Elsholtz, Peter

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Peter Elsholtz (Aufnahme: 1936)

Peter Ludwig Wilhelm Elsholtz (Lebensrune.png 20. Oktober 1907 in Berlin; Todesrune.png 30. August 1977 ebenda) war ein deutscher Schauspieler, Regisseur und Synchronsprecher.

Leben

Das Meer war Peters wilder Spielgefährte und der ehrwurdige Herr Pastor sein Schulmeister, der seines Zöglings mathematisches Wissen mit „gut“ beurteilte. Die Romantik der letzten Segelschiffe und die Sehnsucht nach der fernen, fremden Welt ließen den Wunsch in Peter wach werden, zur See zu fahren. Ein Schulschiff hat ihn über das weite Meer bis nach Südamerika getragen. — Dann kam der blutjunge Seemann nach Berlin — Landurlaub, ging eines Abends wiegenden Schrittes ins Theater, und dort durfte er — durch die Vermittlung eines Bekannten — an den folgenden Tagen ungestört hinter die Kulissen schauen, und Peter, der bisher nur salzige Seeluft geschmeckt hatte, war von der unnennbaren Atmosphäre eines Bühnenhauses gefangen; er der bisher dem Toben des Sturms gelauscht hatte, hörte auf den Proben das herrliche Organ großer Künstler unsterbliche Verse sprechen. Da schlug ihn diese bunte Welt und ihre Romantik in ihren Bann — Peter Elsholtz wollte Schauspieler werden. „Wenn sie dich nehmen“, meinte die Mutter. Nun, er wurde in die Schauspielschule des „Deutschen Theaters“ aufgenommen, nachdem er Hilpert vorgesprochen hatte.

Nach der Theaterschule war die erste Station Wien, „Deutsches Volkstheater“. Darauf ging er auf drei Jahre nach München zu Falckenberg an die Kammerspiele als jugendlicher Charakterspieler und spielte in einem Ensemble, dem Rühmann, Bard, Liebeneiner, Dohm, Drews angehörten. Zwischendurch war er als Franz Moor Gast in Wien und in Berlin als Marius im „Goldenen Anker“ und in „Voruntersuchung“ der Walter Bienert.

Es sah ihn Detlef Sierck, zu jener Zeit noch Direktor des „Alten Theaters“ in Leipzig, und schloß mit Elsholtz einen Gastvertrag auf einen Monat, daraus wurde ein Engagement auf zwölf Monate und schließlich auf drei Jahre. In diese Zeit fallen Gastspielabstecher nach Stuttgart, nach Köln als Gegenspieler von Eugen Klöpfer in „Job der Deutsche“ bei den nationalen Festspielen; in Berlin spielt er in „Die endlose Straße“ und in „Jedermann“, dann wirkte er in den Heidelberger Reichsfestspielen in „Sommernachtstraum“, „Götz“ und „Deutsche Passion“ mit. Die letzte Station war Königsberg — und damit nahm eine zehnjährige Bühnentätigkeit vorläufig ihr Ende. Seit Beginn 1936 lebte Peter Elsholtz in Berlin, und während man ihn noch im Rundfunk hörte, hatte er bereits für die Tonfilmkamera eine Probeaufnahme von ihm gemacht. Die Empfehlungen von Männern im Film, die Elsholtz vom Theater her schätzten, aus dem sie selbst hervorgegangen waren, hatten ihm die Chance dieser ersten Filmaufnahme ermöglicht. Elsholtz gefiel — der erfolgreiche Bühnenschauspieler bestätigte sich auch vor Kamera und Mikrophon. In „Schlußakkord“ sah man ihn erstenmal im Film, dann folgten „Schloß in Flandern“ und „Ritt in die Freiheit“. Waren es auch nur kleine Rollen, so führten sie doch zu einem Engagement in dem Film „Truxa“, in dem er der echte „Truxa“ war, während Hannes Stelzer den Artisten spielte, der sich für Truxa ausgibt.

Danach stand Elsholtz auf der Bühne des „Komödienhauses“ in Berlin in dem Paul Kemp–Stück „Der gutmütige Mann“. Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs war der Schauspieler ein gefragter Interpret unterschiedlich großer Nebenrollen. Nach dem Krieg filmte Elsholtz nur noch selten, stattdessen widmete er sich als Regisseur der Synchronarbeit. Peter Elsholtz war der Vater des Schauspielers und Synchronsprechers Arne Elsholtz (geb. 1944).

Filmographie

Regie
  • 1947: Zauberei - Zauberei
  • 1951: Milch für Dich
  • 1951: Ein guter Rat - Ihr Gewinn
Darsteller
Synchronsprecher
  • 1958: Die Lange Nacht
  • 1951: African Queen
  • 1954: Vera Cruz
  • 1954: Schachmatt
  • 1954: Gewehre für Bengali
  • 1955: Der Mann aus Laramie
  • 1956: In 80 Tagen um die Welt
  • 1956: Der Hofnarr
  • 1956: Das Geheimnis der fünf Gräber
  • 1959: Unser Mann in Havanna
  • 1960: Land der tausend Abenteuer
  • 1960: Die letzte Fahrt der Bismarck
  • 1960: Das Schwert des Robin Hood
  • 1961: Freud
  • 1961: Der Bürotrottel
  • 1963: Das Schwert des Königs
  • 1963: Cleopatra
  • 1964: Das Schwert des Ali Baba
  • 1965: L - Der Lautlose
  • 1965: Agenten lassen bitten
  • 1966: Drei auf einer Couch
  • 1966: Khartoum - Der Aufstand am Nil
  • 1967: Die Schwarze 13

Literatur