Gauland, Alexander

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Dr. Alexander Gauland

Alexander Eberhardt Gauland (auch: Eberhardt Alexander; Lebensrune.png 20. Februar 1941 in Chemnitz) ist ein deutscher Jurist, ehemaliger Zeitungsherausgeber, Publizist und Politiker der Partei Alternative für Deutschland (AfD) aus Potsdam. Der ehemalige langjährige BRD-Blockparteipolitiker Gauland ist Gründungsmitglied der „Wahlalternative 2013“ und der daraus hervorgegangenen Alternative für Deutschland, zu deren stellvertretenden Sprechern er gehörte. Seit Anfang Dezember 2017 ist er gemeinsam mit Jörg Meuthen einer der beiden gleichberechtigten Bundessprecher der AfD.[1] Seit Oktober 2014 gehört er dem Landtag von Brandenburg an und ist als Abgeordneter Vorsitzender der AfD-Fraktion.[2] Er war Mitarbeiter und Berater des CDU-Politikers Walter Wallmann und des Altbundeskanzlers Helmut Kohl. Zusammen mit Alice Weidel war Gauland Spitzenkandidat der AfD für die Bundestagswahl 2017.[3] Gemeinsam mit Weidel führt er die neue AfD-Bundestagsfraktion an.

Leben

Dr. Alexander Gauland (CDU) im Jahre 1988 als Leiter der Hessischen Staatskanzlei

Alexander Gauland wurde 1941 in Chemnitz als Sohn eines 1936 pensionierten Obersten der Schutzpolizei[4] geboren. Er wuchs im großbürgerlichen Stadtteil Kaßberg auf.

Ausbildung

Dr. Alexander Gauland, AfD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag und seit dem 2. Dezember 2017 neben Prof. Dr. Jörg Meuthen Bundessprecher und somit in einer Doppelspitze Parteivorsitzender. Der Berliner Landesvorsitzende Georg Pazderski und die Bundestagsabgeordneten Kay Gottschalk sowie Albrecht Glaser wurden auf dem AfD-Bundesparteitag in Hannover zu stellvertretenden Bundessprechern ihrer Partei gewählt. Kay Gottschalk, der am Morgen während der Anreise von Linksextremisten angegriffen und verletzt wurde, setzte sich denkbar knapp gegen Doris Fürstin von Sayn-Wittgenstein, Glaser sich deutlich gegen André Poggenburg durch.

Nach dem Besuch der André-Schule und der Goethe-Oberschule in Karl-Marx-Stadt (heute wieder Chemnitz) legte er 1959 das Abitur ab. Danach setzte er sich in die BRD ab und absolvierte in Gießen die Ergänzungsprüfung zum DDR-Abitur. Ab 1960 studierte er Geschichte, Politikwissenschaft und Rechtswissenschaften an der Philipps-Universität Marburg. 1966 legte er sein Erstes Juristisches Staatsexamen ab. 1970 wurde er bei dem Völkerrechtler Gerhard Hoffmann in Marburg mit der Dissertation „Das Legitimitätsprinzip in der Staatenpraxis seit dem Wiener Kongreß“ zum Dr. jur. promoviert, und 1971 legte er sein zweites juristisches Staatsexamen ab.

Anschließend war er bei verschiedenen BRD-Behörden und Organisationen der BRD-Blockparteien tätig. 1987 wurde Gauland Staatssekretär in der hessischen Staatskanzlei in Wiesbaden unter Ministerpräsident Walter Wallmann (CDU).

Von 1991 bis 2005 war Gauland Herausgeber und Geschäftsführer der Märkischen Allgemeinen Zeitung.

Berater Helmut Kohls

Gauland gehörte von 1986 bis 1991 dem Beraterkreis des damaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl an. Er war anfangs mit dem Aufbau des Bundesumweltministeriums beschäftigt und wurde dann der Arbeitsgruppe „Aufbau Ost“ zugeordnet.

