Mölders, Werner

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Flieger-As Werner Mölders; An der Ostfront, am 15. Juli 1941, errang er als erster Jagdflieger der Welt den 100. Luftsieg.

Werner „Vati“ Mölders (Lebensrune.png 18. März 1913 in Gelsenkirchen, Rheinprovinz; Todesrune.png 22. November 1941 in Breslau, Schlesien) war ein deutscher Offizier der Reichswehr und der Wehrmacht, zuletzt Oberst der Luftwaffe und Brillantenträger im Zweiten Weltkrieg. Er war einer der populärsten Jagdflieger im nationalsozialistischen Deutschland und einer der höchstdekorierten Soldaten der Fliegertruppe. Werner Mölders besiegte bei insgesamt 400 Feindflügen 115 (14 spanische, 68 westalliierte und 33 sowjetische) Gegner im Luftkampf.

Mölders wurde schon 1939 als Staffelkapitän der 1. von seinen Kameraden und Untergebenen „Vati“ genannt, da er sich stets um sie sorgte und nicht wenigen von ihnen während der Luftkämpfe das Leben rettete.

Leben

Mölders wurde 1913 in Gelsenkirchen als Sohn des Studienrats und Oberlehrers Viktor Mölders sowie dessen Gemahlin Anna-Maria, geb. Riedel, geboren. Mölders’ Vater ist als Leutnant d. R. des Deutschen Heeres am 2. März 1915 mit 32 Jahren bei Vauquois im Argonnerwald gefallen. Werner wuchs deshalb bei seinen Großeltern mütterlicherseits in Brandenburg an der Havel auf, wo seine Mutter mit den drei Brüdern (Werner, Hans und Victor Mölders) und der älteren Schwester Annemarie hingezogen war. Dort verbrachte Mölders seine Kindheit und wurde zu einem sensiblen, sehr naturverbundenen Menschen.

Er wurde Mitglied im Bund Neudeutschland. Wegen seines kameradschaftlichen Wesens wurde er schon bald zum Gruppenführer dieser Jugendorganisation. Bereits als Junge wollte Mölders Soldat werden.

Reichswehr und Aufbau der Luftwaffe

Verleihungszeremonie des Spanienkreuzes in Gold mit Brillanten in Hamburg am 31. Mai 1939. Insgesamt soll es 28 Empfänger gegeben haben. Personen auf dem Bild v. l. n. r.: Oberleutnant Otto Bertram, Oberleutnant Joachim Schlichting, Hauptmann Harro Harder, Hauptmann Werner Mölders, Hauptmann Wolfgang Schellmann, Oberleutnant Walter Oesau, Major Martin Harlinghausen und Major Karl-Heinz Wolff

Nach bestandenem Abitur meldete sich Mölders am 1. April 1931 mit 18 Jahren freiwillig zur Reichswehr. Von 60 Offizieranwärtern seines Jahrgangs wurden drei angenommen, unter ihnen auch Mölders. Er erhielt zunächst eine Ausbildung zum Pionieroffizier im II. Bataillon/Infanterie Regiment 2 in Allenstein und meldete sich schließlich freiwillig, als Deutschland nach dem Verbot durch den sogenannten Versailler Vertrag und den gescheiterten Abrüstungsvorschlägen Adolf Hitlers wieder eine eigene Luftwaffe aufbaute.

Er wurde bei der Tauglichkeitsprüfung jedoch als „fliegeruntauglich“ abgewiesen. Nach erneuter Prüfung wurde er zumindest als „bedingt tauglich“ angenommen und begann seine Flugzeugführerausbildung an der Deutschen Verkehrsfliegerschule in Cottbus, die er als Lehrgangsbester abschloß.[1]

Dem 1935 in die Luftwaffe übernommenen Pionierleutnant wurde zusammen mit einigen älteren Offizieren die Aufgabe übertragen, ein Sturzkampfflugzeug-Geschwader aufzustellen. Im Mai desselben Jahres erhielt er das Flugzeugführerabzeichen der Luftwaffe. 1937 übernahm Mölders als Oberleutnant die 1. Staffel beim Jagdgeschwader 334 in Wiesbaden.

Legion Condor

Werner Mölders war einer der ersten Freiwilligen, die sich 1936 zur Legion Condor meldeten. Er übernahm am 25. Mai 1938 Adolf Gallands Jagdgruppe 88, die später auf der Seite Francos im Spanischen Bürgerkrieg kämpfte.

