Egalitarismus

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Der Egalitarismus (wörtl. „Gleichschaltungs-“ oder „Egalheitsideologie“ von franz. égalitaire „gleichmachend, gleichmacherisch“ aus lat. aequālitās „Gleichheit, Gleichförmigkeit“ aus lat. aequāre „gleichmachen, gleichstellen, abplatten“) bezeichnet zunächst eine ethische, politische, ökonomische oder sozialpolitische Position, die vorgeblich durch Herstellung von „Gleichheit“ die „Widersprüche“ innerhalb eines Volkes auflösen könne. Zur Herstellung von „Gleichheit“ wurden und werden verschiedene Forderungen zugleich oder einzeln erhoben, so z. B. politische Gleichheit (Befürwortung der Demokratie, Ablehnung des aristokratischen bzw. elitären Gedankens), Gleichheit des persönlichen Besitzes (durch Konfiskation des Besitzes der Wohlhabenderen zugunsten der weniger Vermögenden) und Gleichheit der Chancen[1] (durch Abschaffung vorhandener Privilegien).

In neuerer Zeit wird der Terminus Egalitarismus auch in bezug auf das Geschlecht (→ Feminismus bzw. Genderwahn) – also im Sinne einer Ableugnung von angeborenen Geschlechterdifferenzen – verwendet. Daraus leitet sich die Gleichstellungspolitik ab.

Zum linken Konzept des Egalitarismus zählen auch die kulturrelativistischen Anschauungen, denen zufolge „alle Kulturen“ und alle Rassen (soweit die Tatsache von Rassen nicht überhaupt geleugnet wird) gleichwertig seien. Dieses realitätsfremde Dogma wird vorrangig als Hebel benutzt, um europäische, deutsche und heimatbezogene Werte, Traditionen und Gewohnheitsrechte zu delegitimieren und zu zerstören. Es handelt sich beim Kulturrelativismus nicht um ein substanzielles Prinzip, sondern um eine leere Behauptung, die – im Sinne einer permanenten Revolution – jede Art von Haltung und Rückgrat als etwas zu Zerstörendes etikettiert (→ Einheitsmensch).

Natur – die große Ungleiche

Außerhalb der Mathematik – also außerhalb der Analyse abstrakter Größen – haben konkrete Größen stets Unschärfen, Ungleichgewichte und Ungleichheiten an sich, die einer gedachten „Gleichheit“ (und damit auch jeder praktizierten „Gleichbehandlung“) konstant entgegenstehen. So, wie evolutionäre Selektion überall an der unscheinbarsten Ungleichheit ansetzt, so widerstreitet jede der greifbaren Ungleichheiten dem Begriff einer „humanen“ Gleichheit. Bei jeder Kollision von Begriff und Wirklichkeit müßte folglich der Begriff (einer abstrakten Gleichheit von was auch immer) Schaden nehmen an den tatsächlichen Unebenheiten, den Unwuchten und Besonderheiten der realen Dinge, der Menschen oder der Ereignisse.

Es gehört also ein gehöriges Maß ideologischen Willens dazu, gegen jede Realität an „Gleichheit“ (etwa als moralischem Maßstab für Rechte und Ansprüche) festzuhalten. Gäbe es nicht jahrtausendealte Vorprägungen innerhalb der Kultur, an gewissen nützlichen Fiktionen unter allen Umständen festzuhalten, dann müßte man die entsprechenden Beteuerungen allesamt unter „Lüge“ und „Heuchelei“ rubrizieren.