Biographie über Helmut Kohl

Aus seiner Beraterzeit bei Helmut Kohl heraus schrieb er dann das Buch „Helmut Kohl. Ein Prinzip“, das 1994 im Rowohlt-Verlag erschien. Das Buch wird mit folgenden Worten beworben:

„Warum über Helmut Kohl schreiben? – Seine Persönlichkeit fasziniert nicht. Er hat nichts von der aristokratischen Nonchalance eines Fox, dem romantischen Dandyismus eines Disraeli oder der herrischen Genialität eines Bismarck. In Helmut Kohl ist nichts Hintergründiges, wie es uns in Walther Rathenau entgegentritt, und er ist kein Ästhet der Macht, wie Richelieu einer war. Für Helmut Kohl gilt, was schon John le Carre mit britischer Nüchternheit auf die Formel brachte: ›Die Welt im Ganzen ist sicherer, wenn sie von mittelmäßigen Gestalten regiert wird.‹ Helmut Kohl verkörpert dieses Mittelmaß. Doch an einer entscheidenden Weggabelung deutscher Geschichte ist er über jedes Mittelmaß hinausgewachsen.“

Landes-und Fraktionsvorsitzender der AfD Brandenburg

Gauland steht unter Polizeischutz. Über die Anfeindungen denen er ausgesetzt ist, berichtete er wie folgt:

„Es ist unangenehm, wenn einem das Haus beschmiert wird. Es hat auch die anderen Bewohner des Gebäudes, in dem ich zur Miete wohne, stark irritiert, aber in Potsdam zum Beispiel bewege ich mich völlig frei. Manchmal umarmen mich auch Leute. Manchmal gibt es eben andere Reaktionen. Heute brüllte einer über den ganzen Vorplatz des Landtages: „Für Rassisten keine Bühne, Gauland muss raus.“[5]

Die Frage, ob er dies ohne weiteres wegstecke, bejahte Gauland.

Seit der Wahl von Andreas Kalbitz zum brandenburgischen AfD-Landesvorsitzenden Anfang April 2017 ist Gauland Ehrenvorsitzender der AfD Brandenburg.[6]

AfD-Spitzenkandidat während der Bundestagswahl 2017

Mitten im Wahlkampf zur Bundestagswahl 2017 warf der ehemalige Bundesrichter Thomas Fischer Gauland sinngemäß vor, einen „senilen Trottel“ zu spielen, der hinter dieser vermeintlichen Fassade eine beinharte rechtsradikale Agenda verberge.[7] Anlaß war eine Aussage Gaulands über die Staatsministerin Aydan Özoğuz. Nach dem diese davon gesprochen hatte, daß es jenseits der deutschen Sprache keine erkennbare deutsche Kultur gebe, sagte Gauland sinngemäß, daß man Özuguz für diese Aussage in Anatolien entsorgen solle.[8] Schließlich „verurteilte“ auch Bundeskanzlerin Angela Merkel Gaulands Aussage. Fischer erstattete auch Anzeige wegen Volksverhetzung gegen Gauland. Damit wurde Gaulands Aussage erfolgreich zum Skandal gemacht, obwohl der eigentliche Skandal die Aussage der Staatsministerin war.

Positionen

Linksverschiebung in der BRD

Gauland kritisierte den Verlust des konservativen Profils der CDU und fragte diesbezüglich:

„Wie viel CDU ist noch in der CDU?“

Am 6. November 2008 fand ein Vortrag Gaulands mit dem Thema „Linksverschiebung – Gibt es noch ein Gleichgewicht in der politischen Kultur?“ statt. In der Einladung war zu lesen:

„Es gibt eine weitverbreitete politische Deutungsfalle, wonach links = gut, ja fortschrittlich, rechts hingegen = rechtsextrem, ja demokratiefeindlich sei. So sorgt die lang eingeübte Political Correctness dafür, dass das Gleichgewicht in der politischen Kultur immer weiter nach links verschoben wird. Konservative Positionen oder Vorstellungen erhalten sofort den Stempel des Radikalen und werden vielfach tabuisiert. Sind aber nicht auch die politischen Wahrnehmungsmaßstäbe ebenso aus dem Gleichgewicht geraten? Wie ist es zu erklären, dass Demonstrationen gegen den Antiislamisierungskongress in Köln vorwiegend als Zivilcourage wahrgenommen werden? Tatsache ist, dass die Gewalt linksradikaler Gruppen zum Abbruch der rechtsstaatlich genehmigten Veranstaltung führte. Warum fällt dies nicht in die politische Gewichtung? Politische Kultur braucht aber ein Gleichgewicht der Vorstellungen und Ideen, damit auch (national-)konservative Positionen als wichtig für die gesellschaftliche Stabilität erkannt werden.“[9]

Alternative für Deutschland

Gauland wird innerhalb der AfD dem sogenannten konservativen bzw. nationalkonservativen Parteiflügel zugerechnet. Er selbst sprach immer wieder von einem nationalliberalen Lebensgefühl, das er als AfD-Mitglied empfinde.[10]

In einer Vielzahl von Mediengesprächen forderte er, seine Partei solle sich stärker für die außenpolitische Souveränität der BRD und freundliche Beziehungen zu Rußland einsetzen – damit nahm Gauland eine Gegenposition zum ehemaligen AfD-Bundessprecher Bernd Lucke ein, der als Atlantiker gilt.

