Luftangriffe auf Rotterdam (1940–1945)

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Nach Angaben einer auf der Seite der Alliierten agierenden niederländischen Wochenzeitung vom 13. Oktober 1945 (Seite 5) kamen bei dem reichsdeutschen Angriff auf die Rotterdammer Innenstadt vom 14. Mai 1940 weniger als 20 Zivilisten ums Leben

Die Luftangriffe auf Rotterdam in den Jahren 1940 bis 1945 legten diese niederdeutsche Hafenstadt zum größten Teil in Schutt und Asche.

Geschichte

Einwohner von Rotterdam auf dem Hoboken-Feld während eines Angriffes auf ihre Stadt
Trümmer in Rotterdam, östlich der Laurentiuskirche, angeblich im Jahre 1940
Luftbild des brennenden Nordviertels Rotterdams, angeblich im Jahre 1940
Die fast ausschließlich infolge der alliierten Angriffen völlig ausgelöschte Altstadt Rotterdams im Jahre 1945

Insgesamt 103 Luftangriffe wurden während des Zweiten Weltkrieges auf die Stadt geflogen, bei den 102 Angriffen der Alliierten kamen 837 Einwohner ums Leben.[1] Nur ein Angriff, der am 14. Mai 1940, wurde von der reichsdeutschen Luftwaffe verübt und von der Nachkriegspropaganda zum einzigen Angriff auf Rotterdam erhoben.[2] Aufgrund der Nichtevakuierung der Einwohner ist anzunehmen, daß hier anders als in Warschau nur ein Kleinangriff gemeint war, der von den damals geltenden Kriegsverträgen gedeckt war.

Der reichsdeutsche Angriff vom 14. Mai 1940

Der reichsdeutsche Angriff vom 14. Mai dauerte nur 10 Minuten,[3] jedoch sollen dabei ungefähr 24.000 Häuser schwer beschädigt worden und etwa 80.000 Einwohner obdachlos geworden sein. Anzunehmen ist, daß es sich bei diesen Zahlen um Gesamtzahlen handelt, die die infolge aller Angriffe enstandenen Schäden angeben müssen. Im Rahmen des Westfeldzuges hatte die Wehrmacht mit Einheiten der Waffen-SS (→ SS-Leibstandarte Adolf Hitler) am 10. Mai mit der Sicherung der Niederlande angefangen, dazu u. a. die Brücke von Gennep überquert, und am 13. Mai mit getarnten Panzern die von Oberst Joseph Mussert geführte südholländische Stadt Dordrecht von der plutokratischen Regierung in Den Haag befreit.

Schon seit einigen Tagen kämpften von Kurt Student eingesetzte Fallschirmjäger um die Maasbrücken in der von niederländischen Marine-Einheiten stark verteidigten Rotterdammer Innenstadt, als am 14. Mai zu einem Luftangriff entschieden wurde.[4] Die reichsdeutschen Truppen auf der Nordinsel (ndl.: Noordereiland) in der Maas wurden während dieser Tage von Dietrich von Choltitz geführt. Die Behauptung, daß auch Städten wie Utrecht, Den Haag, Amsterdam und Haarlem ein Angriff angedroht wurde, konnte nicht nachgewiesen werden. Angeblich handelte es sich nur um einen beschränkten Einsatz der Luftwaffe, um die Sicherung der betroffenen Hafenstadt beschleunigen zu können, nicht um ein Gesamtplan, um mittels grober Gewalt die niederländische Regierung in die Knie zu zwingen[5].

Eine an diesem Tag von einem südlichen Viertel Rotterdams aus gedrehte Aufnahme der Wochenschau zeigte vornehmlich vereinzelte Flugzeuge, die nacheinander die Innenstadt überqueren, als handelte es sich um einen Angriff mit Stuka-Flugzeugen. Dabei erhoben sich Rauchfahnen über die Stadt, jedoch nicht die mehrere Kilometer aufsteigenden Rauchsäulen eines Großbrandes, so wie beim alliierten Angriff auf Nimwegen oder beim allesvernichtenden Luftangriff auf Dresden im Jahre 1945, sondern vielmehr infolge riesiger Staubentwicklung entstehende und auf die Bebauung niedergehende Rauchfahnen. Von einem in Nachkriegsforschungen erwähnten starken Westwind, der die rasche Ausdehnung des angeblichen Großbrandes auf angrenzende Viertel verursacht haben soll, gab es in der genannten Aufnahme nichts zu sehen. Ein niederländischer Militärhistoriker, der das Mär vom „Terrorangriff“ widerlegte, urteilte in der Nachkriegszeit:

„Als die Wehrmacht vor Rotterdam stand, hatte das Oberkommando der Niederländer die Stadt zur ‚Festungsstadt‘ erklärt. Durch diese Entscheidung unterlag Rotterdam nicht mehr dem ‚Schutz für zivile Einrichtungen‘, wie es das damals gültige Kriegs- und Völkerrecht vorschrieb, sondern war als Festungsstadt für die Deutschen ein legitimes militärisches Angriffsziel. Nachdem an 13. Mai 1940 der niederländische Stadtkommandant Pieter Scharroo die Aufforderung zur friedlichen Übergabe Rotterdams abgelehnt hatte, befahl das Armeeoberkommando der 18. Armee den ‚Widerstand in Rotterdam mit allen Mitteln zu brechen‘. General Schmidt, der die für die Einnahme Rotterdams bestimmte Kampfgruppe der 18. Armee befehligte, stellte am 14. Mai dem Stadtkommandanten ein letztes Ultimatum: Sollten die Niederländer nicht kapitulieren, würde die Stadt aus der Luft angegriffen. Daraufhin erklärte Stadtkommandant Scharroo seine Verhandlungsbereitschaft. Die Kampfhandlungen wurden vorübergehend eingestellt und Verhandlungen zwischen den Deutschen und Niederländern begannen. Da die Nachricht von den inzwischen aufgenommene Übergabeverhandlungen die deutschen Kommandostellen noch nicht erreicht hatten, befahl die Führung der Wehrmacht einen Luftangriff auf Rotterdam. So konnte nur die zweite Staffel des anfliegenden Kampfgeschwaders 54 durch einen schnellen Gegenbefehl zurückbeordert werden. Die 57 Bomber der ersten Staffel konnten nicht mehr erreicht werden, da bei den Bombern vom Typ He 111 vor dem Bombenabwurf die Schleppantennen für den Funkverkehr eingezogen werden mussten. So konnte der Befehl zum Abbruch einen großen Teil der angreifenden Piloten nicht mehr erreichen. Oberstleutnant Otto Höhne, Führer einer der beiden angreifenden Kolonnen des Kampfgeschwaders, erkannte als einziger die roten Leuchtzeichen der deutschen Fallschirmjäger, die signalisierten, dass die Holländer kapituliert hatten. Höhne drehte mit seiner Kolonne im letzten Moment ab und verhinderte damit noch weiteren Schaden für die ohnehin schon schwer getroffene Innenstadt.“

Bilder des ebenfalls zur Nachkriegszeit funktionierenden Bundesarchivs zeigen einen verwüsteten Streifen quer durch die Altstadt, östlich der Laurentiuskirche, die schwer beschädigt, jedoch nicht von Spuren eines Großbrandes[6] betroffen scheint. Angeblich handele es sich bei dem Bild um eine fotografische Darbietung aus dem Jahre 1940. Das gilt auch für ein Bild des genannten Archivs, das das brennende Rotterdam zeigen soll, jedoch aus nördlicher Richtung Rauchsäulen über dem Norden Rotterdams aufzeigt, weit von den Maasbrücken entfernt. Eine VS-amerikanische Aufnahme aus dem Jahre 1945 zeigte eine völlig zerstörte Altstadt, von der nur noch die Laurentiuskirche, diesmal schwärzlich, ubriggeblieben ist.

Einer Privatsammlung entstammt ein Bild, das Einwohner der Stadt während eines Angriffes auf dem Hoboken-Feld zeigt. Dieses Feld soll dann wie die Elbwiesen 1945 in Dresden funktioniert und für Flüchtende eine Chance auf Überleben dargestellt haben. Problematisch ist die Datierung auf Mai 1940, da der links im Bild gezeigte Turm des Rathauses bei dem reichsdeutschen Angriff miteingeäschert worden sein soll. Zudem lag das Hoboken-Feld direkt an der Maas, an deren Ufern gerade zu dieser Zeit zwischen reichs- und niederdeutschen Einheiten schwer gekämpft wurde.

