Bergoglio, Jorge Mario

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Franz (Lebensrune.png 17. Dezember 1936 in Buenos Aires, Argentinien; bürgerlich Jorge Mario Bergoglio) ist der 266. Papst der römisch-katholischen Kirche.[1] Er ist der erste Jesuit und der erste Lateinamerikaner in diesem Amt (allerdings war sein Vater Italiener und wurde in Italien geboren, wie auch die Eltern seiner Mutter in Italien geboren wurden). Vor seiner Wahl – durch eine Wahlversammlung von 115 stimmberechtigten Kardinälen am 13. März 2013 – war Jorge Mario Bergoglio Erzbischof von Buenos Aires.

Papst Franz mit Israels Ministerpräsident Netanjahu (2013)

Inhaltsverzeichnis

Papstwahl

Nach Erkenntnissen der belgischen Historiker Jürgen Mettepenningen und Karim Schelkens ist die Wahl Bergoglios das Ergebnis einer Absprache liberaler Kardinäle und Bischöfe. Diesen sei es aber erst im zweiten Anlauf gelungen, ihren Kandidaten durchzusetzen.[2] Die beiden Historiker veröffentlichten ihre Ergebnisse 2015 im Rahmen einer voluminösen Biographie über den nicht nur in Belgien bekannten Kardinal Godfried Danneels.

Namensgebung

Franz, der in der BRD studiert hat und fließend deutsch spricht, ist Nachfolger des emeritierten Papstes Benedikt XVI. Seine Namenswahl bezieht sich auf Franz von Assisi (1181/1182–1226). Die Kirche in der BRD besteht darauf, den römischen Bischof latinisiert als „Franziskus“ zu benennen, hier wird jedoch an der korrekten deutschen Namensgebung festgehalten.[3]

Engagiert für jüdische Interessen

Auftaktbegegnungen

Franz leiset seinen Yad-Vashem-Kotau mit Handküssen für alte Juden im besetzten Palästina, Mai 2014
Papst franz mit Juden.jpg

Der Freund und Förderer jüdischer Erinnerungskultur[4][5] erhielt gleich am Tag nach seiner Benennung eine Einladung des israelischen „Staats“präsidenten Shimon Peres nach Yad Vashem und „Israel“.[6] Am 30. April 2013 suchte Peres Franz im Vatikan auf und nahm die Besuchszusage entgegen.[7] Am 2. Dezember 2013 stimmte der israelische Ministerpräsident Netanjahu mit Franz im Vatikan dessen Auftritte in Israel ab. Der Besuch fand im Mai 2014 statt. Franz betete an der jüdischen Klagemauer und die Visite brachte spektakuläre Bekenntnisfotos zum Shoaismus und zur jüdisch-christlichen Allianz hervor.

Bereits am Tag nach seiner Amtseinführung, am 19. März 2013, hatte Franz im Vatikan eine jüdische Delegation mit Abraham Foxman an der Spitze, dem Chef der jüdisch-anti-weißen Kampforganisation Anti-Defamation League, empfangen.[8]

Hinneigung zum Shoaismus

Herr, befreie uns von der Versuchung des gesunden Menschenverstands.
– Papst Franz[9]

Als Erzbischof hatte Bergoglio der argentinischen Abteilung der Logenorganisation B’nai B’rith gestattet, jüdische Gedenkfeiern in katholischen Kirchen der Diözese Buenos Aires abzuhalten.[10] Er selbst nahm wiederholt an diesen Feiern teil und trat am 12. November 2012 in der Kathedrale von Buenos Aires als Hauptredner dabei auf.

Ende 2013 veröffentlichte Franz das Buch „Open Mind, Faithful Heart“ (dt. Ausgabe: „Offener Geist und gläubiges Herz“). Als Titelbild wählte er eine Kreuzigungsszene, jedoch nicht eine Darstellung aus dem reichen Bestand christlicher Künstler beispielsweise der Gotik oder des Barock, sondern eine shoaistische Hervorbringung, ein Gemälde des jüdischen Expressionisten und Freimaurers Marc Chagall (Moische Chazkelewitsch Schagalow).