In einem speziellen Sinn definieren die europäisch-neuzeitlichen Gleichheitslehren der Politik und der Gesellschaftstheorie selber eine fundamentale Ungleichheit: Wenn ein zivilisatorischer Angriff gegen jede Art von Ungleichheit real verwirklicht wird (wenn also politische, einkommensmäßige, sexuelle, geschlechtliche, bauliche, kleidungsmäßige, geistig-intellektuelle, begabungsmäßige Ungleichheit einmal vollständig bereinigt ist), dann steht einer solchen krebswucherungsartigen „Zivilisation“ zuletzt die Natur selber als die große Ungleiche gegenüber. Unmäßige Naturzerstörung, Naturverarmung und Naturvernichtung sind denn auch Hauptkennzeichen jenes zivilisatorischen Modernismus der jüngeren Neuzeit, der so erpicht darauf ist, nur mehr Gleichheit total und Gleichheit absolut als einzigen Maßstab von Zivilisation gelten zu lassen.

Egalitarismus als Zielsetzung

Kennzeichnend für egalitäres Denken ist ein unablässiges Changieren zwischen der Feststellung, was der Fall ist und der Forderung, was sein solle. Politische Diskurse um die Egalisierung herum verschwimmen deshalb oft in einer Art Ungreifbarkeit. Faktisch sind alle Menschen ungleich, und alle Institutionen behandeln alle Menschen als Ungleiche. Der Außendarstellung nach bestehen dieselben Institutionen oftmals jedoch energisch darauf, daß sie nichts als „Gleichstellung“ und „Gleichbehandlung“ praktizieren. Alain de Benoist beschrieb Egalitarismus einmal als diejenige Ideologie, die herbeiführe, was sie als ein längst Existierendes deklariert habe – eben Gleichheit.

Der Egalitarismus fordert – als eines seiner wichtigsten Ziele – eine durch Erziehung allgemein in der breiten Masse zu verankernde Weltanschauung, welche eine angeblich a priori gegebene moralische und intellektuelle Gleichheit aller Menschen lehrt. Der wichtigste Lehrsatz des Egalitarismus lautet: „Jeder kann alles lernen“. Der Egalitarismus lehnt (durchaus folgerichtig) den Elite-Begriff ab. Eine Einsetzung ausgewählter Universitäten in der BRD als „Elite-Einrichtungen“ erfolgt jetzt – und neuerdings erst – gegen den Widerstand eines halben Jahrhunderts, währenddessen „Elite“ ein Schamwort und ein Unwort gewesen ist.

Auch den Genie-Begriff lehnen Vertreter des Egalitarismus kategorisch ab (als falschverstandenes Phänomen einer „sozialen Konstruktion von Unterschieden“). Egalitarismus ist bestrebt, Verhältnisse herzustellen, in denen Tüchtigkeit bestraft wird (per Steuerrecht zum Beispiel) und jegliche Art von Minderwertigkeit belohnt. In der „nivellierten Angestelltengesellschaft“ dient dem Egalitarismus eine floskelhafte Ideologie der sogenannten „flachen Hierarchien“ dazu, die eigene ideologische Weltfremdheit wirksam zu verdecken.

Wie ist die Macht der egalitären Denkweise entstanden?

Die unzutreffende These von der „Gleichheit aller Menschen von Geburt an“ ist Grundlage des Internationalismus und der Eine-Welt-Ideologie. Es ist nicht ohne weiteres klar, woher die Durchschlagskraft dieser Ideologie überhaupt stammt. Menschen wollen ja als Ungleiche behandelt werden, gemäß dem für sie selbst und für die Ihrigen wichtigen Besonderheiten, auch gemäß den mühsam erarbeiteten Gewohnheitsrechten. Wer seine Arbeit gut macht, will nichts von Einheitslohn hören. Wer lange brauchte, sich Vorrechte zu erkämpfen, will eigentlich nicht hören, daß überhaupt alle immer schon dieselben Rechte gehabt hätten.

Der Einfluß des jüdischen Habitus

Im Zusammenhang mit der Entstehung der egalitären Ideologie waren nicht zuletzt gewisse mosaische Umstände ursächlich wirksam: Für Juden gibt es grundsätzlich und ausnahmslos keine „hochwohlgeborenen“ Menschen. Nach jüdischer (biblisch beglaubigter) religiöser Auffassung, sind Juden ein „heiliges Volk“. Unablässig schwer bestraft von ihrem Gott Jahwe, aber eben „auserwählt“, „heilig“ zu sein und Volk dieses Gottes (tatsächlich dessen Eigentum) zu sein.

