Körner, Theodor

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Leutnant Karl Theodor Körner; da es ihm bei der Jäger-Infanterie auch zu langweilig wurde, meldete er sich zu den Jägern zu Pferde. Roß und Ausrüstung konnte er sich problemlos leisten. Major Lützow ernannte ihn zu seinem Adjutanten und bildete ihn als Truppführer für Handstreiche aus.

Carl Theodor Körner (Lebensrune.png 23. September 1791 in Dresden; Todesrune.png gefallen 26. August 1813 bei Gadebusch in Mecklenburg) war ein deutscher Freiheitsdichter, Dramatiker, Burgtheaterdichter in Wien, Verfasser vaterländischer Lieder, Offizier und Freiheitskämpfer in den Befreiungskriegen gegen die Tyrannei Napoleons. Er galt gemeinsam mit Max von Schenkendorf als „Sänger der Freiheitskriege“.

Leben

Theodor Körner mit Eltern, „Die Gartenlaube“ 1891
In jedem Völkermorgenroth
Erglänzt sein Stern den Nationen.

Theodor Körner entstammte einem wohlhabenden Elternhaus am Kornmarkt in Dresden. Sein Vater Christian Gottlieb Körner (1756–1831) nahm seit 1790 die Stelle eines „Oberappellations-Gerichtsrathes“ ein und war mit Goethe und Schiller befreundet. Das Haus am Kornmarkt war ein „Salon der sächsischen Elite“. Die Familie Körner war dadurch auch am kaiserlichen Hof in Wien bekannt geworden. Die frühe Anstellung als privilegierter „K.u.k. Hoftheaterdichter“ war deshalb nicht nur Körners dichterischem Talent geschuldet.

Wirken

1808 bezog Körner die Hochschule zu Freiberg an der Mulde, um Bergbau zu studieren. 1810 gab er unter dem Titel „Knospen“ eine Sammlung von Gedichten heraus. Er brach daraufhin sein Studium ab und ging 1811 nach Wien. Dort schrieb er zwei kleine Lustspiele, „Die Braut“ und „Der grüne Domino“, die am Burgtheater aufgeführt wurden. Daraufhin folgten weitere kleinere Theaterstücke und ein Trauerspiel namens „Zriny“. In diesem feierte Körner den ungarischen Nationalhelden Zriny und prangerte zugleich die Napoleonische Fremdherrschaft über Deutschland sowie die Franzosenzeit an. Daraufhin wurde Körner als kaiserlicher Hoftheaterdichter angestellt.

Deutsche Erhebung

Nachdem Friedrich Wilhelm III. den Aufruf „An mein Volk“ verfaßt und damit die Befreiungskriege eingeleitet hatte, schrieb Theodor Körner einen Brief an seine Eltern und verfaßte einen eigenen Aufruf. Nach seinem Eintreffen in Breslau schloß er sich dem Freikorps „Lützow“ an und lernte dort auch Friedrich Ludwig Jahn und Friedrich Friesen kennen. Am 10. März 1813 schrieb Theodor Körner seinem Vater Gottfried:

„Deutschland steht auf; der preußische Adler erweckt in allen treuen Herzen durch seine kühnen Flügelschläge die große Hoffnung einer deutschen, wenigstens norddeutschen Freiheit. Meine Brust [Kunst] seufzt nach ihrem Vaterlande – laß mich unwürdiger Jünger sein! Ja, liebster Vater, ich will Soldat werden. Ich will das hier gewonnene glückliche und sorgenfreie Leben mit Freuden hinwerfen, um, sei's auch mit meinem Blute, mir mein Vaterland zu erkämpfen. Jetzt ist es, bei Gott, ein würdiges Gefühl, das mich treibt. Jetzt ist es die mächtige Überzeugung, daß kein Opfer zu groß sei für das höchste menschliche Gut, für seines Volkes Freiheit.“

