Manteuffel, Edwin Freiherr von

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Generalfeldmarschall Freiherr von Manteuffel

Karl (Carl) Rochus Edwin Freiherr von Manteuffel (auch: Carl Rochus Edwin Freiherr von Manteuffel; Lebensrune.png 24. Februar 1809 in Dresden; Todesrune.png 17. Juni 1885 in Karlsbad) war ein deutscher Offizier der Preußischen Armee, von 1857–1865 Chef des Militärkabinetts, seit 1873 Generalfeldmarschall und zuletzt Reichsstatthalter des von der französischen Annexion befreiten Reichslandes Elsaß-Lothringens.

Werdegang und Wirken

Freiherr von Manteuffel, Träger des Großkreuzes des Ordens vom Eisernen Kreuze
General der Kavallerie von Manteuffel, in: „Krieg und Sieg 1870-71“, Herausgeber Julius von Pflugk-Harttung

Zu seinem Wirken heißt es:[1]

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General-Feldmarschall Edwin Carl Rochus Frhr. v. Manteuffel, geb. den 24. Februar 1809 in Dresden, gest. den 17. Juni 1885 zu Karlsbad in Böhmen, trat 1827 im Garde-Dragoner-Regiment auf Beförderung ein und wurde 1828 zum Sekondleutnant ernannt. 1833 bis 1836 besuchte er die Allgemeine Kriegsschule, wurde 1838 als Adjutant bei dem Gouvernement von Berlin, 1839 als Adjutant bei der 2. Garde-Kavallerie-Brigade und am 28. Oktober 1840 als Adjutant bei dem Prinzen Albrecht von Preußen (Bruder König Wilhelms I.) kommandiert. Am 11. Januar 1842 erfolgte die Ernennung zum Premierleutnant, am 21. Dezember 1843 zum Rittmeister, unter Versetzung zur Adjutantur und Belassung in seiner Stellung bei dem Prinzen.

Am 18. Mai 1848 wurde von Manteuffel zum Flügeladjutanten des Königs ernannt, am 15. Oktober desselben Jahres zum Major befördert und, nachdem er zum Oberstleutnant ernannt worden war, den 1. Oktober 1853 Kommandeur des 5. Ulanen-Regiments, am 13. Juli 1854 Oberst, am 18. Dezember 1856 Kommandeur der 3. Kavallerie-Brigade und am 12. Februar 1857 Chef der Abteilung für die persönlichen Angelegenheiten im Kriegsministerium, in welcher Stellung er eine segensreiche, auf die Verjüngung des Offizierkorps der Armee gerichtete Tätigkeit entfaltet hat.

Am 22. Mai 1858 erfolgte die Ernennung zum Generalmajor und General á la suite Sr. Majestät, am 7. Januar 1861 zum Generaladjutanten, am 18. Oktober 1861 zum Generalleutnant. Am 29. Juni 1865 wurde er mit dem Oberbefehl der Truppen in den Elbherzogtümern betraut, und am 22. August 1865 Gouverneur des Herzogtums Schleswig, am 11. Juni 1866 auch Gouverneur von Holstein. Im Deutschen Bruderkrieg führte Generalleutnant von Manteuffel zuerst sein eigenes Korps (Kommandeur der kombinierten Kavallerie war Generalmajor Eduard Moritz von Flies) unter dem Oberbefehlshaber Eduard Vogel von Falckenstein, so bei der Schlacht bei Langensalza.

Am 20. Juli 1866 wurde von Manteuffel Oberbefehlshaber der Main-Armee in Vertretung des Generals Vogel von Falckenstein, Kommandierenden Generals des VII. Armeekorps, am 15. September 1866 kommandierender General in den Elbherzogtümern, am 20. September 1866 General der Kavallerie und Chef des Dragoner-Regiments Nr. 5, den 30. Oktober Kommandierender General des IX. Armeekorps und am 4. August 1868 Kommandierender General des I. Armeekorps, an dessen Spitze er 1870 in den Feldzug gegen Frankreich ging.

