Tröbst, Hans

Aus Metapedia
Wechseln zu: Navigation, Suche
Hauptmann Hans Tröbst als Offizier des Freiwilligen-Bataillons „Poensgen“

Hans Tröbst (zuweilen auch Troebst; Lebensrune.png 27. Oktober 1891 in Weimar; Todesrune.png 5. Juli 1939 in Dairen, China) war ein deutscher Offizier der Preußischen Armee, des Deutschen Heeres, der Freikorps und der Osmanischen Armee. Der Baltikumkämpfer und Ritter des Eisernen Kreuzes beider Klassen war in der Zwischenkriegszeit unter anderen Auslandsberichterstatter .

Leben

Tröbst als frischgebackener Leutnant
Hans Tröbst in osmanischer Uniform und Fez
Hans Tröbst im Kreise seiner Freikorpskameraden

Hans Tröbst wurde am 27. Oktober 1891, dem Tag der Einnahme von Metz im Deutsch-Französischen Krieg,[1] wie er immer mit Stolz berichtete, in Weimar geboren.

Preußische Armee

Tröbst trat nach dem Abitur am 5. März 1910 als Fahnenjunker in das traditionsreiche Magdeburgische Pionier-Bataillon Nr. 4, das 1816 kurz nach dem Siebten Koalitionskrieg geründet wurde.

Kriegsschule

Im Oktober 1910 kam Fähnrich Tröbst im Rahmen seiner militärischen Ausbildung für fast neun Monate auf die Kriegsschule nach Engers am rechten Ufer des Mittelrheins und am Fuß des Westerwalds gelegen. Engers war die bevorzugteste Kriegsschule im ganzen Reich, sie hieß in der Armee „Die Garde-Kriegsschule“ und war für den Fähnrich das, was dem Studenten Bonn und die Bonner Borussen waren.

Das Hauptfach war Taktik. Nächst der Taktik galten als Hauptfächer: Waffenlehre (behandelte die Zusammensetzung (Technik) aller Waffen, vom Revolver bis zum 21 cm Mörser, die ganzen Ziel- und Schießübungen der Artillerie und Infanterie), es folgte Befestigungslehre und zahlreiche andere Fächer: Heerwesen, Planzeichnen, Französisch oder Russisch, Kartieren, Rundschrift, militärisches Schreibwesen, Turnen, Fechten, Truppendienst, Reiten, Schießen, Winken, Telefonieren uvm. An eine Tante schrieb er:

„Die Kriegsschule ist hier die reinste Hungeranstalt. Morgens wacht man regelmäßig mit knurrendem Magen auf, eilt in den Speisesaal und trinkt Kaffee. (In Worten: 1 Tasse Kaffee und zwei winzige Semmeln, mit einem noch kleineren Klacks Butter auf jedem Teller.) Um 11 Uhr ist Frühstück. = warmes Mittagessen. Schon 5 Minuten vor Schluß des Unterrichts packt jeder seine Bücher weg, um nachher als erster am Tisch zu sein. Läutet es, dann stürmt der ganze Hörsaal, kopfüber, sich drängelnd, überschlagend, die breite Schloßtreppe hinunter, um möglichst als erste an die Schüsseln zu kommen. Glücklich der, dem es gelungen eine zu erwischen. Er packt sich seinen Teller voll, und ist für eine halbe Stunde befriedigt. Von den übrigen bekommen regelmäßig 3 oder 4 nichts oder fast nichts. Mit Wut-Tränen im Auge sitzen die Unglücklichen da, fluchen auf den Wirtschafter, die Ordonnanzen und müssen zusehen, wie Stück für Stück des ungenießbaren Fleisches verschwindet. Der gerissene Wirtschafter baut sich dann am Ausgang des Saales auf, wo er winzige Semmeln a 15 Gramm verkauft. Natürlich glänzende Geschäfte. Abends wiederholt sich das Spiel genauso. Im Übrigen ist es hier aber ganz nett. Mein Zimmer führt direkt auf den Rhein hinaus, überall hier eine herrliche Aussicht, schöne Ausflüge in die Umgebung, nur verdammt kalt ist es auf dieser windigen Turmstube, man friert so, daß man morgens sich überhaupt nicht aus dem Bett raus traut. Auch in die dauernde Beaufsichtigung kann man sich noch gar nicht so sehr rein finden. Sogar nachts werden Spione und Schlösser revidiert, wer nur das Geringste offen läßt, bekommt Strafrapporte, Ausgehverbote etc. Behandelt wird man hier beinahe schlimmer wie die Rekruten. ‚Dummer Junge, Frecher Lümmel, eingebildeter Bengel‘, das sind noch so die reinsten Schmeicheleien. Na, Reserve hat noch 31 Wochen, dann ist das auch vorbei.“