Seine Staffel war zunächst mit dem Doppeldecker-Schlachtflugzeug Heinkel He 51 ausgerüstet, das zur Bekämpfung von frontnahen Bodenzielen durch Tiefangriffe eingesetzt wurde.

Im Juli 1938 wurde die Jagdgruppe mit dem neuen Jagdflugzeug Messerschmitt Bf 109 ausgerüstet. Sie flog in der Schlacht um den Ebro-Bogen Jagdschutz für die Bomber- und Stuka-Verbände. Die massiven Bombenangriffe auf Truppenansammlungen, Flußübergänge und feindliche Stellungen hatten einen großen Anteil an der entscheidenden Niederlage der linken Volksfrontregierung gegen die Truppen General Francos.

Mölders wurde in diesen Monaten mit 14 Feindabschüssen zum erfolgreichsten Jagdflieger der Legion Condor. Vorzeitig, mit 25 Jahren, wurde er zum Hauptmann befördert und erhielt das Spanienkreuz in Gold mit Brillanten. Anschließend war er für kurze Zeit im Reichsluftfahrtministerium tätig.

Während seines Einsatzes in Spanien soll Mölders an der Entwicklung der neuen Luftkampftaktik des aus vier Flugzeugen bestehenden Vierfingerschwarms beteiligt gewesen sein. Diese Gefechtsformation bot Vorteile bei Selbstschutz und Angriff und wurde nach und nach bei allen Luftstreitkräften der Welt Standard.

Titelseite der „Wochenzeitung Das Reich“ von 1941 mit Werner Mölders (links), zwei Wochen vor seinem Tod

Zweiter Weltkrieg

Den Beginn des Zweiten Weltkrieges erlebte Mölders als Staffelkapitän der 1. Staffel des Jagdgeschwaders 53 „Pik As“ (JG 53). Im Oktober 1939 wurde er mit der Aufstellung der III. Gruppe des JG 53 in Wiesbaden-Erbenheim und mit Grenzüberwachungsaufgaben beauftragt. Nach sieben Luftsiegen erhielt er im April 1940 das Eiserne Kreuz I. Klasse, Ende Mai bereits als erster deutscher Jagdflieger, nach 20 Luftsiegen, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, von Reichsmarschall Hermann Göring.

Am 5. Juni 1940 wurde Mölders jedoch selbst abgeschossen und geriet in französische Kriegsgefangenschaft. Nach der Kapitulation Frankreichs am 30. Juni 1940 kehrte er wieder zurück.

Messerschmitt Bf 109 F-2, Stab-JG 51, Geschwaderkommodore Oberstleutnant Werner Mölders, Juni 1941

Zum Major ernannt, übernahm Mölders am 20. Juli 1940 als Kommodore das Jagdgeschwader 51. Dieses Geschwader trug zu dieser Zeit die Hauptlast in der Luftschlacht um England. Seinen 40. Luftsieg errang Mölders am 21. September desselben Jahres. Er war damit der erste Jagdflieger im Zweiten Weltkrieg, der diese Zahl erreicht hatte, und erhielt als zweiter Soldat der Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz. Sein Geschwader war zu diesem Zeitpunkt das erfolgreichste der Luftwaffe. Im Oktober 1940 erzielte er den 50. Luftsieg und wurde zum Oberstleutnant befördert.[2] Göring wollte Mölders zum „Chef der Jagdflieger“ ernennen, dieser lehnte jedoch ab.

Mölders beim Führer, Juli 1941

Unmittelbar vor Beginn des Präventivschlages gegen die Angriffsstellungen der Sowjetunion wurde sein Jagdgeschwader an die deutsche Ostgrenze verlegt. Mölders’ Geschwader gehörte zur Luftflotte 2, die im Abschnitt der Heeresgruppe Mitte eingesetzt war.

Zu den Aufgaben der Flugzeugführer gehörte neben dem Begleitschutz für die Bomberstaffeln und der „freien Jagd“ auch die Bekämpfung von Bodenzielen mit Bordwaffen und Bomben. Am ersten Tag des Feldzuges gegen die Sowjetunion besiegte Mölders vier Gegner im Luftkampf, woraufhin ihm als zweitem Soldaten der Wehrmacht nach Adolf Galland die Schwerter zum Ritterkreuz mit Eichenlaub verliehen wurden. Dies waren seine Luftsiege 69 bis 72.

