicola Marchitti in den Vatikan bringen lassen. Am 17. September erhielt der römische Polizeichef Herbert Kappler den Auftrag, den Hausdiener der Villa Polissena, Fritz Hollenberg, im Flugzeug nach Berlin zu schicken. Er solle alle Wertsachen des Prinzenpaares mitbringen. Er packte 14 Kisten, die direkt ins RSHA transportiert wurden. Am 22. September 1943 wurde Mafalda Landgräfin von Hessen-Kassel auf Befehl von Walter Schellenberg in der deutschen Botschaft in Rom verhaftet, zum Flughafen gebracht und über München zur Befragung nach Berlin geflogen. Die Kinder wurden noch am Abend des 22. September in die Villa Polissena zurückgebracht. Sie fuhren am 28. September unbehelligt mit ihrer Gouvernante nach Kronberg, wo sie bei ihrer Großmutter blieben. Die Ehefrau des SPD-Abgeordneten Rudolf Breitscheid, die mit Mafalda eine Baracke im KL Buchenwald teilte, schrieb am 14. Juli 1945 an Königin Elena:

„Ich glaube, sie wurde beschuldigt, über die Änderungen des politisches Kurses in Italien Bescheid gewußt und die deutschen Behörden darüber nicht informiert zu haben.“

Mafalda, mit dem Decknamen „Frau Weber“, gehörte in Buchenwald zu den Gefangenen mit Vorzugsbehandlung und allen Vergünstigungen. Die Landgräfin erhielt ihre private Kleidung, Paket der Familie, vom Lager eine Gefangene als Dienerin und hatte freien Postverkehr. Am 24. August 1944 wurde das Lager von Terrorfliegern der USAAF angegriffen. Die Landgräfin konnte in einen Splittergraben flüchten, in dem sie jedoch durch eine herabstürzende Mauer begraben wurde. Sie hatte eine schwere Verletzung an ihrer Schulter und Verbrennungen. Weil hunderte von Lagerinsassen verwundet und die Lazaretteinrichtungen zerstört waren, dauerte es bis zum 28. August, bis sie operiert wurde, um einen Arm zu amputieren. Drei Chirurgen wurden hinzugezogen, als klar wurde, wer sie ist. Sie starb wenig später, die Entzündung und der Fieber waren zu viel für Mafalda. Sie wurde nicht wie die anderen Opfer des Bombenterrors im Krematorium eingeäschert, sondern erhielt einen Sarg und wurde auf einem Friedhof in Weimar unter einem Kreuz bestattet.

Landgraf von Hessen wurde Mitte April 1945 von Flossenbürg in das KL Dachau verlegt, 10 Tage später sollte es gen Süden gehen.

Die „Befreiung“

Bei der Verlegung über Tirol Richtung Alpenfestung wurde Sonderhäftling Philipp Prinz von Hessen am 30. April 1945 von Einheiten der Wehrmacht befreit. Dies geschah, nachdem Oberst i. G.Bogislaw von Bonin, der mit anderen in einem Hotel unterbracht war, General der Panzertruppe Hans Röttiger (Oberkommando der Heeresgruppe C) am 29. April 1945 telefonisch erreichen konnte, der wiederum befahl Hauptmann Wichard von Alvensleben von Moos bei Sexten nach Niederdorf zu fahren, um sich unauffällig ein Bild der Lage zu verschaffen. Gemeinsam mit seinem Vetter Hauptmann Gebhard von Alvensleben entschied er sich, am nächsten Tag zu handeln.

Nach einer angespannten Konfrontation mit den SS-Bewachern befahl ihnen SS-Obergruppenführer und General der Waffen-SS Wolff telefonisch, sich zurückzuziehen, die Häftlinge der Wehrmacht zu überlassen und nach Bozen zu fahren. Die Wehrmacht mußte nun die Häftlinge (darunter Dr. Kurt Schuschnigg mit Familie, Philipp Prinz von Hessen, Bogislaw von Bonin, Hjalmar Schacht, Oberst z. V. Horst von Petersdorff, Martin Niemöller und die Generäle der Infanterie Georg Thomas sowie Alexander von Falkenhausen) beschützen: Die mörderischen italienischen Partisanen, die nach der deutschen Kapitulation versuchten, das Land unter ihre Kontrolle zu bekommen, hatten die Absicht, die prominenten Gefangenen in ihr Hauptquartier im vierzig Kilometer südlich gelegenen Cortina d'Ampezzo abzutransportieren.