Weltkrieg und Freikorps

Tröbst diente im Ersten Weltkrieg, u. a. als Adjutant im Infanterie-Regiment „General-Feldmarschall von Hindenburg“ (2. Masurisches) Nr. 147 und als Pionier vor Dünaburg, war hochdekoriert, wurde anschließend Freikorpskämpfer in Finnland und im Baltenland, wo er als Offizier des Freiwilligen-Bataillons „Poensgen“ in der Eiserne Division diente.

„Ja du lieber Gott, wenn die Feinde eine solche jämmerliche Bande sind, wenn ‚Gott mit uns ist‘, warum machen wir denn da nicht endlich mal energisch mit der ganzen Schweinerei Schluß?­“

Er focht unter Awaloff-­Bermondt gegen die Bolschewisten und kämpfte an der Heimatfront in der Marine-Brigade „Ehrhardt“. Nach deren Auflösung schlug er auf abenteuerlicher Reise über Serbien, Bulgarien, Konstantinopel sich nach Anatolien zur Armee Kemal Paschas durch. Am 9. November 1923 nahm er als Gefolgsmann General Ludendorffs am Marsch zur Feldherrnhalle teil.

„Ich glaube, ein Urteil über die Sache zu haben. Erstens weil ich mit allen führenden Männern bekannt geworden bin und von ihnen Ansichten gehört habe. Zweitens, weil ich den Kapp-­Putsch seinerzeit ebenfalls schon mitgemacht habe, der in mancher Beziehung dem Hitler-­Putsch ähnelte.“

Zwischenkriegszeit

Er war später im Dienste Mustafa Kemal Paschas („Atatürk“) als Hauptmann der Osmanischen Armee und kämpfte im Griechisch-Türkischen Krieg. 1923 lobte er in der Zeitung „Heimatland“ die „völkische Reinigung“ der Türkei und somit den Bevölkerungsaustausch, den der Vertrag von Lausanne bezüglich der Minderheitenfrage festlegte.

Auslandskorrespondent

Tröbst war u. a. Auslandskorrespondent und arbeitete für deutsche Zeitungen, Zeitschriften, Pressekorrespondenzen und Nachrichtenagenturen. Er berichtete zwischen 1924 und 1939 zunächst aus der Türkei, dann vom Balkan und schließlich aus dem Fernen Osten.

„Ich lebe seit 1920 im Ausland und habe Deutschland das letzte Mal vor etwa zwei Jahren unter dem kurzen „Regime Schleicher“ gesehen. Seitdem kannte ich Deutschland nur aus den Darstellungen der Emigranten-­Presse, der durchweg deutschfeindlich eingestellten Auslandspresse und den ins Ausland gelangenden reichsdeutschen Blättern. Um mir ein klares Bild über die wirkliche Lage in der Heimat zu machen, bin ich soeben vier Wochen in Deutschland herumgereist und habe mich – um die wahre Stimmung zu erforschen – in erster Linie unter jene Kreise begeben, die der Theaterzettel mit dem schlichten Worte „Volk“ abzutun pflegte. D.­ h. ich habe mich mit Kellnern, Chauffeuren, Friseuren, Arbeitern, Arbeitslosen, kleinen Angestellten etc. etc. beim Bier bekannt gemacht, bin aber auch mit allen anderen Schichten und Kreisen in Berührung gekommen, habe mit Reichswehroffizieren, Ärzten, Anwälten, Juristen, Journalisten und Kaufleuten eingehend gesprochen und versucht leidenschaftslos mit eigenen Augen zu sehen und mit eigenen Ohren zu hören, um mir ein wirkliches Bild der Lage in der Heimat machen zu können. Das Gesamtergebnis meiner Eindrücke und Beobachtungen habe ich in dem folgenden Bericht sine ira et studio zusammengefaßt.“ — Hans Tröbst in einem Vorwort zu seinem Buch „Heimaturlaub 1934 – Eindrücke des deutschen Auslandskorrespondenten Hans Tröbst“

Hans Tröbst ging 1934 nach Mandschuko, weil er den Fernen Osten als interessantes journalistisches Arbeitsgebiet ansah. Nach dem sogenannten Mukden-Zwischenfall hatte 1931 Japans Eroberung der Mandschurei begonnen, und 1932, nach dem Sieg, hatte Japan dort seinen Satellitenstaat Mandschuko errichtet. Dairen wurde für Hans Tröbst zur Basis für seine Berichterstattung aus Fernost.