Anbiederung an Israel

Bei einer Veranstaltung begrüßte Gauland ausdrücklich die gezeigten Israelfahnen.[11] Von den Äußerungen seines Parteikollegen Wolfgang Gedeon distanzierte sich Gauland und gab zu erkennen, daß er der offiziellen Geschichtsschreibung zustimmt und die BRD für Deutschland hält.

„Die Äußerungen sind antisemitisch und damit in Deutschland untragbar.“

Schon wegen der Geschichte Deutschlands sei Antisemitismus inakzeptabel in jeder Form. Gauland unterstützt ein Parteiausschlußverfahren gegen Gedeon.[12]

Gauland bekennt sich vollständig zur BRD-Staatsdoktrin:

„Gerade weil wir auf diese furchtbare Weise mit dem Existenzrecht verbunden sind, war und ist es richtig, die Existenz Israels zu einem Teil unserer Staatsräson zu erklären“.[13]

PEGIDA-Demonstrationen

Zu PEGIDA sagte er am 15. Dezember 2014:

„Ich sehe keine Chaoten und keine Nazis in Nadelstreifen und würde mich freuen, wenn Politiker anderer Parteien sich das auch einmal anschauen würden, bevor sie urteilen.“

Weiter nannte Gauland die PEGIDA-Bewegung einen „natürlichen Verbündeten“. Im Januar 2015 legte er nach und bezeichnete die islamkritische Bewegung als „Volksbewegung“.[14]

In einem Zeitungsinterview mit dem Tagesspiegel sprach sich Gauland im Januar 2015 gegen weitere Massenzuwanderung aus dem Orient aus und forderte, dies zu verhindern. Er begründete dies mit den kulturellen Traditionen mohammedanisch geprägter Orientalen, die man nur schwer in die Gesellschaft der BRD integrieren könne.[14] Gauland spricht sich generell gegen ein Einwanderungsgesetz aus.[15]

„Fünf Grundsätze für Deutschland“

Alexander Gauland erarbeitete gemeinsam mit dem Thüringer AfD-Vorsitzden Björn Höcke „fünf Grundsätze für Deutschland“, die von Höcke bei einer AfD-Großdemonstration in Thüringen und Gauland bei einer AfD-Demonstration in Magdeburg verlesen wurden. Die fünf Grundsätze lauten:[16]

1. Grundsatz: Deutschland ist nicht verhandelbar!
Unser Staat – unsere Nation ist kein Zufallsprodukt. Es ist das Werk vieler Generationen. Mit Stolz blicken wir auf eine reiche Kultur, bürgerliche und politische Freiheiten und Wohlstand. Wir helfen vielen Ländern dieser Welt. Doch eines werden wir nicht tun: unser Land und unsere Nation aus der Hand geben. Deutschland ist unser Land!
2. Grundsatz: Deutschland ist kein Labor für Gesellschaftsexperimente!
Wir verweigern uns verantwortungslosen Experimenten mit und an unserem Volk. Nur Ideologen glauben, dass Gesellschaft ohne Familie funktionieren kann oder dass jeder zu einem Deutschen wird, sobald er die Landesgrenze überschritten hat.
Gefährlichen Ideologien, die die multikulturelle Gesellschaft erschaffen und die klassische Familie abschaffen wollen, erteilen wir eine klare Absage!
3. Grundsatz: Deutschland muß selbstbestimmt handeln!
Deutschland ist nach Einschätzung höchster Sicherheitsbeamter nicht mehr in der Lage, die innere wie die äußere Sicherheit zu garantieren. Und was macht die Bundeswehr?
Sie dient in der ganzen Welt fremden Interessen, während die hiergebliebenen Soldaten ihre Kasernen für Asylsuchende räumen und Toiletten in Erstaufnahmeeinrichtungen reparieren.
Wir brauchen endlich eine handlungswillige politische Führung, die eigenständige Entscheidungen im nationalen Interesse trifft!
4. Grundsatz: Deutschland muß seine innere Freiheit zurückgewinnen!
Die von vielen so genannte „Lügenpresse“ hat sich ihren Namen nicht selten redlich verdient. An Stelle objektiver Berichterstattung propagiert sie eine fatale Willkommenskultur. Das GEZ-gebührenfinanzierte Staatsfernsehen markiert uns als Gegner, weil wir sagen, was nicht gesagt werden soll. Die politische Korrektheit liegt wie Mehltau auf unserem Land. Die AfD ist der Garant für die freie Rede und die schonungslose, ehrliche Analyse der Lage.
Widersprüchliche Aussagen der FAZ am Beispiel Boateng
Weil wir uns heute hier versammelt haben, ist die innere Freiheit in Deutschland noch lebendig.
5. Grundsatz: Die Deutschen müssen mündig werden!
Deutschland war die Heimat unserer Vorfahren. Deutschland muss als Heimat unserer Kinder erhalten bleiben. Deutschland ist unsere Heimat – unser Land – und unsere Nation!