Das aristokratische Prinzip jedoch – eine wesentliche Kraftquelle der europäischen Zivilisation und des in Europa beheimateten Menschentypus – ist Juden zuwider und bietet ihnen Anlaß für ausgelassenen Spott. So sind folglich auch die biblischen – dort so genannten – „Könige“ in Wahrheit allenfalls Stammesälteste, die (man lese die Quellen im Alten Testament daraufhin neu) stets und regelmäßig zusammenzucken vor Drohworten und Strafankündigungen von Priestern und „Richtern“. Ein aristokratischer Habitus bei diesen sogenannten „Königen“ ist den Schilderungen des Pentateuch in allen Jahrhunderten gänzlich fremd. Das aber hat alles nun nichts und weniger als nichts mit unseren europäischen Vorstellungen von einem freien, stolzen und vornehmen Auftreten und Selbstverständnis des Edelmannes zu tun. Wenngleich also unleugbar in der Bibel das Wort „König“ fällt, bezieht es sich dort doch nie auf Vorkämpfer (vielmehr kämpft Jahwe typischerweise stellvertretend in den biblischen Kriegen „seines“ Volks), sondern stets auf „Älteste“, die im Zelt auf die Beute „warten“!

„Emanzipierte“ Juden

Libertäre, vom Glauben abgefallene Juden trugen nun dieses gänzliche Unverständnis für aristokratische Distanz und aristokratische Distinktion in die (in der Neuzeit entstehenden) urbanen Zentren Europas und deren bürgerliche und Patriziermilieus hinein. Ein stiller, mühsamer Sickerprozeß, dessen rapidester Durchbruch ohne Zweifel die vom General der französischen Revolutionstruppen, Napoleon Bonaparte, gesetzlich verfügte „Juden-Emanzipation“ war. Juden wollten dabeisein, sie wollten mittendrin sein, Achtbarkeit genießen. Was beispielsweise Russen oder Friesen sich bloß dabei denken, in die Einöde zu wandern und in der Einöde zu siedeln, ist Juden ganz und gar unbegreiflich. Juden bewegten sich dagegen schon seit je immer nur strikt von Stadt zu Stadt.

Verschworene Juden

Ein weiterer Faktor – der zur Entstehung eines machtvollen Egalitarismus als einem gesellschaftlichen, moralischen und politischen Faktor in der jüngeren europäischen Geschichte beigetragen hat – ist das tatsächliche Sozialverhalten orthodoxer Juden. Ihr tatsächliches Sozialverhalten ist verschwörerisch. Orthodoxe Juden begegnen sich untereinander als „Gleiche“ in einer feindlichen Umgebung, in der sie gleichwohl Fernhandel oder Geldhandel abwickeln (und sich dabei viele Zeichen ausgedacht haben, wie man Fremden gegenüber seine Verachtung auslebt und sie zugleich verbirgt). In einer völlig fremden Stadt, in der einer die neue Sprache noch nicht einmal versteht, schon durch bloße Gemeindezugehörigkeit kreditwürdig zu sein, das ist ein prompter Selektionsvorteil, den kaum ein Einheimischer sich erwerben kann (er braucht Stadtrecht dazu und drei Generationen harter Arbeit einer Familie), es sei denn als Zunftzugehöriger.