Hans Tröbst als Auslandskorrespondent
Hans Tröbst als Auslandskorrespondent II.jpg
Galerie (Zeitungsbericht)

Hans Tröbst als Kriegsphilosoph

Hans Tröbst vermerkt am 2. August 1923 im 10. und letzten Band seines Werkes „Ein Soldatenleben“:

Grabstätte
„‚Krieg ist heute die Losung auf Erden, aus dem Soldaten aber kann alles werden.‘ Herrlicher Schiller! Ein Heer von Generalstabs-Offizieren, die heute im lieben Deutschland pro forma den Titel ‚Regierungsrat‘ usw. führen – denn laut Friedensvertrag existiert ja der ‚Große Generalstab‘ nicht mehr – arbeitet nun alle diese ‚Erfahrungen‘ für den nächsten Weltkrieg aus. Mit dem Resultat, daß all das auch wieder auf den Abfallhaufen geworfen werden muß, wenn die Flinten von Neuem losgehen, da bis dahin der deutsche Chemiker, der deutsche Ingenieur neue, nicht geahnte Waffen konstruiert haben wird. ‚Alles fließt‘, sagt, so glaube ich, Hesiod. Nein, der nicht, ich hab's tatsächlich vergessen, irgend so ein alter Grieche war es. Also: ‚Alles fließt‘, was ich mir in meinem beschränkten Kommiß-Verstand übersetzte: ‚Der Soldat lernt nie aus!‘ Und, sofern diese Übersetzung richtig ist, eröffnet sich dem Soldaten, ‚der seine Haut dem Kriegsgott hat verhandelt / damit ihn keine Sorge mehr anwandelt‘ – (also mein lieber Herr Schiller, warum haben Sie nicht zur Zeit des Weltkrieges gelebt?) – dann eröffnen sich also dem biederen Landsknecht, der überall dorthin wandert, wo Ruhm und Orden und Ehre winken, die herrlichsten Perspektiven. Man täuscht sich allerdings auch manchmal. Mögen die Pazifisten und Demokraten schreien, aber man versetze sich in meine Lage von damals: Der Krieg war die Glückszeit meines Lebens. Es ist mir oft dreckig, sehr dreckig, ganz dreckig ergangen, aber die menschliche Natur ist ja zum Glück so glänzend konstruiert, daß man das Unangenehme nicht nur vergißt, sondern dass es in der Erinnerung immer schöner und mit dem goldenen Hauch des Humors umkleidet wird. Die Erinnerung an das ‚Schöne‘ bleibt. Also: ‚Kann's mir da einer verdenken, daß ich mich lieber zum Schwert tu' lenken?Denn die Zeiten, Kamerad, sind schwer. Das Schwert ist nicht bei der Waage mehr. Kann ich mich im Krieg doch menschlich fassen und brauch nicht auf mir trommeln lassen.‘ Herr Schiller, Sie hätten in meinem Bataillon sein müssen! Wir beide hätten uns verstanden! Womit ich aber Ihrem Ruhm nicht zu nahetreten will. Aber Sie, mein lieber Herr Schiller, haben das Soldatenleben von allen professionellen Dichtern am besten zu schildern verstanden! Gerade so, als ob Sie selber dabei gewesen wären! Und dabei waren Sie doch nur ein ganz kümmerlicher Militär-Doktor, ein Würmchen-Doktor, wie wir vor Dünaburg zu sagen pflegten. Das nehme ich Ihnen aber nicht weiter übel, seien Sie beruhigt! Aber all das, was Sie, aus ihrer Phantasie entsprungen, schildern, habe ich in Wirklichkeit erlebt.
Wenn ich im Krieg auch manchmal Blut und Wasser vor Angst geschwitzt habe – das wird den wirklichen Wallenstein-Leuten sicher in kritischen Momenten auch so ergangen sein, lieber Herr Schiller, denn kein Mensch krepiert gern – so ist doch ebenso natürlich, daß man gerade an die schönen Momente des Krieges doppelt gern zurück denkt. Und war die Zeit, die ich in der 77. Reserve-Division als Pionier-Kommandeur verlebt habe, war die nicht schön? Man antworte mir!Hier ist das Faktum! Wenn ich dabei von ‚ich‘ spreche, so ist das keine Eitelkeit, ich konstatiere nackte Tatsachen. Was wäre ich im Frieden mit 24/25 Jahren gewesen? Nichts! Ein ‚Zugluckenaugust‘, der auf den Übungsplätzen vegetierte und sich vom Kompaniechef anscheißen lassen mußte. Im Kriege? Während der Zeit bei der 77. Reserve-Division hatte ich mit 24 Jahren 300 Soldaten unter mir. Dazu fünf Offiziere, einen Sanitätsoffizier und einen Zahlmeister mit eigener Kassenverwaltung. In meinem Marstall standen 50 Pferde, darunter zwei Reit- und zwei Wagenpferde, die mein Eigentum bildeten. Ein Haus, drei Pferdeburschen, eine persönliche Ordonnanz und einen Koch. In meiner Remise standen ein Kutschwagen – die Beute aus der Winterschlacht in Masuren – dazu ein