Kommentar Gaulands zur Überfremdung am Beispiel Jerome Boateng

Ende Mai 2016 wurden Äußerungen von Gauland bekannt, die dieser in einem vertraulichen Hintergrundgespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) gemacht hatte, welche die Überfremdung und insbesondere die sich seit 2015 massiv verstärkende Asylantenflut thematisierten. In diesem Zusammenhang soll Gauland festgestellt haben, daß viele Deutsche Fremde in ihrer Nachbarschaft nicht haben wollten. Zudem soll der Name des mulattischen BRD-Fußballers Jerome Boateng gefallen sein, der aufgrund seiner rassischen Herkunft – sein Vater ist Neger – naturgemäß als fremdartig wahrgenommen wird. Gauland sagte wörtlich:

Die Leute finden ihn als Fußballspieler gut. Aber sie wollen einen Boateng nicht als Nachbarn haben.[17]

Die FAZ titelte daraufhin, daß Gauland Boateng beleidigt habe. Vertreter der BRD-Systemmedien und -Blockparteien reagierten daraufhin mit den üblichen Empörungsritualen und Skandalisierungsmechanismen. Die AfD-Kovorsitzende Frauke Petry widerstand diesem inszenierten medialen Druck nicht und entschuldigte sich daraufhin für Gauland.[18] Die FAS wies später Gaulands Aussage zurück, wonach das Gespräch vertraulich gewesen sei, und erklärte, daß nur ein Teil des Gespräch nicht zur Veröffentlichung vorgesehen gewesen sei, was man auch so eingehalten habe.[19] Gauland äußerte einige Tage später gegenüber der AfD-nahen Wochenzeitung Junge Freiheit, er lehne die Diskriminierung von Menschen aufgrund ihrer Hauptfarbe (→ Rassenkunde) ab, allerdings halte er ein Recht auf die Ablehnung von Fremden für zulässig.[20]

Die „Vogelschiß“-Wende (Juni 2018)

Am 2. Juni 2018 trat Alexander Gauland beim Bundeskongreß der AfD-Nachwuchsorganisation „Junge Alternative“ (JA) in Seebach (Thüringen) auf und sagte in einer beifallsumtosten Rede:

„Wir haben eine ruhmreiche Geschichte, daran hat vorhin Björn Höcke erinnert. Und die, liebe Freunde, dauerte länger als die verdammten zwölf Jahre. Und nur, wenn wir uns zu dieser Geschichte bekennen, haben wir die Kraft, die Zukunft zu gestalten. Ja, wir bekennen uns zu unserer Verantwortung für die zwölf Jahre. Aber, liebe Freunde, Hitler und die Nazis sind nur ein Vogelschiss in über tausend Jahren erfolgreicher deutscher Geschichte.“

Damit nahm Alexander Gauland die klassische konservative Position ein, wonach der Nationalsozialismus ausschließlich als Verstrickung, als plötzliches Unheil und als reine Heimsuchung zu verstehen sei, die mit deutschen Werten, mit deutschen Zielen und deutschen Interessen rein gar nichts zu tun habe. Zugleich wehrte Gauland den Schuldkult ab, indem er einen klar umrissenen Begriff von Verantwortung an dessen Stelle gesetzt sehen wollte. Beide seiner Festlegungen – die kategorische Distanzierung von NS-Maximen und die entschiedene Annahme der deutschen Geschichte – sind langjährige Grundpositionen eines konservativen Geschichtsbildes, wie es in der Bonner Republik beispielsweise auch Hellmut Diwald (1924–1993) in seinem vielgelesenen Buch „Mut zur Geschichte“ (1983) formuliert hat.