Der unterschiedslose – und in diesem Sinne „gleiche“ – Affekt orthodoxer Juden, jeglichen Militärdienst kategorisch abzulehnen, jegliche soldatische Ehre, jeglichen Stolz, das Land der Väter zu verteidigen, als glaubensfremde Zumutung zurückzuweisen, vervielfacht die bereits vorhandenen Selektionsvorteile einer verschworenen, auf Schrifttradition bezogenen Gemeinschaft – gegenüber der in verzweifelten Lebenskämpfen stehenden europäischen völkischen Umgebung – nochmals. (Es ist klar, daß seit 1948 – also seit der Gründung des Staates Israel – tiefe Konflikte aufbrechen mußten zwischen einem staatsdistanzierten Diaspora-Judentum einerseits und einem nationalistisch-staatsbewußten Zionismus andererseits. Diese historisch neue Konfliktlage hält an und gewinnt bis heute permanent an innerer Spannung – zusätzlich zu den allfälligen Mißhelligkeiten, die der orthodox-jüdische Habitus ohnehin stets erzeugt.)

Rousseau, der christliche Egalitäre

Aus alldem bildet sich der jüngere politische Egalitarismus heraus. Ein christlicher Schwärmer wie Jean-Jacques Rousseau (1712–1778) tut seinen Teil dazu mit der Behauptung, Urmenschen hätten keine „Zäune“ und keine „Grenzen“ gekannt. (Das ist zwar Unfug, denn alle Säugetiere haben ein sogar deutlich ausgeprägtes Territorialverhalten und unzählige feste Revier-Instinkte, Menschen eher noch deutlicher als andere Säugetiere, aber Rousseau wurde fast zweihundert Jahre lang aufs Wort geglaubt.)

Ein Schadensbefund

Der VS-amerikanische „way of life“ und die sowjetische Kommandowirtschaft sind die zwei Großideologien und Machtblöcke, die den zivilisatorischen Machtanspruch der europäischen Weltkolonisation beerbt haben. Das eine System ist 1989/90 zusammengebrochen (bei Weiterwucherung seiner Ideenwelt in kontaminierten Kulturkreisen). Und das andere System hat die eigene Paradoxie zum Exzeß vergrößert, nämlich einerseits rechtliche Gleichheit auch in den Zwangsformen einer Ergebnisgleichheit und einer rassischen Zwangsdurchmischung von Firmen und Institutionen durchzusetzen, andererseits aber jeglichen gesellschaftlichen Austausch auf die radikale Einkommensungleichheit ultra-kapitalistischer Verhältnisse zu fundieren. So stehen sich in einem solchen Staat rechtlich-formell „gleiche“ Bürger gegenüber als radikal wesensverschiedene Konsumenten, die gänzlich getrennte Konsumwelten bevölkern. Diese egalisierten Bürger tun auch selber alles, um als Konsumenten sich einen exklusiv-ungleichen Lebensraum zu schaffen, den der beim Kapitalerwerb verdrängte oder gescheiterte andere „Gleiche“ noch nicht einmal betreten darf.

Auf Europa bezogen läßt sich sagen: Opfer des Egalitarismus sind heute vor allem die vielen Eigenheiten und eigentümlichen Stärken und Besonderheiten der Völker Europas. Rassen sind immer Träger von Ideen. Und daß die Europäer unserer Tage von kulturkreisfremden Ideen an den Rand der Ausrottung geführt werden (→ Volkstod), läßt sich eigentlich kaum abstreiten.

Eine Konsequenz der egalitären Ideologie ist es, daß Europäer nicht mehr erkennen, wie wichtig es ist, daß einer zu seinem Volk und zu seiner Rasse steht (→ Rassebewußtsein). Gesellschaftlich wird nicht mehr zwischen Fremden und den eigenen, alteingesessenen Leuten unterschieden – auch bei der Sexualpartnerwahl und der Vergabe von Arbeitsstellen und Sozialleistungen nicht. Die tiefinnerliche Zersetzung aber, die daraus erwachsen muß, sehen die Anhänger des Egalitarismus gar nicht oder nur verschwommen. Was eigentlich verloren geht und zerstört wird in dem von ihnen veranstalteten Umwälzungsterror (→ Überfremdung) – das wahrzunehmen fehlt den Anhängern des Egalitarismus jedes Gespür und vielleicht auch die Begabung.