Dogcart und im Winter von den Stellmachern der Kompanie gearbeitete Schlitten, die an Pracht mit denen von ‚Kaisers‘ konkurrieren konnten. Wenn ich meinen größenwahnsinnigen Tag hatte, legte ich den Stern ‚Zum Hausorden der Wachsamkeit oder vom Weißen Falken‘ an und startete im Viererzug mit Hengsten auf Dienstfahrt. Mir gehörten die Siedlungen Stardeworischte, Smelina und Gudotischki. Und wenn ich mich in Gudotischki am Rand des Eichenwaldes, der ehemals dem Großfürsten Nikolai Nikolajewitsch gehört hatte und in dem ich jetzt nach Gutdünken schaltete und waltete, auf den kleinen Hügel stellte und mein Auge über das Land schweifen ließ, dann konnte ich wie Polykrates sagen: ‚Dies alles ist mir untertänig...!‘ Ich habe Bäder gebaut wie Caracalla, und Feste gegeben wie Nero, in meinen Ställen standen Kühe, Schweine und Schafe, ich hatte Hühner und Gänse, einen Zoologischen Garten mit Eulen, Elstern, Wildenten, Kaninchen, Eichhörnchen und Habichten. Hunde aller Rassen und Katzen vertrieben mir die Zeit, ich war in der 77. Reserve-Division der Pionieroffizier und führte den Spitznamen ‚Fürst von Gudotischki‘.
Und das traf den Nagel auf den Kopf! Ich führte das Leben eines Fürsten, der als kleiner Oberleutnant keinen anderen Vorgesetzten über sich hatte als den Divisions-Kommandeur. Ich konnte tun und lassen, was ich wollte, ich rangierte als kleiner Oberleutnant in der Klasse der ‚Kommandeure‘, deren es drei gab, nämlich: Kommandeur der Infanterie = Oberst Albrecht Graf Finck von Finckenstein, Kommandeur der Infanterie = Oberst Maximilian Freiherr von Reitzenstein und Kommandeur der Pioniere = der ganz gewöhnliche, bürgerliche Oberleutnant Tröbst. Wenn man unter solchen Verhältnissen nicht größenwahnsinnig wird, so ist es doch mindestens klar und einleuchtend, daß man sich vor dem Moment fürchtet, von dem Schiller sagt: ‚Der Frieden wird kommen über Nacht, der dem Wesen ein Ende macht. Der Soldat zäumt ab, der Bauer spannt ein, in Kürze wird alles beim Alten sein.‘ Was bedeutet: ‚Beim Alten sein‘? Wieder egal auf dem Anger Parademarsch üben? Nee! Herrschaften, das könnt Ihr nicht verlangen! Zivilist werden, und sich von jedem Schaffner und jedem Polizisten vorschreiben lassen, wo man seinen Koffer hinstellen soll, oder wo man gehen soll? Der Deiwel hole den Betrieb! Deswegen bin ich, als am 9.11.18 ‚Das Ganze – Halt!‘ geblasen wurde und der Kanonendonner auf den weiten Schlachtfeldern Europas verhallte, in den Grenzschutz gegangen und habe dann mit meiner Freiwilligen-Kompanie gegen die Polen batailliert. Deswegen bin ich in die ‚Eiserne Division‘ gegangen und habe als Bataillonskommandeur zweimal im Jahr des Heils 1919 Riga, der alten, schönen Stadt, die einst unser Ostseehafen werden wird, mit erobern helfen, um mein Schicksal wieder auf des Degens Spitze zu stellen. Deswegen habe ich Österreich, Ungarn, Serbien, Bulgarien durchwandert um Dienste bei Peter Wrangel zu nehmen. Danach ‚ritt ich hinüber zu den Kemalisten, die sich just täten gegen Smyrna rüsten.‘ Soll ich jetzt von mir sagen müssen: ‚Bruder! Ich wußte es längst! Nie wieder reit' ich auf ligurischem Hengst hinter schlagenden Trommeln durch deutsches und welsches Land...!‘
‚Hinter schlagenden Trommeln‘! Ihr Zivilisten! Habt ihr denn auch nur eine blasse Ahnung davon, was in diesen drei Worten steckt? Hinter schlagenden Trommeln! Zwecklos, Euch das begreiflich zu machen. Niemand kann aus seiner Haut heraus, also verschont mich mit guten Ratschlägen, und laßt mich nach meiner Fasson selig werden. ‚Zwar jetzo schein' ich tief herabgestürzt; doch werd' ich wieder steigen, und hohe Flut wird dieser Ebbe schwellend folgen!‘ Also, Kinder, ihr könnt mich auslachen, ich halte es mit dem alten, wackeren Illo aus Schillers ‚Wallenstein‘: ‚Der Fürst wird ehestens ein großes Heer beisammen haben, alles drängt sich, strömt herbei zu seinen Fahnen, die alten Tage seh' ich wiederkehren. Er wird der Große wieder werden, der er war. Wie werden sich die Toren dann ins Aug' geschlagen haben, denn Länder schenken wird er seinen Freunden und treue Dienste kaiserlich belohnen!‘“