Am 15. Juli 1941 erzielte er fünf weitere Luftsiege und steigerte damit die Gesamtzahl seiner Abschüsse auf inzwischen 101. Als erster Offizier der Wehrmacht wurde er daraufhin von Adolf Hitler mit der (damals) höchsten deutschen Tapferkeitsauszeichnung, den Brillanten zum Ritterkreuz mit Eichenlaub und Schwertern, ausgezeichnet.[3] Somit übertraf er die Leistungen des bis dahin erfolgreichsten Jagdfliegers Manfred von Richthofen.

Kurz darauf erfolgte mit 28 Jahren die Beförderung zum Oberst. Gleichzeitig erhielt Mölders Feindflugverbot und wurde als Inspekteur der Jagdflieger (diese Funktion wurde später in General der Jagdflieger umbenannt) zum Generalstab der Luftwaffe ins Reichsluftfahrtministerium nach Berlin versetzt.

Im Herbst 1941 erhielt er den Auftrag, den Jagdschutz der zum Angriff auf die Halbinsel Krim angetretenen Verbände vom Boden aus zu führen. Es war Mölders einziger nachweisbarer Einsatz als Verbandsführer.

Der gefälschte Mölders-Brief

Werner Mölders heiratet seine Verlobte Luise Baldauf, geb. Thurner am 13. September 1941; Luise, die als blonde Ausnahme-Schönheit galt, war die Witwe eines gefallenen Freundes Mölders. Zu den Zeugen der katholischen Zeremonie in Falkenstein, Taunus gehörten Leutnant Erwin Fleig und Oberleutnant Hartmann Grasser. Aus der Ehe ist Tochter Verena entsprossen, die ihren Vater nie kennenlernen sollte, da er vor ihrer Geburt starb.[4] Luise Petzolt-Mölders, die ein drittes Mal heiratete (alle drei Ehemänner waren Angehörige der Luftwaffe der Wehrmacht), verstarb in Starnberg am 21. April 2011 im Alter von 98 Jahren.[5]

August von Mackensen ließ sich von der britischen Greuelpropaganda einspannen, indem er den gefälschten Mölders-Brief verbreitete, der suggerieren sollte, daß der im Vorjahr bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommene General der Jagdflieger Werner Mölders als gläubiger Katholik die Nationalsozialisten als „Ungläubige“ abgelehnt habe und daher von diesen „verunfallt“ worden sei.

Der Führer auf der Beerdigung von Oberst Werner Mölders am 28. November 1941. Dabei: Martin Bormann, Julius Schaub, Dr. Karl Brandt, Erhard Milch; Hermann Göring, der die Trauerrede hielt, endete mit den Worten: „Und nun, bei dir darf ich's sagen: Zieh ein nach Walhall!“
Werner-Mölders-Schule sowie -Straße und Udet-Straße in Wiesbaden-Erbenheim, Wetzlarer Anzeiger vom 16. Januar 1942
Mölders’ Grab

Tod

Während einer Inspektionsreise im Rahmen seiner Tätigkeit erhielt Mölders die Nachricht vom Tod des Generalluftzeugmeisters Generaloberst Ernst Udet und den Befehl, sich zu dessen Staatsbegräbnis nach Berlin zu begeben. Auf dem Flug von der Ostfront nach Berlin am 22. November 1941 setzte der linke Motor der Heinkel He 111, in der Mölders als Passagier mitflog, kurz vor Breslau aus. Als beim Landeanflug auf den Flugplatz Breslau-Schöngarten außerdem der rechte Motor ausfiel, stürzte die Maschine ab. Mölders und der Flugzeugführer, Oberleutnant Georg Kolbe, kamen bei diesem Absturz ums Leben. Sein Adjutant und der Bordfunker überlebten den Unfall.

Ruhestätte

Nach einem Staatsakt im Ehrensaal des Reichsluftfahrtministeriums wurde der Sarg Mölders in einem Trauerzug durch die Stadt Berlin zum Invalidenfriedhof überführt. Er wurde neben Ernst Udet und Manfred von Richthofen, den beiden erfolgreichsten Jagdfliegern des Ersten Weltkrieges, sowie Wolff von Stutterheim beigesetzt.