Am 23. Oktober wurde ihm der Oberbefehl über die Erste Armee übertragen, am 11. Januar 1871 der Oberbefehl über die Süd-Armee, am 20. Juni 1871 der Oberbefehl über die Okkupationsarmee in Frankreich nach dem Deutsch-Französischen Krieg. Am 19. September 1873 erfolgte nach Auflösung der Okkupationsarmee die Ernennung Manteuffels zum General-Feldmarschall und kommandierenden General des I. Armeekorps; am 1. Mai 1877 wurde er á la suite des 1. Garde-Dragoner-Regiments gestellt, am 23. Juli 1879 zum Kaiserlichen Statthalter in Elsaß-Lothringen und am 1. November 1879 auch zum Kommandierenden General des XV. Armeekorps ernannt. Laut A. K. O. vom 27. Januar 1889 erhielt das Dragoner-Regiment Nr. 5 für alle Zeiten den Namen Dragoner-Regiment Freiherr von Manteuffel (Rhein.) Nr. 5.

Elisabeth von Preußen

Freiherr von Manteuffel war ein treuer Bewunderer von Elisabeth von Preußen. Als sie 1873 verstarb, zählte er zu den vier adligen Marschälle, die sie noch zu Lebzeiten bestimmt hatte.

Zwölf Unteroffiziere trugen den Baldachin, der über den Leichenwagen mit acht Pferden ausgebreitet wurde. Vier Leutnants faßten die Kordons, vier Ritter des Schwarzen Adler-Ordens, Generalfeldmarschall Friedrich von Wrangel, Staatsminister Otto Theodor von Manteuffel (Vetter des Generalfeldmarschalls), General der Kavallerie Karl von der Groeben und General der Infanterie Eduard von Peucker die Zipfel des Leichentuches.

Vor dem Leichenwagen stellten sich die vier adlige Marschälle, welche die Insignien der Königen trugen: Staatsminister Alexander von Uhden, Generalfeldmarschall Karl Friedrich von Steinmetz, Generalfeldmarschall Freiherr von Manteuffel und Generalfeldmarschall Helmuth Karl Bernhard von Moltke. Neben dem Leichenwagen gingen die anderen zwölf Kammerherren, zwei Stabsoffiziere und zwölf Hauptleute. Die Kammerfrauen schritten an beiden Seiten am Oberteil des Sarges. Ihnen folgten die gegenwärtigen und anwesenden ehemaligen „Hofdamen Ihrer hochseligen Majestät“. Hinter dem Sarg gingen in Begleitung durch die obersten Hof-Chargen die ranghöchsten Neffen der Verstorbenen, Kronprinz Friedrich von Preußen und König Albrecht von Sachsen. Dann folgte eine zahlreiche, in Trauer gekleidete Menge aus allen Ständen.

Leben und Werk

Einführung in Leben und Werk:[2]

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„Auf der Siegessäule zu Berlin (...) steht unter den Bildnissen der gefeiertsten unsrer Helden auch die sinnende und energievolle Gestalt Edwins von Manteuffels (...) Geht hin und schauet zu ihm empor: er war ein Ritter ohne Furcht und Tadel, er war das Musterbild einer echten und vollen Persönlichkeit.“[3]

Auszeichnungen und Ehrungen (Auszug)

Prinz Friedrich Karl und Generalfeldmarschall Edwin Freiherr von Manteuffel

Ehrungen

Literatur

  • Karl Heinrich Keck: Das Leben des General-Feldmarschalls Edwin von Manteuffel, 1890 (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  • Elisabeth Schmitz: Edwin von Manteuffel als Quelle zur Geschichte Friedrich Wilhelms IV., 1921 (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!

Fußnoten

  1. Gerhard von Pelet-Narbonne: „Geschichte der brandenburg-preussischen Reiterei von den Zeiten des Grossen Kurfürsten bis zur Gegenwart“, Band 2, 1905, S. 397f. (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  2. Hanns von Zobeltitz: „Dreissig Lebensbilder deutscher Männer aus neuerer Zeit“, Velhagen & Klasing, 1892, S. 158ff. (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  3. Zobeltitz: „Dreissig Lebensbilder deutscher Männer aus neuerer Zeit“: Manteuffel