Am 4. Mai 1945, zwei Tage nach der deutschen Teilkapitulation, trafen rund 170 VS-amerikanische Soldaten eines Infanterieregiments der 85. Division der 5. VS-Armee unter dem Kommando von Captain John Atwell am Pragser Wildsee ein. Die deutschen Wehrmachtsangehörigen im Hotel „Pragser Wildsee“ wurden entwaffnet und zusammen mit den beiden Hauptleuten von Alvensleben in ein Kriegsgefangenenlager abtransportiert.

Im Schlepptau der VS-Armee erschienen am 5. Mai 1945 zahlreiche Journalisten und Pressefotografen. Schon bald gingen die Schlagzeilen über die sensationellen Ereignisse in Südtirol um die Welt. An diesem Tag entstand das bis heute immer wieder kolportierte Märchen von der Befreiung der Sonder- und Sippenhäftlinge durch amerikanische Truppen, obwohl die Gefangenen in Wirklichkeit bereits am 30. April ihre Freiheit wiedererlangt hatten, als ihre SS-Bewacher unter dem Druck der Wehrmacht unter Hauptmann von Alvensleben aufgaben. Ganz im Gegenteil: Die Ankunft der VS-Amerikaner mündete für einige der Ex-Häftlinge in eine erneute Gefangenschaft, diesmal bei den Alliierten.

„Für alle war es eine Befreiung und ich glaube, daß es niemand bewußt war, daß dies für viele die Schwelle zu einer neuen und mühselig langen Gefangenschaft sein sollte.“Sigismund Payne Best, britischer Geheimagent und einer der 98 Sonder- und 37 Sippenhäftlinge (nach Namensliste ggf. 137) des RSHA aus sechzehn Nationen

Internierung

Am 8. Mai 1945 war der Zweite Weltkrieg auf Grund der Kapitulation der Wehrmacht zu Ende. An diesem Dienstag sowie am darauffolgenden Donnerstag wurden die ehemaligen Sonder- und Sippenhäftlinge von den VS-Amerikanern in zwei Gruppen vom Pragser Wildsee in das zweihundertfünfzig Kilometer entfernte Verona transportiert und von dort aus mit Militärmaschinen siebenhundert Kilometer weit nach Neapel geflogen. In Neapel wurden sie nach Nationalitäten getrennt. Deutsche, die durch ihre Rolle im Dritten Reich belastet erschienen, wurden interniert, in manchen Fällen mehrere Jahre lang. Philipp Prinz von Hessen wurde u. a. auf Capri interniert und erst 1947 entlassen.

Nachkriegszeit

Nach dem Krieg und seiner Freilassung nach vier Jahren Lagerhaft ließ sich Philipp in Kronberg im Taunus nieder. Er bezog einen Turm der Burg, nahe dem Friedhof, wohin er 1951 die sterblichen Überreste Mafaldas aus Weimar bringen ließ.

Tod

Philipp von Hessen verstarb am 25. Oktober 1980 in Rom, wo er immer einige Monate im Jahr in der Villa Polissena verbrachte.

Familie

Mafalda Maria Elisabetta Anna Romana von Savoyen

Philipp war der Sohn von Friedrich Karl Ludwig Konstantin Landgraf von Hessen-Kassel-Rumpenheim und nach deutscher Beteiligung am Finnischen Bürgerkrieg am 9. Oktober 1918 bis zur Abdankung am 14. Dezember 1918 König von Finnland (1868–1940) und der Margarethe Beatrice Feodora, geb. von Hohenzollern, Prinzessin von Preußen (1872–1954), der Tochter des Hundert-Tage-Kaisers Friedrich III. Seine Eltern waren beide ab 1938 Mitglied der NSDAP. Er hatte fünf Geschwister, wobei Wolfgang sein Zwilling und Christoph und Richard ebenfalls Zwillinge waren:

  • Friedrich „Fri“ Wilhelm Sigismund von Hessen (1893–1916), gefallen als Leutnant beim Thüringischen Ulanen-Regiment Nr. 6 in Rumänien (im Nahkampf bei Curu Orman)
    • Friedrich galt als der Liebling des Vaters, ein Kavalier und Vorbild an Ehre und Heldenmut[2]
  • Maximilian „Max“ Friedrich Wilhelm Georg von Hessen (1894–1914), gefallen als Leutnant beim Leib-Dragoner-Regiment (2. Großherzoglich Hessisches) Nr. 24 in Flandern
    • Max galt als der Liebling der Mutter; Fri und Max wurden in der Familiengrabstätte auf Burg Kronberg beigesetzt, ihre Mutter ging viele Jahre beinahe täglich zu Fuß von Schloß Friedrichsdorf auf die Burg, um die Gräber ihrer Söhne zu besuchen.
  • Wolfgang von Hessen (1896–1989) ⚭ Marie Alexandra Prinzessin von Baden (Todesrune.png 29. Januar 1944 in Frankfurt am Main als Opfer des Bombenterrors ) ⚭ 1948 Ottilie Möller (1903–1991)
    • Oberleutnant beim Thüringischen Ulanen-Regiment Nr. 6 im Großen Krieg, Bankhauspraktikum in den VSA (Neuyork; mit dem Pseudonym Wolfgang Wildhof),, SA-Führer, schon im September 1932 zum SA-Oberführer befördert, zuletzt Major des Heeres im Zweiten Weltkrieg
  • Christoph Ernst August von Hessen (1901–1943), gefallen in Italien, ⚭ Sophie Prinzessin von Griechenland (seit 1938 Mitglied der NS-Frauenschaft)
  • Richard Wilhelm Leopold von Hessen (1901–1969)
    • NSKK-Obergruppenführer und Präsident der Deutschen Verkehrswacht

Ihr entfernter Vetter Wilhelm Ernst Alexis Hermann Prinz und Landgraf von Hessen-Philippsthal-Barchfeld (Lebensrune.png 1. März 1905 in Rotenburg) war wie Christoph von Hessen begeisterter Angehöriger der Reiter-SS (seit 20. April 1935 SS-Hauptsturmführer; SS-Nr.: 52.711). Er fiel am 30. April 1942 als Hauptmann und Kompanieführer in einem Schützenregiment an der Ostfront bei Wyschegory.

Ehe und Kinder

Philipp Prinz von Hessen heiratete am 23. September 1925 seine Verlobte Mafalda Maria Elisabetta Anna Romana Prinzessin von Savoyen, eine Tochter des italienischen Königs Viktor Emanuel III., den schon Wilhelm II. mißtraute, Hitler und Mussolini ebenso. Aus der Ehe sind vier Kinder entsprossen:

  • Moritz Friedrich Karl Emmanuel Humbert Prinz und Landgraf von Hessen (1926–2013), ⚭ Tatiana Prinzessin zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg (Lebensrune.png 1940)
  • Heinrich Wilhelm Konstantin Victor Franz Prinz und Landgraf von Hessen (1927–1999)
  • Otto Adolf Prinz und Landgraf von Hessen (1937–1998), ⚭ Elisabeth Bönker (1944–2013)
  • Elisabeth Margarethe Elena Johanna Maria Jolanda Polyxene Prinzessin von Hessen-Kassel (Lebensrune.png 1940), ⚭ 1962 mit Friedrich Carl Graf von Oppersdorff (1925–1985)

Bildergalerie

Auszeichnungen und Ehrungen (Auszug)

Philipp Landgraf von Hessen war hochdekoriert und Inhaber zahlreicher, auch höchster Orden und Ehrenzeichen des In- und Auslandes, die er jedoch nur zu den wichtigsten Anlässen trug, ansonsten begnügte er sich mit dem Eisernen Kreuz I. Klasse, auf die er sehr stolz war, dem goldenen Parteiabzeichen und einer imposanten Bandspange.

Fußnoten

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