Das Bild betont durch entsprechende Attribute, daß im Hingerichteten ein Jude gekreuzigt wird. Dem Bild fehlt jede Anspielung auf den neutestamentlichen Bericht, auf die nach christlicher Auffassung vollbrachte Erlösungstat. Prominent zeigt es den erleuchteten siebenarmigen Sabbatleuchter und Szenen des Wehklagens über jüdisches Schicksal. (→ Bildbeschreibung Marc Chagall, „Die weiße Kreuzigung“)

Der Maler Chagall war nach dem Umsturz in Rußland im Jahr 1917 ein bolschewistischer Funktionär gewesen, am 12. September 1918 zum Kommissar für die „Schönen Künste“ im Gouvernement Witebsk eingesetzt.[11] Die sowjetrussische Regierung gab bei dem Staatskünstler Chagall wiederholt Bilder in Auftrag.

Agitator für illegale Infiltration Europas

Bei kriminellen Invasoren Europas (Rom, 28. März 2013)

Franz wählte für seinen ersten Besuch außerhalb des Vatikanstaats am 8. Juli 2013 demonstrativ die italienische Insel Lampedusa, seit langem maritimes Einfallstor illegaler Immigration aus Afrika. Hier ermunterte er Afrikaner zum Eindringen nach Europa. Nach seiner Auffassung zeigen die Europäer nur ungenügende „brüderliche Solidarität“. Der Wunsch jedes Afrikaners auf Versorgung in Europa habe aber den Europäern moralischer Befehl zu sein:

„Lampedusa soll ein Leuchtturm für die ganze Welt sein, damit sie die aufnimmt, die ein besseres Leben suchen.“[12]

Im Herbst 2013 folgte ein Besuch des Jesuiten-Illegalenhilfswerks Astalli in Rom, um dessen Aktivität zu unterstützen. Bei der Generalaudienz im Vatikan am 9. April 2014 segnete Franz demonstrativ ein Kreuz aus dem Holz von in Lampedusa angelandeten Booten afrikanischer Invasoren.[13] (→ Jesuiten – „Tätigkeitsfeld Überfremdung“)

Fußwaschungen an Koran-Anhängern durch Franz

Zu Beginn der Osterwoche 2016 setzte Papst Franz nach seiner Auffassung ein Zeichen der Nächstenliebe. In der Gründonnerstagsmesse wusch er zwölf Personen in einer Asylantenunterkunft nahe Rom die Füße. Franz hatte dafür auch Mohammedaner auswählen lassen. Das Oberhaupt der katholischen Kirche kniete am Vorabend des Karfreitags in der Kleinstadt Castelnuovo di Porto vor elf Asylanten und einer Mitarbeiterin der Einrichtung nieder, wusch und küßte ihnen die Füße. Er sprach von einer brüderlichen Geste im Angesicht von Krieg und Gewalt und verurteilte nochmals die Anschläge von Brüssel als „Geste des Krieges, der Zerstörung“. Ausgewählt waren für das Ritual vier Katholiken aus Nigeria, drei Koptinnen aus Eritrea, drei Mohammedaner aus Mali, Pakistan und Syrien, ein Hindu aus Indien sowie eine italienische Mitarbeiterin der Unterkunft.[14]

„Wir alle sind Brüder“, Gründonnerstag 2016
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Zu diesem Ritual muß man wissen, daß es direkt neutestamentlichen Ursprungs ist: Am Vorabend seiner Hinrichtung wusch Jesus während des letzten Abendmahls seinen Jüngern die Füße und trocknete sie mit dem Tuch, das ihn umgürtete. Durch dieses Beispiel wollte er versinnbildlichen, daß auch die Jünger untereinander zum Dienen bereit sein müssen. Begreiflicherweise muß es traditionsbewußte Katholiken tief irritieren, wenn ein Zeichen der christlichen Solidarität mehrfach vom Papst selber in der Form einer Unterwerfungsgeste gegenüber Invasoren umgewidmet wird. Die Fußwaschung hat im übrigen im Islam einen völlig anderen rituellen Charakter. Es kann nur gemutmaßt werden, als wie zutiefst verstörend Mohammedaner in aller Welt diese Darbietungen des römischen Franz’ auffassen mögen.