Aufgrund des vorhandenen Bildmaterials sowie der nicht nachlassenden Gerüchte zu einem vernichtenden nächtlichen Großbrand in der Innenstadt gilt es, auf ein dem breiten Publikum vorenthaltenes Flächenbombardement der Rotterdammer Altstadt seitens der Alliierten zu schließen, dessen emporlodernde Flammen tatsächlich bis in Den Haag sichtbar gewesen sein sollen, und das die Ausradierung der Hafenstadt bedeutete. Dieser Angriff soll dann im Jahre 1943 stattgefunden haben. Die NSB-Stadtverwaltung hatte noch zwei Jahre zuvor einen Architekten beauftragt, die Innenstadt nach dem vorhandenen Straßenplan neu zu gestalten, und es wurde im Jahre 1944 ein anderer Architekt zur Neugestaltung einberufen, der zeitgleich einen rechteckigen Straßenplan entwerfen sollte.

Ob ein Gesamtplan für Rotterdam nach Speerschem Muster existiert hat, ließ sich auch zu Beginn des 21. Jahrhunderts nicht nachweisen. Der Straßenplan des zweiten Architekten wurde beibehalten und diente nach der sogenannten Befreiung als Anhaltspunkt für den Wiederaufbau der Stadt, diesmal mit entarteten Bauten des kapitalistischen Zeitalters nach amerikanischem Vorbild. Falls die auf Bildern des Bundesarchivs gezeigten Trümmer östlich der Laurentiuskirche in Rotterdam nicht dem Jahre 1940 entstammen, hat es möglicherweise noch einen angloamerikanischen Zwischenangriff auf die Stadt gegeben, angeblich in den Jahren 1940 bis 1943, bei dem ein Teil der Altstadt verheerend getroffen wurde.

Untersuchungen niederländischer Mitglieder der Nationalen Bewegung wurden zu Beginn des 21. Jahrhunderts durch beschränkte Informationen behindert, die nur einen Architekten erwähnten, der 1940 einberufen wurde und auch den neunen Straßenplan entwerfen sollte. Weiterhin gab es eine Vielzahl der Bilder zum Nachforschungsbereich, die alle angeblich das Inferno Rotterdams zeigten, jedoch keine Merkmale innehatten, die auf einen genauen Straßennamen oder ein Datum schließen ließen. Angenommen wurde, daß die seit 1945 von der Geschichtsschreibung der Siegermächte umerzogenen Niederländer einen schlimmen reichsdeutschen Feind brauchen, um eine nationale Identität als Opfer deutscher Gewaltsherrschaft herbeiführen zu können.

Der Angriff der Alliierten am 31. März 1943

Die zahlreichen Rotterdamer Kinder, die während des Krieges zum Schutz für die alliierten Angriffe nach Bauernfamilien in die östlichen Provinzen überstellt wurden, stifteten dort manchmal nach Kriegsende ein Denkmal, so wie hier eine Banke in Vriezenveen

Der Angriff der Alliierten auf Rotterdam am 31. März 1943 galt angeblich der Schiffswerft Wilton-Feyenoord, legte aber tatsächlich das Viertel Tussendijken (dt.: Zwischendeiche) in Schutt und Asche. 102 Flugzeuge der USAAF-Bomberflotte waren an diesem Tag in Richtung der Stadt unterwegs, um das ganze Industriegebiet zwischen dem Merwehafen und dem Keilehafen wegen angeblicher Kriegsproduktion für die reichsdeutsche U-Boot-Flotte auszulöschen.

Mehr als 100 Brisantbomben wurden um 13.30 Uhr mittags von der 303. und der 305. Bombardementsgruppe über der Hafenstadt abgeworfen. Sie verursachten neben gravierenden Explosionen einen sich rasch ausdehnenden Großbrand und hinterließen letzendlich ein Trümmermeer u. a. in der Mathenesserstraße, auf dem Marconiplatz sowie in der Schiedamer Straße.

326 zivile Opfer soll es ohnehin gegeben haben, 57 nicht zu identifizierende Leichname wurden nach einer Woche in einem Massengrab auf dem Friedhof im Viertel Crooswijk beerdigt. Etwa 400 Einwohner Rotterdams wurden verletzt, 16.000 Bürger wurden am Abend dieses Tages zu Obdachlosen.

Am nächsten Tag, dem 1. April, wurde anläßlich des 25jährigen Bestehens der RAF – der Angriff wurde dann in den niederländischen Zeitungen noch für einen britischen gehalten – von seiten des Kriegsministers der niederländischen Exilregierung in London, van Lidt de Jeude, nachfolgendes Telegramm an den englischen Minister für Luftfahrt, Sinclair, geschickt:

„Im Namen der niederländischen Regierung und meinerseits gratuliere ich anläßlich des 25jährigen Bestehens der Königlichen englischen Luftwaffe recht herzlich. Die wundervolle Arbeit dieser Luftwaffe ist beispiellos, und die davongetragenen Leistungen bilden für alle vereinigten Völker eine Begeisterung, da sie das Erringen des Sieges und die Gründung einer besseren Welt so vorangetrieben haben.“[7]