Nachwirken

Mit Mölders’ Funktion als General der Jagdflieger wurde Adolf Galland betraut. Mölders’ altes Geschwader, das JG 51, erhielt in Würdigung seiner Verdienste den Ehrennamen Jagdgeschwader „Mölders“ und wurde somit zu einem Traditionsgeschwader, dessen Angehörige das gleichnamige Ärmelstreifen tragen durften. Das Geschwader kämpfte bis zur Kapitulation 1945 an der Ostfront.

Bewertung nach 1945

Würdigung

Am 13. April 1968 taufte Mölders’ Mutter einen Lenkwaffenzerstörer der Bundesmarine auf den EhrennamenMölders“. Die Namensgebung war vom damaligen Verteidigungsminister Schröder angeordnet worden. Das Schiff befand sich von 1969 bis 2003 im Dienst und ist seit dem 24. Juni 2005 als zentrales Ausstellungsstück des Deutschen Marinemuseums in Wilhelmshaven für die Öffentlichkeit zugänglich.

Am 9. November 1972 erhielt unter der Verantwortung von Verteidigungsminister Georg Leber die Kaserne der II. Abteilung Fernmelderegiment 34 der deutschen Luftwaffe in Visselhövede den Namen „Mölders“.

Von 1973 bis 2005 trug das in Neuburg an der Donau stationierte Jagdgeschwader 74 (JG 74) der Luftwaffe den Traditionsnamen Werner Mölders. Mit dieser Benennung war, wie bereits zuvor beim JG 51 der Wehrmacht, das Recht verbunden, ein Ärmelband mit dem Ehrennamen an der Uniform zu tragen.

In Cloppenburg, Cochem, Diepholz, Geilenkirchen, Ingolstadt, Leipheim, Mainz, Sankt Augustin und Wesendorf gibt es Möldersstraßen.[6]

Verunglimpfung

Im April 1998 beschloß der Deutsche Bundestag aus Anlaß des 60. Jahrestages der angeblich nicht kriegsrechtlich legitimen Bombardierung Guernicas einen Antrag, der die Bundesregierung verpflichtete, dafür Sorge zu tragen, daß Mitgliedern der Legion Condor nicht weiter ehrendes Gedenken, zum Beispiel in Form von Kasernenbenennungen der Bundeswehr, zuteil werde. Bereits erfolgte Kasernenbenennungen nach Mitgliedern der Legion Condor seien aufzuheben.[7]

Dieser gehässige Beschluß ging auf einen Antrag der linken Fraktionen der SPD und Bündnis 90/Die Grünen zurück. Im federführenden Innenausschuß setzte die Koalitionsmehrheit die Streichung des Abschnitts zur Kasernenbenennung durch. In der entscheidenden Parlamentssitzung gelang es der linksextremen SED-Nachfolgepartei PDS für ihren Antrag, den gestrichenen Passus wieder aufzunehmen. Neben der PDS stimmten die Grünen zu, die SPD enthielt sich der Stimme. Da nur wenige Abgeordnete anwesend waren, kam so eine Mehrheit gegen die Stimmen von CDU/CSU und FDP zustande. Der so wieder in seinen Ursprungszustand versetzte Antrag wurde anschließend bei nur einer Gegenstimme aus der CDU/CSU einmütig verabschiedet. Es war der einzige Beschluß, den die PDS bis heute durchsetzen konnte. Dabei folgte sie der sozialistischen „Antifa“-Politik aus sowjetischer und DDR-Zeit.

Dieser Beschluß wurde in bezug auf Mölders zunächst nicht umgesetzt, weil er an der Bombardierung der kriegswichtigen Ziele in Guernica nicht einmal beteiligt gewesen war.[8][9]

„Mit Guernica hatte Mölders nichts zu tun, was im Gutachten auch nicht behauptet wird. Er stieß erst ein Jahr später zur Legion Condor. Weil aber der Bombenangriff auf Ziele in der Stadt mit seinen gewiß bedauerlichen Folgen seit langem von interessierter Seite als geplanter Terrorangriff der Legion hingestellt und damit als abträglich für das Ansehen aller ihrer Angehörigen, also auch für Mölders angesehen wird, untersucht Hagena dieses Ereignis sehr genau. Zunächst bekräftigt er noch einmal das auch aus ausländischer wissenschaftlicher Literatur hinlänglich Bekannte, nämlich daß es sich um einen Angriff auf eine Straßenbrücke am Rande des Ortes und eine Straßengabelung in einem Vorort gleich daneben im Rahmen der ‚interdiction‘ (Gefechtsfeldabschnürung) zur Blockierung der gegnerischen Rückzugsbewegung auf Bilbao handelte, was zulässig war, und weist dann zusätzlich zeichnerisch nach, daß die beiden Angriffsschneisen des insgesamt 22 Flugzeuge, meist Ju 52-Behelfsbomber umfassenden Verbandes sich über der Brücke kreuzten, womit die Angriffsabsicht klar sein dürfte. Also kein geplanter Flächenangriff. Der geringe Anteil von Brandbomben an der etwa dreißig Tonnen schweren Gesamtbombenmenge ist, was schon der in England lehrende Hans-Henning Abendroth vor etwa zwanzig Jahren nachgewiesen hat, kein Indikator für einen beabsichtigten Terrorangriff, denn diese sogenannte ‚Generalstabsmischung‘ wurde von der Legion auch gegen andere Ziele, wie zum Beispiel Brücken über größere Flüsse, angewandt.“[8]