Mohammedaner und Juden als päpstliche Berater

Im Juni 2017 berief Bergoglio die Rabbiner Avraham Steinberg und Fernando Szlajen sowie den mohammedanischen Islamwissenschaftler Mohamed al-Haddad in die „Päpstliche Akademie für das Leben.“ Somit wurden, zum ersten Mal seit Gründung der Akademie durch Papst Johannes Paul II. 1994, nicht-christliche Mitglieder ernannt.[15]

Öffentliche Wirkung

Aus dem Vatikan drangen schon bald nach der Berufung Bergoglios als Papst Stimmen, die befürchten, daß er die Würde des Amtes zerstören könnte. So äußerte sich im Dezember 2013 – wahrnehmbar kritisch – der heutige Präfekt des Päpstlichen Hauses und Sekretär Benedikts XVI., Erzbischof Georg Gänswein.[16]

Papst Franz mit Migranten beim Besuch Bolognas am 1. Oktober 2017: „Ihr seid Krieger der Hoffnung.

„Versagen am Kreuz“ und andere dogmatische Ungeheuerlichkeiten Franzens

In der St. Patrick’s Cathedral in Neuyork (New York City) äußerte Ppast Franz, Jesu Hinrichtung auf Golgatha sei dessen „Versagen am Kreuz“. In der spanisch- und englischsprechenden Welt hat diese Rede – Such- und Stichwort: „Failure at the Cross“ – enormen Widerhall gefunden, da dies einer Zerstörung fundamentaler Glaubensaussagen des Katholizismus gleichkommt (eben nicht weniger als einem Dementieren des Evangeliums, was ja „Siegesmeldung“ bedeutet). Die im wesentlichen gleichgeschaltete Lügenpresse in der BRD hat jedoch von diesen weltbewegenden Entwicklungen keinerlei Notiz genommen, der deutsche Sprachraum ist gleichsam geistig abgehängt. Gutmenschen- und NWO-Ideologie kleistert in der BRD jeden unabhängigen Gedanken zu.

Bei anderer Gelegenheit entströmen Papst Franz Äußerungen von der Art, Jesus sei durchaus auch ein Lügner gewesen und die Bibel sei in gewissem Sinn ein gefährliches Buch. Diese nach außen hin (besonders in der außerchristlichen Welt) munter-schelmisch erscheinenden Bemerkungen Franzens haben jedoch eine tiefe dogmatische Ursache: Als Jesuit ist Papst Franz ein schierer Machtakteur. Er radikalisiert die im Papsttum immer schon angelegte und vorhandene Tendenz, sich von Jesus-Worten und von Evangelien-Aussagen als Vatikan abzusetzen, seinerseits nunmehr im reinen NWO-Stil. Ein Papst wird ja im Neuen Testament nirgendwo erwähnt, und von Bischöfen verlangt das Neue Testament, daß sie verheiratet seien. Für den Vatikan ist es also völlig normal, biblische Aussagen zu ignorieren oder sie direkt umzuwenden. Es steht mithin zu befürchten, daß Papst Franz alles und jedes innerhalb der katholischen Glaubenslehre abräumen, lächerlich machen und in Frage stellen wird, was seiner eigenen NWO-Orientierung im Wege ist. In diesem Sinne wäre er dann tatsächlich „der letzte Papst“, als den ihn die Malachias-Prophezeiungen ja sehen. Der letzte traditionstreue Papst war unzweifelhaft Papst Benedikt XVI., er schaut an seinem Alterssitz dem Treiben zu und schweigt.