Zitate

  • „Man soll die Stimmen wägen und nicht zählen; . /. Der Staat muß untergehn, früh oder spät, ./. Wo Mehrheit siegt und Unverstand entscheidet.“Friedrich Schiller: Demetrius (Figur: Fürst Leo Sapieha)
  • „Daher kommt, wie unser moralischer, so auch unser intellektueller Werth nicht von außen in uns, sondern geht aus der Tiefe unsers eigenen Wesens hervor, und können keine Pestalozzische Erziehungskünste aus einem geborenen Tropf einen denkenden Menschen machen: nie! er ist als Tropf geboren und muß als Tropf sterben.“Arthur Schopenhauer[2]
  • „Egalitarismus ist der am giftigsten falsche und zerstörerische Mythos, der uns jemals übergestülpt wurde. Obwohl er der oberflächlichsten Beobachtung der wirklichen Welt widerspricht, entfaltet der Egalitarismus seine destruktive Macht, indem er Niedrige, Neidische, mit Ressentiments Geladene in seinen Bann zieht. Er sagt zu den Verlierern, zu den Faulpelzen, zu den Dumpfen, den Wenigbegabten und Einfallslosen: ‚Dir gebührt alles wie dem Erfolgreichen – Du bist genauso stark und tüchtig, genauso intelligent und schöpferisch, genauso phantasivoll und energisch, genauso mutig und ein Könner, genauso schön und auf jede Weise bewundernswert. Der einzige Grund, warum Du nicht erfolgreich bist und der Andere es ist, ist, daß man Dich betrogen und ihm eine unfaire Chance gegeben hat.‘“William Pierce[3]
  • „Die christliche Gleichheitslehre mit ihren heutigen Ablegern im Liberalismus und Marxismus ist die Hauptursache des sogenannten Antirassismus und Selbsthasses und der heutigen Mischlings-Multikultigesellschaft. Es ist nutzlos, irgendwelches Rassenbewußtsein oder Volksbewußtsein zu beleben und uns gegen massive Einwanderung der Nichteuropäer zu wehren, ohne zunächst das Erbe des Christentums zu bekämpfen und zu entfernen.“Tomislav Sunic[4]
  • „Kein tüchtiger Knecht denkt daran, den Bauern als seinesgleichen zu betrachten, und jeder Vorarbeiter, der etwas leistet, verbittet sich den Ton der Gleichheit von seiten ungelernter Arbeiter. Das ist das natürliche Empfinden menschlicher Verhältnisse. ‚Gleiche Rechte‘ sind wider die Natur, sind die Zeichen der Entartung altgewordener Gesellschaften, sind der Beginn ihres unaufhaltsamen Zerfalls. Es ist intellektuelle Dummheit, den durch Jahrhunderte herangewachsenen und durch Tradition gefestigten Bau der Gesellschaft durch etwas anderes ersetzen zu wollen. Man ersetzt das Leben nicht durch etwas anderes. Auf das Leben folgt nur der Tod.“Oswald Spengler[5]
  • „Zudem liegt es in der Natur, daß in Verbindung gebrachte ungleichartige Theile einander gegenseitig abstoßen, unablässig nach Absonderung streben und dadurch dem Ganzen, dessen Theile sie geworden, stets mit Auflösung drohen. Darum ist das Gleichmachen einer der ersten Grundsätze in dem Plane des Welteroberers.“Paul Johann Anselm Ritter von Feuerbach[6]