In Presse und politischer Öffentlichkeit wurde das „Vogelschiss“-Zitat aus Gaulands Rede zum Anlaß für eine weitere und erneute Skandalisierung genommen. Alle gewohnten und notorischen Empörungsdarsteller meldeten sich jeweils einmal zu Wort, und der Fernsehmoderator Frank Plasberg sprach eine Ächtung aus, er werde Alexander Gauland nie wieder in seine Sendung „Hart aber fair“ einladen.

Nachdem diese künstliche Aufgeregtheit ein paar Tage später abgeflacht war, ereignete sich ein niederträchtiges Haß-Verbrechen. Gauland, der als Privatmann im Heiligen See in Potsdam badete, wurde seine zurückgelassene Kleidung samt Schlüsselanhänger gestohlen. Der Dieb soll gerufen haben: „Nazis brauchen keinen Badespaß!“ Dieser Vorgang löste eine neue Welle öffentlicher Verächtlichmachung gegen Alexander Gauland aus. Carsten Heidböhmer nennt sich „Kulturredakteur“ des stern. Heidböhmer veröffentlichte zu diesem Vorfall einen schnöden, hämischen Artikel im stern, indem er unter anderem triumphierend verkündete:[21]

„Dass Alexander Gauland vergangene Woche seine Kleidung entwendet wurde – darüber darf man dennoch klammheimliche Freude empfinden. Mehr noch: Man darf sich darüber köstlich beömmeln.“

Die Wendung „klammheimliche Freude“ ist eine Bezugnahme auf den Göttinger Mescalero. Der Göttinger Mescalero war der pseudonyme Autor des Textes „Buback – Ein Nachruf“, der 1977 die Ermordung des Generalbundesanwalts Siegfried Buback durch die Rote Armee Fraktion kommentierte und seine „klammheimliche Freude“ an der Ermordung Bubacks zum Ausdruck brachte. Ein Vorgang, der damals jahrelange juristische, politische und mediale Auseinandersetzungen nach sich zog. Der Dieb, so Carsten Heidböhmer 2018, habe eine „politische Botschaft“ gehabt. Die stern-Leser werden polit-korrekt von Heidböhmer belehrt:

„Denn zwar handelt es sich hier um eine Straftat, allerdings eine mit politischer Botschaft: ›Nazis brauchen keinen Badespaß!‹ soll der Dieb gerufen haben, bevor er mit Gaulands Buxe verschwand. Damit hat er ein klares Signal gesendet: Wer den Holocaust relativiert, wer wieder stolz auf die Leistungen deutscher Soldaten sein will, wer gegen dunkelhäutige Nationalspieler hetzt – der hat in unserer Mitte nichts zu suchen.“

Mit diesem stern-Artikel ist der politische Kampf in der BRD in eine neue Phase der Enthemmung eingetreten. Bereits wenige Tage zuvor haben 60 zum überwiegenden Teil vermummte Antifa-Chaoten das Grundstück und private Wohnhaus eines Polizisten in Hitzacker angegriffen (im Anschluß an eine Gorleben-Demonstration).[22] Nach Angaben der Polizei hatten sie zuvor vor dem Haus lautstark versucht, die Familie einzuschüchtern; der Beamte selbst war nicht zuhause. Beim Angriff soll es zu Sachbeschädigungen gekommen sein. Die Chaoten wurden von einem Großaufgebot der Polizei in Gewahrsam genommen und erkennungsdienstlich behandelt. Der Polizeibeamte, dessen Grundstück gestürmt worden war, hatte zuvor (im Rahmen seiner Tätigkeit in der Abteilung Staatsschutz) an einem Einsatz gegen ein „autonomes Tagungshaus“ mit Gasthof in Meuchefitz teilgenommen. Auf einer „linksautonomen“ Netzseite soll seine Adresse gezielt veröffentlicht worden sein.