Am 19. März 1813 trat er in Breslau dem Freikorps bei, wurde Jäger, kurz darauf Oberjäger. Er unterstand zuerst Major Friedrich von Petersdorff, der unter Major von Lützow (Korpsführer) die Infanterie führte. In der Dorfkirche zu Rogau sang die 1.500 Mann zählende Freischar am 28. März 1813 Körners „Einsegnungslied“. Kurz darauf begleitete er von Petersdorff nach Dresden. Bei dieser Gelegenheit sah er zum letzten Mal seine Eltern. Dann ging es nach Leipzig, wo Körner zum Leutnant ernannt wurde, von da über Dessau und Zerbst in die Gegend von Lenzen bei Karwitz (Niedersachen), wo sie sich beim Korps des Grafen von Wallmoden meldeten.

Körner erhielt den Auftrag, die Deutschen zum Aufstand gegen die Fremdherrschaft aufzufordern. Schon bald wurde er Adjutant Ludwig Adolf Wilhelm Freiherr von Lützows. Im Gefecht bei Kitzen südwestlich von Leipzig wurde Körner schwer verwundet und schrieb in Todesahnung seine Verse „Abschied vom Leben“. Ein Holzhauer (nach anderen Quellen dessen kleine Tochter) fand den Verwundeten, Körner erholte sich nach einem Aufenthalt in Karlsbad wieder und kehrte zu seinen Kameraden zurück.

Wirken

Leier und Schwert!
„Bei dem Angriff auf die französische Nachschubkolonne im Wald bei Rosenow trat eine unvorhergesehene Wendung ein. Die begleitende Infanterie ergab sich nicht, sondern zog sich hinter die Bäume zurück und eröffnete das Feuer auf die Reiter. Körner, Graf Hardenberg und weitere zwei Kameraden wurden aus den Sätteln geschossen. Möglicherweise waren die Franzosen vor der Anwesenheit der Lützower gewarnt worden. Einen Tag später wurden die vier Gefallenen der Lützower zwischen zwei alten Eichen in Wöbbelin beigesetzt. Der Begräbnisplatz ging 1814 in den erblichen Besitz der Familie Körner über und wurde zum Familiengrab erweitert. Die ursprüngliche Anlage wurde 2012/2013 restauriert. Seinem Vater ist es zu verdanken, daß der literarische Nachlaß des Sohnes umfänglich erhalten blieb.“[1]
Gauleiter Hildebrandt spricht an Körners Grab (Gautag 1927)

Kurze Einführung in Leben und Schaffen aus dem Buch „Deutsche Geisteshelden – Aus dem Leben deutscher Dichter“:[2]

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Französischer Überfall bei Kitzen

Hauptartikel: Gefecht bei Kitzen

Nach der Schlacht bei Bautzen am 21. Mai 1813 trat ein Waffenstillstand ein. Lützow, der Anfang Juni mit seinem Korps vor Hof in Bayern lag, erfuhr hiervon erst am 9. Juni 1813 (am 14. Juni hatte er dann Gewißheit) und trat sofort den Rückmarsch mit einem sächsischen Marschkommissar nach dem rechten Elbufer an. Es wurde ihm vom Feinde (rheinbündische Württemberger unter Generalmajor Karl von Normann-Ehrenfels, der während der Völkerschlacht bei Leipzig am 18. Oktober 1813 zu den Alliierten übertrat) sicheres Geleit durch Sachsen zugesagt. Als die Lützower aber am 17. Juni bei dem Dorf Kitzen, vier Stunden südwestlich von Leipzig gelegen, ein Biwak bezogen, wurden sie heimtückisch von den Franzosen unter General Fournier, der gegen jedes Kriegsrecht einen Waffenstillstand für die Lützower ablehnte, trotz Parlamentärflagge überfallen. Er hatte von Napoleon den Befehl erhalten, „die Räuberbande des schwarzen Korps einzufangen und niederhauen zu lassen“.