  • „Zu Norbert Bolz›Diskurs über die Ungleichheit‹ ist eine Fußnote anzubringen. Natürlich war bei einem solchen Thema der Rückgang auf Tocquevilles Amerika-Buch unentbehrlich, und Bolz absolviert das Pensum wie gewohnt glänzend. Es fehlt nur die weitere Herleitung des Egalitarismus aus der Theologie. Ich vermisse den Hinweis, daß der Gedanke an die radikale Gleichheit als gemeinsame Verlegenheit der Sterblichen vor dem Unmöglichen entstanden ist. Aus dem scholastischen Satz: ‚Inter finitum et infinitum non est proportio‘ [dt.: „Zwischen dem Endlichen und dem Unendlichen besteht kein Gleichmaß“], folgt die spirituell-politische These, nach der alle endlichen Werte, größere wie kleinere, im (Un)Verhältnis zum Unendlichen gleich groß sind. Aus dieser Sicht war Egalitarismus zuerst nichts anderes als angewandte Mathematik. Christliche Demokratie – die humane Gemeinschaft von Königen und Bettlern – begann im Mittelalter als moralische Folgerung aus theo-mathematischem Denken.“Peter Sloterdijk[7]
  • „Was egalité in einer praktischen Situation bedeuten kann, geht aus einer Kleinnachricht der französischen Zeitungen hervor, wonach man bei einem Besuch von Präsident Sarkozy in einer Fabrik in Saligny dieser Tage dafür Sorge trug, keine Arbeiter um ihn herum auftreten zu lassen, die ihn an Körpergröße überragt hätten. Das wäre ein Detail für die Lokalsatire geblieben, wären nicht nationale Zeitungen auf das Thema aufgesprungen. Die wollten es nicht hinnehmen, daß man dem in Formatfragen empfindlichen Staatsoberhaupt eine ihm angepaßte Umgebung zugesellte – wahrscheinlich das erste Mal, daß Blätter der französischen Linken sich gegen die Diskriminierung der Größeren ins Zeug legen.“ — Peter Sloterdijk[8]
  • „Auf der Rechten finden wir jene, die das Heil in der Wiederherstellung kleiner, homogenerer menschlicher Einheiten suchen, in welchen die Psychologie des doppelten Verhaltenskodex wieder ungehemmt wirken kann; zumindest aber wehren sie sich gegen jene Einflüsse, die auf die Schaffung noch größerer und noch heterogenerer politischer Einheiten hinstreben, deren letzte Konsequenz die Gründung eines Weltstaats ist. Unter den Vertretern der Linken ragen Individuen heraus, bei denen der Intellekt sich auf Kosten des Instinkts einseitig entwickelt hat und die das Heil in einer imaginären Welt suchen, wo alle Völker gleich, ja ununterscheidbar sind und wo das Erbe der Menschheit, der doppelte Verhaltenskodex, einem einfachen Kodex weicht, jenem der allumfassenden Freundschaft und Brüderlichkeit. So wird ein Konflikt, der in der Seele des Einzelnen entstanden ist, auf die Gesellschaft als Ganzes verlagert, und zwar in einem Ausmaß, daß dadurch ganze Familien auseinandergerissen werden. Diese Situation kann jede kleine fremdstämmige Minderheit dann zu ihrem eigenen Nutzen ausschlachten. Wie sich dies alles in den kommenden Jahren entwickeln wird, wissen wir nicht, doch können wir klar erkennen, daß die psychologischen Störungen, die sich aus den Bestrebungen zur Einführung eines einfachen Kodex der allgemeinen Freundschaft und Gleichheit bei einer genetisch auf den doppelten Verhaltenskodex programmierten Menschheit ergeben, zu einer seelischen Erkrankung führen, welche das moralische und politische Potential der westlichen Völker überall verkümmern läßt und ideale Bedingungen für eine kleine jüdische Minderheit schafft, die, in der Zerstreuung geeint, ihren eigenen doppelten Verhaltenskodex eifersüchtig wahrt“.Ivor Benson[9]