Mitgliedschaft

Seit 1999 ist Bergoglio/Franz Ehrenrotarier des Rotary Clubs Buenos Aires. 2005 wurde er zudem als dessen „Person des Jahres“ geehrt.[17] Bei der Vereinigung der Rotarier handelt es sich um einen elitären globalistischen Service Club von Wohlhabenden, mit starken Verflechtungen und personellen Überschneidungen zur Freimaurerei.[18] 2016 erhielt er den Karlspreis.[19]

Predigt auf deutsch

Papst Franz hielt am 5. August 2014 erstmals seit seinem Amtsantritt eine Predigt auf deutsch. Vor Meßdienern aus Deutschland, die von 25 deutschen Bischöfen begleitet wurden, sprach er auf dem Petersplatz über das Motto der diesjährigen Ministrantenwallfahrt der deutschen Bistümer: „Frei! Darum ist es erlaubt, Gutes zu tun“. Mit sichtlich großer Freude nahm er als Geschenk ein „Deutschland-Weltmeister-Trikot“ anläßlich des deutschen Sieges bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 entgegen.

In der Öffentlichkeit spricht Franz in der Regel nur italienisch. Ausnahmen macht er während der Generalaudienzen, bei denen er spanischsprachige Gäste in seiner Muttersprache begrüßt. Seinen ersten deutschen Satz sagte er zwei Tage nach seiner Wahl im März 2013 vor dem Kardinalskollegium. Damals zitierte er einen Vers des Dichters Friedrich Hölderlin (1770–1843): „Es ist ruhig das Alter und fromm.“

Entgegennahme des Karlspreises 2016

In der Sala Regia des Apostolischen Palastes versammelten sich unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel, EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, EU-Ratspräsident Donald Tusk und EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (alle vier sind frühere Träger des Karlspreises), um der Entgegennahme des „Internationalen Karlspreises zu Aachen“ an Papst Franz am 6. Mai 2016 beizuwohnen. Auch eine 500 Mitglieder zählende Delegation aus Aachen reiste nach Rom. Der Aachener Oberbürgermeister Marcel Philipp überreichte Franz den Preis im Vatikan.

In der Begründung des Direktoriums für die Verleihung wird hervorgehoben:

„Die Einladung zum interreligiösen und -kulturellen Dialog zieht sich gleichsam wie ein roter Faden durch das Pontifikat von Franziskus – ob in der Türkei oder in Israel, wo er gemeinsam mit dem Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I. alle Christen einlud, ›einen echten Dialog mit dem Judentum, dem Islam und anderen religiösen Traditionen zu fördern‹, oder sei es jüngst in Kenia, Uganda und der Zentralafrikanischen Republik. Er sucht in erster Linie das Gemeinsame, nicht das Trennende. Und als ein wesentliches Element, das das Christentum mit den beiden anderen abrahamitischen Religionen, dem Judentum und dem Islam, eng verbindet, sieht er die Barmherzigkeit. Barmherzigkeit: Sie steht im Mittelpunkt der Botschaft von Papst Franziskus.“[20]

Franz selber fiel während seiner Dankesrede in einen Taumel wirrer Beschwörungen, als er sagte:

„Was ist mit dir los, humanistisches Europa, du Verfechterin der Menschenrechte, der Demokratie und der Freiheit? Was ist mit dir los, Europa, du Heimat von Dichtern, Philosophen, Künstlern, Musikern, Literaten? Was ist mit dir los, Europa, du Mutter von Völkern und Nationen, Mutter großer Männer und Frauen, die die Würde ihrer Brüder und Schwestern zu verteidigen und dafür ihr Leben hinzugeben wussten?“

