Anti-Defamation League

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Die Anti-Defamation League (kurz: ADL) ist eine Haß-, Diffamierungs-, Zensur- und Propagandaorganisation mit Sitz in Washington D.C., VSA, die weltweit kämpferisch für jüdische Sonderinteressen und allgemein gegen die Belange Europäischstämmiger arbeitet.

Geschichte

Jacob Schiff, ein jüdischer Finanzoligarch und Bankier, gründete 1913 in Chicago die Anti-Defamation League. Abraham H. Foxman stand ihr von 1987 bis 2015 vor, ihm folgte Jonathan Greenblatt nach.

Wirken

Bei der ADL handelt es sich um eine Sonderformation der internationalen jüdischen Logenvereinigung B'nai B'rith (hebräisch: „Söhne des Bundes”) mit der Aufgabe, global jüdische Interessen zu vertreten und alles zu bekämpfen, was ihnen nach Einschätzung der Organisation entgegensteht. Letzteres wird regulär von ihr als antisemitisch gebrandmarkt.[1]

Die äußerst finanzstarke Organisation setzt sich zudem schwerpunktmäßig für israelische Anliegen ein; sie ist Mitglied des American Israel Public Affairs Committee (AIPAC). Die ADL nimmt Einfluß auf alle sie nach ihrer Meinung angehenden Ereignisse. So ruft sie seit 100 Jahren von ihr ausgesuchte Adressaten zu Zensurmaßnahmen in ihrem Sinne auf. Ein Zielobjekt ist seit 2012 das Kurzmitteilungsunternehmen Twitter, das der ADL mißliebige Äußerungen unterbinden soll.[2] Die Bekämpfung der Meinungsfreiheit von Nichtjuden ist eine zentrale Beschäftigung der ADL. Wer bei der Organisation im Verdacht steht, die Landnahme Fremder in weißen Ländern oder andere Anliegen der Lobby nicht zu unterstützen, wird auf vielfältige Weise als Täter eines von ihr fabrizierten „Haßverbrechens“ beschuldigt. Dieses Gebaren ahmen interessierte Kreise weltweit nach, beispielsweise der EJC (→ Moshe Kantor) oder der Zentralrat der Juden in Deutschland.

Der Neuyorker Kardinal Timothy Dolan (links) posiert mit dem seinerzeitigen ADL-Chef Abraham Foxman (Aufnahme vom 17. Juni 2015). Wie stets bei Treffen mit jüdischen Lobbyvertretern tragen höhere Kirchenfunktionäre nicht das Kruzifix, welches obligatorischer Bestandteil ihrer Berufskleidung ist.

Enge Zusammenarbeit mit Politik und Päpsten

Die Organisation findet für ihre Anliegen und Wünsche insbesondere in allen westlichen Ländern Zugang zu höchsten Regierungsstellen und gesellschaftlichen Institutionen. So traf beispielsweise ADL-Chef Foxman zu seiner Zeit nach eigener Aussage in den vergangenen Jahren elfmal mit den Päpsten Johannes Paul II., Benedikt XVI. und Franz zusammen.[3] Benedikt XVI. machte einen Direktor bei der Anti-Defamation League, den Rabbiner Leon Klenicki, im Jahr 2007 zum katholischen Würdenträger, indem er ihn als päpstlichen Ehrenritter in den Orden des heiligen Gregor des Großen aufnahm.[4]

Auf Einladung des katholischen Kirchenoberhaupts fand am 9. Februar 2017 ein weiteres protokollarisches und Strategietreffen im Vatikan statt. Bergoglio verabschiedete ADL-Chef Greenblatt und die Spitzenorganisation mit warmen Worten:

„Upon our shared commitment and our journey of friendship and fraternal trust, I invoke the Almighty’s blessings: in his munificence may he accompany us and help us to bring forth the fruits of goodness. Shalom alechem!“ (Siehe auch Filmbericht unter Verweise)