Kriminelle Vorgänge sind eines, aber der direkte Angriff gegen politische Gegner in deren privater Sphäre (und ein privater Badebesuch an einem See fällt in die private Lebenssphäre einer öffentlichen Person) stellt eine völlig neue Kampfsituation her. Die Globalisten sowie der durch Antifa-Zusammenrottungen vertretene Kulturmarxismus und die Lügenpresse spielen mit der Aussicht auf den Bürgerkrieg. Aber die BRD ist keineswegs jener „Ruheraum“ von Schläferzellen und anderen Jihadisten, als der er jahrelang naiv beschrieben wurde: Durch den gegenwärtigen Vergewaltigungsjihad ist vielmehr jetzt schon eine Bürgerkriegslage eingetreten – die maximale Erniedrigung aller deutschen Männer nämlich, die vorgeführt werden als diejenigen, die unfähig sind, ihre Frauen zu schützen. Flankiert von einem Linksstaat, der Einheimische drangsaliert und schädigt, wo er nur kann, und der zugleich Zivilokkupanten bei allem und jedem gewähren läßt.

Zitate

von Gauland

  • „Von der Dresdner Demonstration habe ich einen sehr guten Eindruck. Da habe ich keine Nazis in Nadelstreifen gesehen. Wieso das eine Schande für Deutschland sein soll, konnte ich auch nicht feststellen. Es waren ganz normale Bürger.“[23]
  • „Es gibt kulturelle Traditionen, die es sehr schwer haben, sich hier zu integrieren. Von dieser kulturellen Tradition möchte ich keine weitere Zuwanderung. Diese kulturelle Tradition ist im Nahen Osten zu Hause.“[14]
  • „Man muß dieser schwarz-rot-grünen Einheitsfront schon fast dankbar sein, daß sie ihr undemokratisches Gesicht so deutlich zeigen und uns damit die Möglichkeit geben, worin sich die AfD von den Altparteien unterscheidet.“[24]
  • „Der Islam ist keine Religion wie das katholische oder protestantische Christentum, sondern intellektuell immer mit der Übernahme des Staates verbunden. Deswegen ist die Islamisierung Deutschlands eine Gefahr. [...] Wir sind ein christlich-laizistisches Land, der Islam ist ein Fremdkörper. Einen Euro-Islam gibt es in Wirklichkeit nicht. [...] Es ist notwendig, den Wildwuchs von islamischen Religionslehrern und Koranschulen, die privat finanziert werden, zu stutzen. Es muss Kontrollen geben, wer das finanziert und wer dort lehrt. [...] Nur wenn diese Verbindungen offengelegt werden, können die Verbindungen zu den Befürwortern einer strengen Religionsausübung in Saudi-Arabien gekappt werden.“[26]
  • Hitler hat sehr viel mehr zerstört als die Städte und die Menschen, er hat den Deutschen das Rückgrat gebrochen, weitgehend.“[28]
  • „Eine deutsche oder eine englische Fußballnationalmannschaft sind schon lange nicht mehr deutsch oder englisch im klassischen Sinne.“[29]
  • „Die AfD ist eine Alternative gegenüber den Blockparteien und dem links-rot versifften 68er-Deutschland. Wir müssen dafür sorgen, dass der Sieg über die Osmanen vor Wien 1863 nicht durch Zuwanderung und Geburtenrate in sein Gegenteil verkehrt wird.“[30]
  • „Man muss uns diese 12 Jahre nicht mehr vorhalten. Sie betreffen unsere Identität heute nicht mehr. Und das sprechen wir auch aus. [...] Wenn die Franzosen zu Recht stolz auf ihren Kaiser sind und die Briten auf Nelson und Churchill, haben wir das Recht, stolz zu sein auf die Leistungen deutscher Soldaten in zwei Weltkriegen.“[31]
  • „Die NPD ist eine dumme Partei. Sie hält Adolf Hitler für einen großen Staatsmann. Das ist das Gegenteil von dem, was wir vertreten.“[32]
  • Hitler und die Nationalsozialisten sind nur ein Vogelschiss in 1000 Jahren erfolgreicher deutscher Geschichte.“[34]
  • Ich sagte am selben Tag in diesem Zusammenhang, dass es Hitler fast gelungen wäre, die deutsch-jüdische Heldengeschichte, zu der Ballin und Bleichröder, Rathenau und Kantorowicz gehören, zu vernichten.“ [35]
  • „Diese globalisierte Klasse sitzt in den international agierenden Unternehmen, in Organisationen wie der UN, in den Medien, Start-ups, Universitäten, NGOs, Stiftungen, in den Parteien und ihren Apparaten, und weil sie die Informationen kontrolliert, gibt sie kulturell und politisch den Takt vor. Ihre Mitglieder leben fast ausschließlich in Großstädten, sprechen fließend Englisch, und wenn sie zum Jobwechsel von Berlin nach London oder Singapur ziehen, finden sie überall ähnliche Appartements, Häuser, Restaurants, Geschäfte und Privatschulen. Dieses Milieu bleibt sozial unter sich, ist aber kulturell „bunt“.“FAZ, 6. Oktober 2018[36][37]