Diese Stellungnahme eines Religionsführers, der unablässig UNO-Klimathemen, Lampedusa-Ermahnungen, Forderungen nach mehr Einheit, mehr „Dialog“ und völlige Grenzenlosigkeit erhebt, hat eigentlich mit der distinkten Glaubensbotschaft der Katholischen Kirche wenig zu tun. Deshalb ist es unklar, wie aus bloßer Abdankungsbereitschaft, aus defensiven Beteuerungen, aus Entgrenzung und universalem Schuldkult etwa hohe Kultur oder große Kunst, Musik und Architektur resultieren soll. Nichts dergleichen ist vorstellbar. Es entsteht vielmehr der Eindruck, daß Papst Franz bereit ist, wesentliche Unterscheidungsmerkmale der katholischen Botschaft zu verwässern und zu annullieren, um in einer nun bevorstehenden totalitären Eine-Welt-Ordnung (→ NWO) noch weiterhin am Tisch der Mächtigen sitzen zu dürfen. Denn unstrittig haben die Faktoren Priestermangel, pädosexuelle Skandale sowie eine gravierende Machteinbuße durch evangelikale Mission in Lateinamerika und durch die (von europäischen Christen fast gleichgültig registrierte) Ausrottung der uralten orientalischen Christengemeinden aufgrund einer zionistisch-amerikanischen Destabilisierungspolitik, seine Stellung fundamental in Frage gestellt.

Behandlung durch jüdische Psychotherapeutin

Die britische Zeitung The Guardian berichtete 2017 anläßlich des Erscheinens eines neuen Buches über Bergoglio, er habe sich nach eigenen Angaben in den späten 1970er Jahren, nachdem er als Kleriker schon viele Jahre als „Seelsorger“ (Kirchenjargon) eingesetzt war, mit seinen seelischen Problemen einer jüdischen Psychoanalytikerin anvertraut. Seine psychotherapeutische Behandlung in wöchentlichen Sitzungen habe sich gemäß seiner Mitteilung etwa ein halbes Jahr hingezogen. Die laut Bergoglio „sehr gute Person“, deren Namen er nicht preisgibt, habe ihm sehr geholfen.[21][22]

Öffentliche Rücktrittsforderung durch Erzbischof Carlo Maria Viganò

Eine Buchveröffentlichung zum Kirchenoberhaupt[23]

Am 22. August 2018 veröffentlichte der frühere päpstliche Nuntius (= Botschafter) in den VSA, Erzbischof Carlo Maria Viganò, eine an Franz gerichtete Rücktrittsforderung. Viganò war von 2011 bis 2016 Apostolischer Nuntius in den VSA. Wegen seines hohen Rangs in der Hierarchie und wegen seines hohen persönlichen Ansehens (er deckte federführend frühere Skandale selber auf) gilt diese Rücktrittsforderung von Erzbischof Viganò als gewichtig. Viganò, der u. a. das Wort „l’omertà“ (= Gesetz des Schweigens) in seinem Brief verwendete, schrieb wörtlich:

„Bischöfe und Priester haben unter Missbrauch ihrer Autorität schreckliche Verbrechen gegen ihre Gläubigen, gegen Minderjährige, gegen unschuldige Opfer, gegen junge Männer, die ihr Leben der Kirche anbieten wollten, begangen oder durch ihr Schweigen nicht verhindert, dass solche Verbrechen weiterhin begangen werden konnten. [...] Papst Franziskus hat mehrfach vollkommene Transparenz in der Kirche gefordert und die Bischöfe und Gläubigen angehalten, mit Parrhesia vorzugehen. Die Gläubigen in aller Welt fordern sie auf besondere Weise auch von ihm. Möge er sagen, seit wann er von den Verbrechen wusste, die McCarrick verübt hat, indem er seine Autorität gegenüber Seminaristen und Priestern missbrauchte. In jedem Fall hat der Papst es am 23. Juni [2013] von mir erfahren und es weiterhin verdeckt [...]. Möge Papst Franziskus in diesem für die ganze Kirche äußerst dramatischen Moment seine Fehler erkennen und im Einklang mit dem verlautbarten Null-Toleranz-Prinzip der Erste sein, der den Kardinälen und Bischöfen, die die Missbrauchshandlungen McCarricks gedeckt haben, ein gutes Beispiel gibt und gemeinsam mit ihnen allen zurücktritt.“[24]