NSDAP/AO

„Kindheitserinnerungen“

Tröbst soll vereinzelten Quellen zufolge 1937 Leiter des Schulungsamtes der NSDAP/AO unter Gauleiter Ernst Wilhelm Bohle gewesen sein,[2] hierbei kann es sich aber um eine Namensverwechslung handeln. Wie sein Enkel Mario Tröbst (der sich selbst Troebst schreibt) jedoch vermerkt, war Tröbst nie Mitglied der Partei, bei dem Leiter des Schulungsamtes solch es sich dabei um Hans' Bruder Gauamtsleiter Woldemar Tröbst handeln. Woldemar wird auch 1935 als Schulungsamtsleiter geführt, der gemeinsam mit Joseph Goebbels und Gauleiter Bohle am 25. und 26. Mai 1935 am ersten „Tag der deutschen Seefahrt“ teilnahm und unter anderem für das „Mitteilungsblatt der AO der NSDAP“ schrieb.

Tod

Hauptmann a. D. Hans Tröbst starb im Juli 1939 in Dairen, als sich seine Frau mit dem sechsjährigen Sohn auf Urlaub in Siebenbürgen befand. Er wurde eingeäschert und die Urne nach Deutschland übergeführt. Seine letzte Ruhestätte fand er im Familiengrab in Heisede, Ortsteil Sarstedt bei Hannover.

Beförderungen

Auszeichnungen (Auszug)

Bildergalerie

Werke (Auswahl)

  • Ein Soldatenleben in 10 Bänden 1910–1923 (Bestellmöglichkeit)
  • Soldatenblut – Vom Baltikum zu Kemal Pascha, K. F. Koehler, Leipzig 1925
  • Als Herausgeber: Stecowa – Phantastisches und Übersinnliches aus dem Weltkrieg, Verlag Tradition Wilhelm Kolk, Berlin 1932

Literatur

  • Hartwig Gebhardt: Mir fehlt eben ein anständiger Beruf. Leben und Arbeit des Auslandskorrespondenten Hans Tröbst (1891-1939), edition lumière (2007), ISBN 978-3934686489

Fußnoten

  1. Die Belagerung von Metz während des Deutsch-Französischen Krieges dauerte vom 20. August bis zum 27. Oktober 1870 und endete mit einer vernichtenden Niederlage für die Franzosen. Der Sieg machte den Weg frei zur Eroberung von Paris.
  2. Vgl. Ehrich, Emil: Die Auslands-Organisation der NSDAP, Berlin: Junker und Dünnhaupt, 1937, S. 15 ff.
  3. Meist wird diese Auszeichnung fälschlicherweise als 3. Klasse des „Awaloff-Kreuzes“ der Deutsch-Russischen Westarmee bezeichnet. Es handelt sich aber tatsächlich um das Graf-Keller-Kreuz, benannt nach dem ermordeten Führer der weißen Bewegung Fjodor Arturowitsch Keller. Das „Korps Graf Keller“ war eine kleine Truppe, aufgestellt im Kriegsgefangenenlager Salzwedel von Pawel Michailowitsch Bermondt-Awaloff. Anfang Juni 1919 verlegte die etwa 300 Mann starke Einheit nach Kurland.