über Gauland

  • Wer als Politiker versucht, die NS-Diktatur und den Holocaust gezielt klein zu reden, gibt einen Hinweis darauf, wie düster die Visionen sind, die er für Deutschland hat.“[34] – Marco Buschmann
  • 50 Mio. Kriegsopfer, Holocaust und totaler Krieg für AfD und Gauland nur ein "Vogelschiss"! So sieht die Partei hinter bürgerlicher Maske aus.“[34]Annegret Kramp-Karrenbauer

Mitgliedschaften

  • Mitglied des Stiftungsrates des Jüdischen Museums (2001–2006)[39]
  • Autor für den Rotary Club[40]

Filmbeiträge

Gauland zur gescheiterten Asylpolitik im Parlament 17. Dezember 2014
Gauland in Elsterwerda am 2. Juni 2016
Gauland ab ca. 2.00 min. über den jüdischen Besatzungsstaat Israel
Kein Schamgefühl: Alexander Gauland (AfD) über Hitlers „Verbrechen“ an den Deutschen

Veröffentlichungen

  • Das Legitimitätsprinzip in der Staatenpraxis seit dem Wiener Kongress (= Schriften zum Völkerrecht, Band 20). Duncker & Humblot, Berlin 1971, ISBN 3-428-02569-5 (zugl. Diss., Universität Marburg, 1970)
  • Gemeine und Lords. Porträt einer politischen Klasse (= Suhrkamp-Taschenbuch, 1650). Suhrkamp Verlag, Frankfurt 1989, ISBN 3-518-38150-4
  • Was ist Konservativismus. Streitschrift gegen die falschen deutschen Traditionen. Westliche Werte aus konservativer Sicht. Eichborn Verlag, Frankfurt am Main 1991, ISBN 3-8218-0454-8
  • Helmut Kohl. Ein Prinzip. Rowohlt Verlag, Berlin 1994, ISBN 3-87134-206-8
  • Das Haus Windsor. Orbis Verlag, Berlin 2000, ISBN 3-572-01124-8 (Lizenz des Siedler-Verlags, Berlin)
  • Anleitung zum Konservativsein; Deutsche Verlagsanstalt (DVA), Deutschland 2002, ISBN 3-421-05649-8
  • Kleine deutsche Geschichte. Von der Stauferzeit bis zum Mauerfall. Rowohlt Verlag, Berlin 2007, ISBN 978-3-87134-582-1
  • Die Deutschen und ihre Geschichte; wjs-Verlag (Wolf Jobst Siedler jr.), Berlin 2009, ISBN 3-937989-56-0
  • Fürst Eulenburg – ein preußischer Edelmann. Die konservative Alternative zur imperialen Weltpolitik Wilhelm II.; Strauss Edition, Potsdam 2010, ISBN 978-3-86886-018-4