Die Datums-Passage ist mutmaßlich die wichtigste des ganzen, ausführlichen Schreibens, da Viganò hier den Vorwurf gegen Franz erhebt, dieser habe selber Teil am Problem der Vertuschung (hier namentlich in bezug auf die Verfehlungen von Theodore Edgar McCarrick, dem emeritierten Erzbischof von Washington und früheren Kardinal). In Viganòs sehr langem Schreiben – das eigentlich eine Abhandlung ist zur jüngeren Geschichte des Kardinalskollegiums und dessen Versäumnissen hinsichtlich der Mißbrauchsskandale – wendet sich Viganò ausdrücklich auch gegen „einen Umsturz der katholischen Lehre zur Homosexualität“ (das Alte und das Neue Testament fordern bekanntermaßen die Todesstrafe für Homosexualität, daran erinnert Viganò allerdings nicht). Im Zusammenhang mit der „rechten Hand“ von Papst Franz, Kardinal Oscar Rodriguez Maradiaga, spricht Viganò von einer Technik, die darin besteht, „die Opfer [zu] beschimpfen, um sich selbst zu retten, bis aufs äußerste zu lügen, um einen Abgrund an Machtmissbrauch, schlechter Organisation in der Verwaltung der kirchlichen Güter, finanzieller Desaster auch gegenüber engen Freunden zu verbergen.“

Viganò spricht davon, daß es innerhalb der katholischen Kirche ein Homosexuellen-Netzwerk gebe. Von diesen Verschwörungen sagt Viganò:

„Diese homosexuellen Netzwerke, die mittlerweile in vielen Diözesen, Seminaren, Orden etc. verbreitet sind, agieren unter dem Deckmantel der Geheimhaltung und der Lüge mit der Macht der Fangarme einer Krake; sie vernichten unschuldige Opfer, machen Berufungen zum Priestertum zunichte und schnüren der ganzen Kirche die Luft ab.“

Es wird lehrreich sein zu sehen, wie der neomarxistisch-globalistische Zeitgeist diese politisch völlig unkorrekten Einlassungen Viganòs aufnimmt. Innerhalb der Kirche dürfte das Schreiben von Viganò sich verheerend auswirken. Entgegen den Annahmen Viganòs, ein gesunder, traditionsfester Kern der Glaubensmacht sei unbeschädigt und vital, beweisen die am Priestermangel sichtbaren Auflösungserscheinungen der Kirche (trotz eines stetigen Mitgliederwachstums in der Dritten Welt), daß das Gegenteil der Fall ist. Einmal aufgedeckt, reißen die ungeheuerlichen Verfehlungen der vormals hochgeachteten Glaubensträger das ganze Gerüst des Katholizismus in die Tiefe.

Gegner

Als konservativer Gegenspieler von Papst Franz gilt der VS-amerikanische Kardinal Raymond Leo Burke.[25] Burke wird auch als möglicher Nachfolger von Papst Franz gehandelt.[26]

Zitate

  • „Wir können heute von einer arabischen Invasion sprechen. Das ist eine soziale Tatsache [...] aber es hat immer über sich selbst hinauswachsen, voranschreiten können, um sich dann, bereichert durch den Austausch der Kulturen, wiederzufinden [...] Es ist nötig, sich wieder an den Verhandlungstisch zu setzen, aber nur in dem Bewußtsein, daß man etwas verlieren muß, damit alle gewinnen können. [...] Wenn es seine Geschichte vergißt, schwächt sich Europa. Dann wird es zu einem leeren Ort.“[27]
  • „Hinter den Anschlägen stecken Waffenhersteller, Waffenhändler, Waffenschmuggler, die nach Blut streben, nicht nach Frieden. Wir alle hier sagen, wir sind anders. Wir haben verschiedene Religionen und Kulturen, aber wir sind Brüder und wir wollen in Frieden leben.“[28]
  • „Im vergangenen Jahrhundert hat sich die ganze Welt darüber empört, was die Nazis für die Rassenreinheit machten. Heute machen wir dasselbe, nur mit weißen Handschuhen.“[29]

