Angriff der Alliierten auf Nimwegen 1944

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Die Nimwegener Altstadt nach dem Angriff der Alliierten im Jahr 1944, im Hintergrund die Waalbrücke

Der Angriff der Alliierten auf Nimwegen vom 22. Februar 1944 gehört zu den gewaltsamsten Angriffen auf niederdeutsche Städte während des Zweiten Weltkrieges. Mit angegriffen wurden am gleichen Tage die Städte Deventer, Enscheid und Arnheim.

Geschichte

In Nimwegen starben ungefähr 800 Personen, unter ihnen etwa 20 reichsdeutsche Soldaten und die 24 Kinder von Nimwegen, sowie acht Geistlichen des Sankt-Ludwig Klosters. Es gab ungefähr 2.000 Verwundete. Die Altstadt wurde zum größten Teil in Schutt und Asche gelegt. Die historische König-Orgel der Stephanuskirche blieb von der Zerstörung verschont, da sie wegen der Befürchtungen vor einem Angriff bereits zuvor abgebaut und in einen anderen Stadtteil umgelagert worden war.

Über viele Nachkriegsjahre hinweg wurde entweder über den Angriff nicht geredet, oder es wurde behauptet, er habe Kleve und Goch gegolten. Auch andere, fadenscheinig anmutende Gründe wurden vorgebracht. So hätten sich die Alliierten wegen des wolkigen Wetters geirrt oder ein starker Ostwind sei daran Schuld, daß die Bomben nicht auf Kleve, sondern auf Nimwegen fielen. Der letzte Grund wurde bald beseitigt, wahrscheinlich aus Angst, die Deutschen würden ihrerseits behaupten, die Bomben vom 14. Mai 1940 seien für London gemeint gewesen, eines starken Westwindes wegen jedoch auf Rotterdam gefallen. Am Dienstag, dem 22. Februar 1944 gab es zudem helles, sonniges Wetter, so belegte dies zu Beginn des 21. Jahrhunderts der Gelehrte Joost Rosendaal der Nimwegener Radboud-Universität in einer von ihm verfaßten Studie zum Inferno. Wolkig wurde es erst, als sich bis zu hunderte Meter hohe, graugestufte Wolken über der brennenden Stadt erhoben.

Seitdem gilt die Annahme, daß die Alliierten die Brücken der angegriffenen Städte zerstören wollten, dann aber versehentlich die angrenzenden Wohnviertel trafen. Dazu soll bemerkt werden, daß es bei Enscheid keine Brücke gab, die zur Eroberung der Stadt verwüstet werden mußte[1], die Isselbrücke von Deventer wurde im April 1945 von den reichsdeutschen Truppen selber gesprengt, die Rheinbrücke von Arnheim galt es im September 1944 schwer zu bekämpfen, und die Nimwegener Waalbrücke erscheint auf einem Lichtbild vom 28. September 1944 als das einzige unbeschadete Bauwerk der Innenstadt.

Damalige Berichterstattung

In der Tageszeitung „Das Volk“ vom Freitag, dem 25. Februar 1944 hieß es in einem Artikel auf der ersten Seite zu den Angriffen auf Enscheid, Deventer, Arnheim und Nimwegen:

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Die Gesamtzahl der Personen, die Opfer der angloamerikanischen Angriffe vom 22. Februar auf niederländische Städte geworden sind, kann im Moment noch nicht übermittelt werden. Bisher wurden 465 Tote geborgen. Ungefähr 400 Schwerverletzte sind in Krankenhäuser und in Notkrankenhäuser eingeliefert worden. Auch die Zahl der Leichtverletzten ist erheblich. In den betreffenden Städten wurden, sofern bisher festgestellt werden konnte, mehr als 3.000 Häuser völlig verwüstet. Es muß mit einer Steigerung der Zahl der niederländischen Bürgeropfer gerechnet werden, weil hauptsächlich dichtbevölkerte Viertel getroffen worden sind und die Rettungsarbeiten infolge des großen Umfangs des getroffenen Gebietes sehr zeitraubend sind.

– Tageszeitung „Das Volk, Artikel „465 Tote, im Osten unseres Landes mehr als 3.000 Häuser verwüstet

Der Artikel wurde mit einem Lichtbild der verwüsteten Nimwegener Altstadt versehen. Die Leichname – insoweit von intakten Körpern die Rede war – wurden im Versteigerungsgebäude am Graafschen Weg (ndl.: Graafse Weg) aufgebahrt.

Totenliste

Liste der Geistlichen des Sankt-Ludwig-Klosters

Liste der Kinder des katholischen Kindergartens

Hauptartikel: 24 Kinder von Nimwegen

Liste der Gefallenen auf reichsdeutscher Seite

Historische Aufnahmen

Niederländischer Polygoon
22. Februar 1944:

„Der Angriff auf Nimwegen.“
Mithilfe historischer Polygoonbilder zusammengestellter Kurzfilm:[2]

„Nimwegen, der Angriff des Jahres 1944.“

Siehe auch

Literatur

  • Tageszeitung „Das Volk“ (ndl: „Het Volk“), Freitag der 25. Februar 1944, Vorderseite.
  • Joost Rosendaal, „Nijmegen '44. Verwoesting, verdriet en verwerking“, Verlag Van Tilt Nimwegen, ISBN 978 94 6004 011 5

Verweise

Fußnoten

  1. Die Brücken über dem Twenteländischen Kanal befanden sich nicht in direkter Stadtnähe.
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