Siehe auch

Literatur

  • Tomislav Sunic: Against Democracy and Equality. The European New Right. Verlag Arktos, ISBN 9781907166259 (engl.); Inhaltsübersicht [1]
  • Matthew Battaglioli: The Consequences of Equality, Arktos Media Ltd., Kindle Edition, 2016 [E-Book]
  • Alex Kurtagić: Warum Konservative immer verlieren. Edition Antaios, Reihe kaplaken, Bd. 35, Schnellroda 2013, ISBN 978-3-944422-35-0
  • Jan Mahnert: Demokratie und Homokratismus – Wie die Gleichheitsideologie der Menschenrechte die Demokratie und die Völker bedroht, Genius Edition, Bd. 3, Wien 2011, ISBN 978-3-9502238-2-8 [176 S.]
  • Alain de Benoist: Totalitarismus. Kommunismus und Nationalsozialismus – die andere Moderne. 1917–1989. Aus dem Französischen von Claude Michel. Mit einem Vorwort von Ernst Nolte, Verlag Junge Freiheit, Berlin 2001, ISBN 3-929886-08-1
  • Jason Brennan: Gegen Demokratie. Warum wir die Politik nicht den Unvernünftigen überlassen dürfen; aus dem Amerikanischen von Stephan Gebauer; Ullstein, Berlin 2017, ISBN 978-3-550-08156-9 [464 S.]
  • Günter Ederer:
    • Träum weiter, Deutschland! Politisch korrekt gegen die Wand; Eichborn Verlag, Frankfurt am Main 2011, ISBN 978-3-8218-6540-9
    • Die Sehnsucht nach einer verlogenen Welt. Unsere Angst vor Freiheit, Markt und Eigenverantwortung. Über Gutmenschen und andere Scheinheilige; 2. Auflage, Bertelsmann, München 2000, ISBN 3-570-00432-5
  • Hans Domizlaff: Die Geburtsfehler der Demokratie als Herrschaftsform (PDF-Datei)
  • Richard Lynn / Tatu Vanhanen: IQ and Global Inequality, 2006, ISBN 978-1593680244 [402 S.]
  • Jean Philippe Rushton / Helmuth Nyborg: Race and Sex Differences in Intelligence and Personality: A Tribute to Richard Lynn at 80, Ulster Institute for Social Research, 2013, ISBN 978-0957391338 [370 S.]
  • Richard Lynn: Race Differences in Intelligence, Washington Summit Publishers, 2nd Revised ed., 2015, ISBN 978-1593680190 [446 S.]
  • Olaf Baale: Die Verwaltungsarmee. Wie Beamte den Staat ruinieren. dtv, München 2004, ISBN 3-423-24412-7
  • Frank Böckelmann: Jargon der Weltoffenheit. Was sind unsere Werte noch wert? Edition Sonderwege bei Manuscriptum, Manuscriptum Verlagsbuchhandlung, Waltrop und Leipzig 2014, ISBN 978-3-937801-96-4

Verweise

Fußnoten

  1. Gleichheit der Chancen war eine Forderung, die der ansonsten antiegalitär ausgerichtete Nationalsozialismus ebenfalls vertrat.
  2. Arthur Schopenhauer: Aphorismen zur Lebensweisheit (Parerga und Paralipomena I, Zweiter Teilband), S. 155 (Ausgabe Diogenes 1987, ISBN 3-257-21555-X)
  3. William Pierce: Capitalism and Equality (2000). Zitat übersetzt aus dem Amerikanischen von Benutzer:Stabsdienst
  4. Tomislav Sunic: Rasse und Gestalt – unsere Identität, Text einer Rede vom 14. September 2013, Volk in Bewegung, 5/2013, S. 10–12
  5. Oswald Spengler: Jahre der Entscheidung
  6. Paul Johann Anselm Ritter von Feuerbach: Die Weltherrschaft das Grab der Menschheit, 1814, S. 18
  7. Peter Sloterdijk: Zeilen und Tage. Notizen 2008–2011, Suhrkamp Verlag, Berlin 2012, ISBN 978-3-518-42342-4, S. 168
  8. Peter Sloterdijk: Zeilen und Tage. Notizen 2008–2011. Suhrkamp Verlag, Berlin 2012, ISBN 978-3-518-42342-4, S. 286 f. [Tagebucheintrag vom 8. September 2009, Ile Rousse]
  9. Ivor Benson: Der zionistische Faktor, Dezember 2000, Seite 194