Verweise

Fußnoten

  1. Meuthen und Gauland führen künftig die AfD, Junge Freiheit, 2. Dezember 2017
  2. Gauland gibt den Staatsmann – geht die AfD da mit?, WELT
  3. 33-cabinet.png Abgerufen am 24. April 2017. Bei WebCite® archivieren.Gauland und Weidel führen AfD im BundestagswahlkampfJunge Freiheit, 23. April 2017
  4. Gaulands Vater war u. a. am sächsischen Königshof in Dresden tätig und Kommandant der Festung Königstein in der Sächsischen Schweiz.
  5. „Ja, wir sind populistisch“, PAZ, 23. März 2017
  6. National-Zeitung, 21. April 2017, S. 4
  7. Thomas Fischer: Herr Gauland, der Friede und der Müll, Die Zeit, 30. August 2017, S. 2 Vorsicht! Umerziehungsliteratur im antideutschen Sinne!
  8. Ex-Bundesrichter zeigt Gauland wegen Volksverhetzung an, Der Spiegel, 30. August 2017
  9. http://www.alte-synagoge.essen.de/Seiten/Donnerstagsgespraeche/06_11_2008_Linksverschiebung.htm
  10. Alternative für Deutschland – ein Lebensgefühl, Die Welt, 20. Oktober 2013
  11. Petry lässt kaschern, Jüdische Allgemeine, 28. Januar 2016
  12. AFD-Bundesvorstand erhöht Druck auf Gedeon, Junge Freiheit, 7. Juni 2016
  13. Bundestag bekennt sich klar zu Existenzrecht Israels, Bayerischer Rundfunk, 26. April 2018
  14. 14,0 14,1 14,2 14,3 Gauland fordert Einwanderungsstopp aus Nahost, Junge Freiheit, 28. Januar 2015
  15. 33-cabinet.png Abgerufen am 18. August 2015. Bei WebCite® archivieren.AfD-Vizechef gegen Pläne für ein Einwanderungsgesetz / Gauland im rbb-Sommerinterview: „Wer nicht politisch verfolgt ist, hat gar keinen Anspruch auf Hilfe!“finanzen.net, 16. August 2015
  16. Höcke und Gauland verlesen 5 Grundsätze für Deutschland, Sezession, 18. November 2015
  17. „Rassismus“-Vorwurf: Jetzt redet Gauland!, Politically Incorrect, 31. Mai 2016
  18. 33-cabinet.png Abgerufen am 31. Mai 2016. Bei WebCite® archivieren.Merkel und Sarrazin kritisieren GaulandJunge Freiheit, 30. Mai 2016
  19. FAZ, 1. Juni 2016, S. 4
  20. 20,0 20,1 33-cabinet.png Abgerufen am 8. Juni 2016. Bei WebCite® archivieren.AfD-Vize Gauland: „Das ist eine Meinungsdiktatur“Junge Freiheit, 8. Juni 2016
  21. Carsten Heidböhmer: Dürfen wir über Alexander Gauland in Badehose lachen? Unbedingt! stern, 6. Juni 2018
  22. 60 Vermummte stürmen Privatgrundstück eines Polizisten, Die Welt, 9. Mai 2018
  23. So reagiert die Politik auf den Pegida-Erfolg, Junge Freiheit, 16. Dezember 2014
  24. Schwarz-rot-grüne Einheitsfront erinnert an DDR, Junge Freiheit, 4. September 2015
  25. Bezüglich einer Strafanzeige der AfD bei der Staatsanwaltschaft Berlin gegen Frau Bundeskanzler Merkel wegen „Einschleusung von Ausländern“ vom 9. Oktober 2015
  26. AfD-Programmdebatte – Von Storch: „Islam nicht mit Grundgesetz vereinbar“, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17. April 2016
  27. FAZ, 25. April 2016, S. 5
  28. Hitler hat den Deutschen das Rückgrat gebrochen, Die Zeit, 28. April 2016 Vorsicht! Enthält politisch korrekte Verengungen und Versimpelungen im Sinne der Umerziehung!
  29. 33-cabinet.png Abgerufen am 3. Juni 2016. Bei WebCite® archivieren.Für Gauland ist die Nationalelf nicht mehr deutschFAZ, 3. Juni 2016
  30. Petry klatscht als Galand sie angreift, Die Welt, 9. Juli 2016
  31. AfD-Spitzenkandidat Gauland findet, Deutsche sollten stolz sein auf Leistungen in zwei Weltkriegen, Buzz Feed, 14. September 2017
  32. Ich weiß gar nicht, was völkische Tendenzen sind, Der Tagesspiegel, 26. November 2017
  33. Was ist der Unterschied zwischen AfD und NPD? Was ist ein Nazi, Alexander Gauland (AfD)?, Youtube
  34. 34,0 34,1 34,2 Vorsicht! Enthält politisch korrekte Verengungen und Versimpelungen im Sinne der Umerziehung! Gauland: Hitler nur „Vogelschiss“ in deutscher Geschichtefaz.net, 02.06.2018
  35. Gauland: Plasberg liegt völlig danebenafdbundestag.de, 5. Juni 2018
  36. Vgl. Klaus-Rüdiger Mai: Der klassische Rohrkrepierer – Der Tagesspiegel sucht nach Hitler und findet nur sich selbst, Tichys Einblick, 11. Oktober 2018
  37. Vgl. Timo Kirez: Jetzt wird's richtig gaga: Gauland soll beim Tagesspiegel und nicht bei Hitler abgeschrieben haben, RT Deutsch, 11. Oktober 2018
  38. 33-cabinet.png Abgerufen am 31. Mai 2016. Bei WebCite® archivieren.Merkel und Sarrazin kritisieren GaulandJunge Freiheit, 30. Mai 2016
  39. Jahresbericht des Jüdischen Museums Berlin 2005/2006, Seite 87
  40. Autoren A–Z, Rotary Magazin