Die restriktive Auslegung des Beschlusses stieß innerhalb und außerhalb des Parlaments teilweise auf heftige Kritik.[10] Deshalb wurde das Militärgeschichtliche Forschungsamt (MGFA) der Bundeswehr um ein Gutachten zur Person Werner Mölders’ gebeten.[11]

Das im August 2004 vorgelegte Gutachten kam im Sinne der Politischen Korrektheit zu dem Schluß, daß Mölders bis zu seinem tödlichen Flugunfall stets im Sinne einer vorgeblichen Kriegführungspolitik während der Zeit des Nationalsozialismus gehandelt und eine systemkonforme Haltung an den Tag gelegt habe. Er soll prototypisch dem leistungsorientierten, nicht mehr Standesgesichtspunkten unterliegenden, dafür aber Gefolgschaft beanspruchenden und erhaltenden Offiziers nationalsozialistischer Prägung entsprochen haben. Mölders selbst habe sich auf die mediale Inszenierung als „Held“ des Nationalsozialismus „eingelassen“. Eine Distanz Mölders’ zum Nationalsozialismus, etwa aufgrund seines christlichen Hintergrundes, sei nicht zu belegen. Bei den Tiefangriffen auf die Brücke bei Guernica in Spanien war Mölders überhaupt nicht im Einsatz.

Natürlich wäre Mölders, auch wenn er beteiligt gewesen wäre und der Angriff gegen das Kriegsrecht verstoßen hätte, genausowenig ein Kriegsverbrecher, wie zum Beispiel jeder alliierte Flieger, der an der militärisch sinnlosen und völkerrechtswidrigen Bombardierung Dresdens 1945 teilnehmen mußte, ohne gefragt oder auch nur richtig informiert worden zu sein.

Im Januar 2005 beschloß der Bundesminister für Verteidigung Peter Struck auf Grundlage des Gutachtens, daß Einrichtungen der Bundeswehr nicht mehr den Namen Mölders’ tragen sollen.[12] Im Rahmen eines Appells wurde daraufhin das Jagdgeschwader 74 „Mölders“ am 11. März 2005 in Jagdgeschwader 74 umbenannt.

Gegen diese Entscheidung protestierten Bundeswehrangehörige, unter anderem der erste Kommandant des Zerstörers „Mölders“,[13] mit der Begründung, daß Mölders am Angriff auf Guernica gar nicht beteiligt war und auch sonst die Quellenlage der Einstellung des christlich orientierten Mölders gegenüber dem Nationalsozialismus sehr dünn sei. Ein weiteres Argument gegen eine Namensänderung war, daß der Name JG 74 „Mölders“ in Deutschland eingeführt und bekannt sei. Eine Petition der Soldaten des JG 74 mußte auf Druck des Ministeriums abgebrochen werden, der Protest der lokalen und überregionalen Politik (wie Horst Seehofer), pensionierter Bundeswehroffiziere, Luftwaffeninspekteure und NATO-Generäle wie Rall, Cescotti, Overhoff, John, Kuebart, sowie der Mölders-Vereinigung wurde einfach ignoriert.[14]

Trotz der vom Inhaber der Befehls- und Kommandogewalt angeordneten Umbenennung genießt Mölders in Teilen der Bundeswehr nach wie vor großes Ansehen, was von linker Seite immer wieder bösartige Ausfälle zur Folge hat.

Straßennamen

Versuche, in Geilenkirchen[15] und Ingolstadt[16] die Straßen umzubennen, scheiterten an der Stadtratsmehrheit von CSU bzw. CDU.