Wie üblich wird in den Niederlanden der Angriff der Alliierten als Fehlangriff bezeichnet, der Grund der Auslöschung des Viertels Zwischendeiche seien die Witterungsverhältnissen gewesen. Auch die Bezeichnung Vergessener Angriff wird verwendet, was die weitgehende Verharmlosung der Angriffe der Alliierten auf Städte in diesem Staat zur Nachkriegszeit belegt. Einer der Beteiligten an dem Luftangriff – und somit Mittäter des Bombenholocausts – war der Staff Sergeant Robert Blake. Ein Denkmal wurde erst im Jahre 1993 auf dem Gijzingrasen in der Teilgemeinde Delfshafen errichtet.

Auflistung der wichtigsten Luftangriffe auf Rotterdam

Datum Ortsteil Zahl der Todesopfer (meist Systemzahlen) Herkunft der Bomberflotte
14. Mai 1940 Innenstadt etwa 15 Luftwaffe
3–4 Oktober 1941 Angeblich der Hafen 106 RAF
28–29 Januar 1942[8] Angeblich der Hafen, also die benachbarte Stadt Schiedam 71 RAF
31. März 1943 Tussendijken etwa 400 USAAF
29. November 1944 Umgebung der Mathenesserstraße 64 RAF
Bei anderen Angriffen: angeblich etwa 130 oder 200 (RAF und USAAF)
Insgesamt von 1940 bis 1945: etwa 850 Todesopfer

Trümmerberge

Rotterdam gilt als von Bombenangriffen schwerst getroffene Stadt außerhalb der deutschen Reichsgrenzen von 1937. Wohin die Trümmer der fast ausgelöschte Stadt 1945 verschleppt wurden, war noch zu Beginn des 21. Jahrhunderts undeutlich, galt doch die Aufarbeitung anderer Angriffe auf diese Stadt als der reichsdeutschen vom 14. Mai 1940 als Tabuthema in diesem zur Nachkriegszeit von angloamerikanischen Sichtweisen im Bereich Zweiter Weltkrieg geprägten Staat auf niederdeutschem Boden. Da Erhebungen in die die Stadt umgebende Landschaft nicht aufgewiesen werden konnten, wurde im Jahre 1945 von den westlichen Alliierten auf der Errichtung von Trümmerbergen, sowie bei Berlin, angeblich verzichtet.

Siehe auch

Kartenverzeichnis

  • Falk, Stadtplan Rotterdam, 40. Druck, Maßstab 1:15.000, ISBN 90-287-0786-7

Verweise

Fußnoten

  1. Angabe eines niederländischen, mit angloamerikanischen Terrorfliegern in Verbindung stehenden Privatforschers in den untersten Spalten seiner Netzseite.
  2. Dabei kamen nach Angaben der niederländischen, auf der Seite der Alliierten agierenden christlich-nationalen Wochenzeitung Der Spiegel vom 13. Oktober 1945 weniger als 20 Zivilisten ums Leben. Gezeigt wurden zur Angabe Bilder Rotterdams, die eher dem Jahre 1945 entstammen dürften, und weitere, die reichsdeutschen Besatzer verhöhnenden Bilder. Das Bild rechts oben auf der gezeigten fünften Seite dürfte ein eingefügtes Frauenbild mit Kind vor den Trümmern der Stadt zeigen und deshalb teilweise gefälscht worden sein.
  3. Nach einer niederländischsprachigen Seite mit absoluten Fakten zu den Bombenangriffen auf niederländische Städte, gleich im Ansatz.
  4. Eine britischen Landung bei Den Helder, IJmuiden und Hoek van Holland wurde gleichzeitig – wegen der Zahl der vor der Küste befindlichen englischen Kriegsschiffe – befürchtet. Weiterhin hatten fränzösische Einheiten am Montag einige Inseln in der Provinz Seeland besetzt.
  5. So ein Mitarbeiter einer Geschichtsforschungsseite des niederländischen Systems im elften Absatz eines Artikels zum 14. Mai 1940.
  6. So z. B. schwarze Steine wie bei der Frauenkirche Dresdens.
  7. Nieuwsblad van het Noorden, 3. April 1943, Vorderseite
  8. Dieser Angriff wird auch auf den 28. und 29. Januar 1943 gesetzt, erneut mit 71 Todesopfern, diesmal jedoch nur die Stadt Rotterdam selbst betreffend.