Siehe auch

Literatur

  • Marcantonio Colonna: Der Diktatorpapst: Aus dem Innersten seines Pontifikats, Renovamen Verlag, 2018, ISBN 978-3956211348 [280 S.]
  • Hubertus Mynarek: Papst Franziskus. Die kritische Biografie. Tectum, Marburg 2015, ISBN 978-3-8288-3583-2
  • Enrico Maria Radaelli: Street theology: La Scristianizzazione o Grande Fuga dalla realtà della Chiesa post moderna dal Concilio Vaticano II a Papa Francesco, Fede & Cultura, Verona 2016, Kindle Edition [ital., E-Book]

Verweise

Galerie

Fußnoten

  1. Bei der Nummernfolge der offiziellen Papstliste handelt es sich um eine Konsensziffer: Aus der Spätantike, erst recht aus dem frühen Mittelalter (der Zeit der mageren oder ganz fehlenden Schriftzeugnisse zwischen dem 7. und dem 9. Jahrhundert), sind selbst die Papstnamen oftmals nur legendär, nicht chronikalisch, überliefert.
  2. St. Galler ›Mafia‹ steuerte die Papst-Wahl. Eine belgische Biografie wartet mit brisanten Enthüllungen auf: Ein kirchlicher Geheimzirkel traf sich regelmässig in St. Gallen. Ziel der Männer: die Wahl von Papst Franziskus, 20 Minuten (www.20min.ch), 30. September 2015
  3. Der Vorgang ist als eine der – für das deutsche Publikum üblichen – Manipulationen anzusehen: Die Deutschen sollen sogleich an den Hl. Franziskus denken. Obwohl die korrekte, eingedeutschte Form für den Papst „Franz“ ist (dann ergäbe sich da jedoch keinerlei Assoziation an den armen Heiligen und an das „dem armen Heiligen Nacheifern“, die Gebefreudigkeit um diesen angeblich bescheidenen Papst nähme Schaden). Die Italiener, viel näher am lateinischen Franciscus, nennen ihn in der Landessprache „Francesco“, die Englischsprachigen nennen ihn in der Landessprache „Francis“, die Franzosen „François“, usw. Auch in der BRD nannte man Papst Paul VI. nicht etwa „Paulus“, sondern eingedeutscht Paul. In der Frage, ob man sich also von den deutschen katholischen Bischöfen den Namen für die Person interessengeleitet vorgeben und aufzwingen lassen sollte, pflegt dieses Lexikon die Praxis, durchgehend „Franz“ zu verwenden.
  4. „As archbishop of Buenos Aires, Bergoglio attended Rosh Hashanah services at the Benei Tikva Slijot synagogue in September 2007. [...] Last November [2012], Bergoglio hosted a Kristallnacht memorial event at the Buenos Aires Metropolitan Cathedral with Rabbi Alejandro Avruj from the NCI-Emanuel World Masorti congregation. [...] In his visit to the Buenos Aires synagogue [...] Bergoglio told the congregation that he was there to examine his heart 'like a pilgrim, together with you, my elder brothers'.“ The Global News Service of the Jewish People: „New pope, Jorge Mario Bergoglio of Argentina, has Jewish connections“, 13. März 2013 [1]
  5. Jewish Leaders Praise New Pope Jewishpress.com, 14. März 2013
  6. „Peres lädt Franziskus nach Israel ein“ n-tv.de, 14. März 2013 [2]
  7. „'Ich erwarte Sie in Israel' - Franziskus akzeptiert Einladung nach Israel“, tachles.ch; abgerufen am 1. Mai 2013
  8. „Pope Francis and the Argentine Rabbi“, Huffington Post, 18. April 2013
  9. 33-cabinet.png Abgerufen am 26. August 2014. Archiviert bei WebCite®.„Herr, befreie uns von der Versuchung des gesunden Menschenverstands“Radio Vatikan, 20. April 2013
  10. B‘nai B‘rith gedenkt in der Kathedrale von Buenos Aires mit Kardinal Bergoglio [3]