Beförderungen

  • 1. April 1931 Fahnenjunker
  • 1. Oktober 1931: Fahnenjunker-Gefreiter
  • 1. April 1932: Fahnenjunker-Unteroffizier
  • 1. Juni 1933: Fähnrich
  • 1. Februar 1934: Oberfähnrich
  • 1. März 1934: Leutnant
  • 20. April 1936: Oberleutnant (wirksam zum 1. April 1936)
  • 18. Oktober 1938: Hauptmann (wirksam zum 1. Oktober 1938)
  • 19. Juli 1940: Major
  • 25. Oktober 1940: Oberstleutnant
  • 20. Juli 1941: Oberst

Bildergalerie

Auszeichnungen und Ehrungen (Auszug)

Ehrungen

  • Die Stadt Brandenburg (Havel) benannte von 1941 bis 1945 die Steinstraße, wichtigste Ost-West-Achse der Neustadt Brandenburg, in Werner-Mölders-Straße um.
  • Werner-Mölders-Schule, Wiesbaden
  • Werner-Mölders-Straße, Wiesbaden
  • In acht deutschen Städten gibt es eine Möldersstraße. 2007 hat der CSU-Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium Christian Schmidt sich gegen die 2005 von dem früheren Verteidigungsminister Peter Struck beschlossene Entfernung Mölders´ als Vorbild für die Bundeswehr eingesetzt. Die Zeitschrift des Jagdgeschwaders 74 (JG 74) heißt weiterhin „Der Mölderianer“. Linksindoktrinierte Versuche im Jahr 2005, in Geilenkirchen und Ingolstadt Straßen umzubenennen, scheiterten an der Stadtratsmehrheit von CDU bzw. CSU.

Siehe auch

Literatur

  • Karl Holzamer: Ein Heldenleben: Werner Mölders, in: Ernst Adolf Dreyer / Heinz W. Siska (Hg.): Kämpfer, Künder, Tatzeugen. Gestalter deutscher Größe. 3 Bde., Zinnen-Verlag, München–Wien–Leipzig 1942, Bd. III, S. 363–390
  • Fritz von Forell: Mölders und seine Männer, Adler-Bücherei, 1941
  • Ernst Obermaier: Die Ritterkreuzträger der Luftwaffe Band I Jagdflieger, ISBN 3-87341-065-6
  • Kurt Braatz: Werner Mölders. Die Biographie, Moosburg 2008, ISBN 978-3981161533
  • Ernst Obermaier / Werner Held: Jagdflieger Oberst Werner Mölders (Klappentext)
  • Günter Fraschka: Mit Schwertern und Brillanten, Limes-Verlag, 7. Auflage, 1977, ISBN 3809021229

Verweise

Fußnoten

  1. Oberst Werner Mölders, Präsident des Klub 100, Steckbrief
  2. Berichte des Oberkommandos der Wehrmacht vom 23. und 26. Oktober 1940
  3. Sonderbericht des Oberkommandos der Wehrmacht vom 16. Juli 1941
  4. Luise war im fünften Monat schwanger.
  5. Geschwader und Ehemalige trauern um Mölders’ Witwe Luise Petzolt-Mölders, Augsburger Allgemeine, 6. Mai 2011
  6. Map24-Abfrage vom 7. Mai 2008
  7. Drucksache 15/5426, Deutscher Bundestag, 4. Mai 2005, S. 2
  8. 8,0 8,1 Horst Boog: Sein Verbrechen war die Zeitzeugenschaft, Junge Freiheit 30/08, 18. Juli 2008
  9. Drucksache 14/3658, Deutscher Bundestag, 26. Juni 2000, S. 4
  10. [1]Der Freitag Verweis defekt, gelöscht oder zensiert!
  11. Drucksache 15/5426, Deutscher Bundestag, 4. Mai 2005, S. 2/3
  12. Umbenennung für Verbände und Liegenschaften der Bundeswehr, Bundesministerium der Verteidigung, 28. Januar 2005
  13. F.A.Z., 22. März 2005
  14. www.freitag.de/2005/11/05110402.php Verweis defekt, gelöscht oder zensiert!
  15. Udo Stüßer: „Mölders Soldat und kein Kriegsverbrecher“, Aachener Zeitung, 7. April 2005
  16. Sitzung des Ingolstädter Kultur- und Schulausschusses vom 27. April 2005 Verweis defekt, gelöscht oder zensiert!