Kritik

  • Der Jude Robert Friedman meinte, daß die ADL unter anderem sandinistische Solidaritätsgruppen, palästinensische und arabische Organisationen und selbst Unterstützer der israelischen Friedensgruppe Peace Now in den VSA bespitzele und diese Daten an den israelischen Geheimdienst weitergebe.[5]
  • Der Jude und linksorientierte Publizist Norman Finkelstein schrieb der ADL in seinen früheren Werken eine positive Rolle zu,[6] doch in späteren Büchern warf er der ADL vor, sich an antikommunistischer Hetze unter McCarthy beteiligt zu haben,[7] in den 1960er Jahren eine Verleumdungskampagne gegen Hannah Arendt und in den 1970er Jahren gegen Noam Chomsky geführt zu haben[8] und in erster Linie nicht Antisemitismus zu bekämpfen, sondern Israel gegen jegliche Kritik zu verteidigen.[9]
  • Nachdem die ADL ihren Einfluß geltend machte und ein Vortrag des jüdisch-britischen Historikers Tony Judt in Neu York kurzfristig abgesagt wurde, unterzeichneten mehr als einhundert Personen einen Offenen Brief im New York Review of Books, in dem sie der ADL vorwarfen, ein Klima der Einschüchterung zu verbreiten, das nicht vereinbar mit den Grundprinzipien von Diskussionen in einer Demokratie sei.[11]

Filmbeiträge

Defamation – Spurensuche einer Verleumdung

Siehe auch

Literatur

  • Keiter Enless: Defamation Factory: The Sordid History of the Anti-Defamation League, Reconquista Press, 2018, ISBN 978-1912853038, Vorwort von Tomislav Sunic
  • William Pierce: Lifting the Lid Off the Anti-defamation League: Jewish Hate, the Media and the A.D.L. Steven Books, 2002, ISBN 978-1899435609
  • Greg Felton: The Host and The Parasite: How Israel's Fifth Column Consumed America. CreateSpace Independent Publishing Platform, 2010, ISBN 978-1450590341 [549 S., im US-Buchhandel; E-Book-Version fortgeschrieben bis 2017]
  • Grant F. Smith: Big Israel. How Israels Lobby Moves America. Institute for Research, 2016, ISBN 978-0982775714 [330 S.]
  • Peter Blackwood: Das ABC der Insider. Ein Nachschlagewerk über die Arbeit, die Pläne und die Ziele der internationalen Absprachegremien und ihrer Mitglieder. Verlag Diagnosen, Leonberg 1992, ISBN 3-923864-05-1, S. 19ff.
  • Liberty Lobby: Conspiracy against freedom : a documentation of one campaign of the Anti-Defamation League against freedom of speech and thought in America. Liberty Lobby 1986, ISBN 978-0935036107

Verweise

Fußnoten

  1. David Korn: Wer ist wer im Judentum? - FZ-Verlag ISBN 3-924309-63-9
  2. Twitter Partners With ADL to Fight “Online Hate” (engl.) – Twitter arbeitet mit ADL zusammen, National Vanguard, 18. Februar 2016
  3. Information vom Netzauftritt der ADL, abgerufen am 12. November 2013
  4. ADL: Bericht vom 27. August 2007
  5. Robert I. Friedman: The Anti-Defamation League Is Spying On You. In: Village Voice XXXVIII.19 (11. Mai 1993).
  6. Norman H. Finkelstein: Heeding the Call. Jewish Voices in America's Civil Rights Struggle. Jewish Publication Society, 1997, passim; Norman H. Finkelstein: American Jewish History. Jewish Publication Society, 2007, S. 111; Norman H. Finkelstein: Forged in Freedom. Shaping the Jewish-American Experience. Jewish Publication Society, 2002, S. 70ff.
  7. Norman H. Finkelstein: The Holocaust Industry: Reflections on the Exploitation of Jewish Suffering. Verso, ²2003, S. 15.
  8. Norman H. Finkelstein: The Holocaust Industry: Reflections on the Exploitation of Jewish Suffering. Verso, ²2003, S. 21.
  9. Norman H. Finkelstein: The Holocaust Industry: Reflections on the Exploitation of Jewish Suffering. Verso, ²2003, passim.
  10. John J. Mearsheimer, Stephen M. Walt: The Israel Lobby and U.S. Foreign Policy‎. Farrar, Straus and Giroux, 2007, S. 232.
  11. Mark Lilla, Richard Sennett: The Case of Tony Judt: An Open Letter to the ADL. In: New York Review of Books 53.18 (16. November 2006).