  11. Berufen von seinem persönlichen Freund Anatoli Lunatscharski, Volkskommissar für das Bildungswesen im nachrevolutionären Rußland von 1917 bis 1929
  12. „Franziskus, der Gewissenserwecker“, Süddeutsche Zeitung online, 8. Juli 2013 sowie „Franziskus erschüttert über Flüchtlingsschicksale“ FAZ online, 8. Juli 2013
  13. „Italien spricht von einem ›Flüchtlings-Tsunami‹“, FAZ (faz.net), 9. April 2014
  14. Papst wäscht und küsst Flüchtlingen die Füße, Die Zeit, 24. März 2016
  15. Anna Samarina: Franziskus ernennt Muslim und zwei Rabbis zu Mitgliedern der päpstlichen Akademie, Epoch Times, 21. Juni 2017
  16. Verhältnis zu Franziskus „ist Schmerz“ – Georg Gänswein lästert über den Benedikt-Nachfolger, Focus, 4. Dezember 2013
  17. Insa Feye: „Franziskus - Der neue Papst und Rotary …“, Rotary Magazin 4/2013 (rotarymagazin.de)
  18. Über die große Nähe zwischen Rotariern und Freimaurerei seit den Gründungstagen von Rotary (1905) berichtet das offizielle Organ „Rotary“, Ausgabe 4/2006, S. 12 f.: Wolfgang Ziegler: Rotary und die Freimaurer – Von Brüdern und Freunden
  19. Papst Franziskus erhält Karlspreis, Der Spiegel, 23. Dezember 2015
  20. Begründung des Direktoriums der Gesellschaft für die Verleihung des Internationalen Karlspreises zu Aachen an Seine Heiligkeit Papst Franziskus
  21. Harriet Sherwood und Angela Giuffrida: Pope reveals he had weekly psychoanalysis sessions at age 42, The Guardian, 1. September 2017; dazu Axe of Perun: The Pope’s Jewish Psychoanalyst, Renegade Tribune, 4. September 2017
  22. Bergoglio war damals Leiter des Jesuitenordens in Argentinien. Wesentlicher Bestandteil der Psychoanalyse ist ein psychologischer Atheismus, welcher den Gottesglauben als Zwangsneurose deutet; so lehnt die Psychoanalyse auch die christliche Vorstellung der Seele vollständig ab.
  23. Marcantonio Colonna: Der Diktatorpapst: Aus dem Innersten seines Pontifikats, Renovamen Verlag, 2018
  24. Exklusiv: Das Schreiben von Ex-Nuntius Viganò in deutscher Übersetzung, Die Tagespost, 29. August 2018
  25. Matthias Matussek:„Homosexualität ist eine Form des Leidens“, Die Welt, 24. April 2015
  26. Deutsche Katholiken schweigen prominenten Malteser-Ritter als Papst-Kandidaten tot, Unzensuriert, 26. April 2018
  27. „Wir können heute von einer arabischen Invasion sprechen. Das ist eine soziale Tatsache“, zitiert die Vatikanzeitung „Osservatore Romano“ (4. März 2016) eine Äußerung des katholischen Kirchenoberhaupts, die bereits am 1. März 2016 bei einem Treffen mit Mitgliedern der französischen Sozialbewegung „Poissons Roses“ in seiner Residenz Santa Marta fiel (→ Schandnacht zum Jahreswechsel 2015/2016, Asylantenflut in Europa 2016).
  28. Papst Franz hat bei der traditionellen Messe zum letzten Abendmahl am Gründonnerstag (24. März 2016) für Nächstenliebe und Versöhnung der Religionen geworben. Im Asylbewerberheim in Castelnuovo di Porto vor den Toren Roms verurteilte Franz die Anschläge von Brüssel und warb für Gewaltlosigkeit. Muslime und Migranten seien nicht für die Anschläge verantwortlich zu machen.
  29. Birgit Kelle: [Lebende, die dem Tod zujubeln https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2018/lebende-die-dem-tod-zujubeln/], Junge Freiheit, 24. Juni 2018
  30. Abraham Foxman: Pope Francis and the Argentine Rabbi, Huffington Post, 18. April 2013


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