Wie durch ein Wunder entkam Theodor Körner schwerverwundet (Säbelhieb über den Kopf) den das Korps umzingelnden Dragonern und verbarg sich in einem nahen Gehölz (dem Tode nahe schrieb er dort das Sonett „Abschied vom Leben“), wo ihn anderntags ein Holzhauer (bzw. dessen Tochter) fand und nach Großzschocher brachte. Von hier aus kam der Held nach Leipzig in ein sicheres Versteck (obgleich Leipzig von den Franzosen besetzt war und die Aufnahme eines Lützower Jägers die Hinrichtung hätte bedeuten können) zu dem Arzt Prof. Dr. Wendler (einem Freund der Familie Körner), und später begab er sich, von Freund zu Freund dirigiert, als Genesender nach Karlsbad. Dabei verbrachte er auch eine Nacht bei seiner Pflegeschwester Julie von Einsiedel auf Burg Gnandstein. In Karlsbad wurde er von seiner Patentante Elise von der Recke gepflegt. Ein Wiedersehen mit seinen Eltern, die ganz in der Nähe in Teplitz weilten, gab es nicht, um seine leidende Mutter zu schonen.

Rückkehr zur Schar

Auf dem Weg zu seinem Korps war Körner bei seinem Patenonkel Graf von Geßler in Reichenbach zu Gast, wo er den Freiherrn vom Stein, Ernst Moritz Arndt, Gebhard Leberecht von Blücher und August Neidhardt von Gneisenau traf. Über Berlin gelangte er zu seiner nun in Norddeutschland kämpfenden Truppe, die nicht mehr autark agierte, von Preußen offiziell anerkannt wurde und dem Korps Wallmoden zugeordnet worden war.

Fortwährend wurden wieder kleine Streifzüge durchgeführt. Den Abend des 25. August verbrachte Körner mit einer Streifschar unter Lützow auf dem Rittergut zu Gottesgabe. Er saß am Klavier und trug das zwei Tage zuvor entstandene „Schwertlied“ vor.

Tod

Ferdinand Stolle schrieb 1861:

„Die Männer, die jetzt rüstig im Kampfe stehen, werden Greise, wenn der Kampf selbst sie nicht vor dem Alter aufreibt; nur eine kräftige Jugend der Gegenwart könnte wieder Männer liefern. Jede Generation hat aber eine doppelte Verpflichtung: die ererbten Kämpfe tapfer fortzuführen und für die Kämpfe, die sie nicht vollenden kann, der Zukunft die rechten Streiter zu erziehen. Darum gilt’s, die Jugend vor ihr gerechtes Vorbild zu führen, denn auch des Helden Dichterwort wird in Erfüllung gehen:

Und noch einmal mußt du ringen
Wohl in ernster Geisterschlacht,
Und den letzten Feind bezwingen,
Der im Innern lauernd wacht!
Haß und Mißgunst mußt du dämpfen,
Neid und Streit und böse Lust;
Dann, nach langen, langen Kämpfen
Kannst du ruhen, deutsche Brust!“
Körner-Denkmal, von dessen Vater aufgestellt:

„Wachse, du Freiheit der deutschen Eichen,
Wachse empor über unseren Leichen,
Vaterland, höre den heiligen Eid!“

In Mecklenburg auf der Poststraße von Gadebusch nach Schwerin, die über Rosenow und Rosenberg führte, wurde Leutnant Theodor Körner während eines Gefechts von französischen Okkupanten im Alter von nur 22 Jahren durch eine Kugel getroffen. Mit den Worten „Wird wohl nicht viel zu bedeuten haben“ versuchte er noch, seine Kameraden zu beruhigen. Das nahe Ende spürend – der Soldatentod soll nur Minuten gedauert haben (nach anderen Quellen fiel er augenblicklich) – waren seine letzten Worte:

„Lebt wohl“

Mit ihm fielen die Husaren Theodor Graf von Hardenberg, Jäger Erdsack und Jäger Carus. Adolf Friedrich Emil von Schlüsser (1793–1863), dem späteren Generalleutnant der Preußischen Armee, schrieb 1826 zum verhängnisvollen frühen Morgen des 26. August 1813:

„Gegen das, bei Schwerin stehende, feindliche Lager waren Kundschafter abgesandt worden; ehe diese jedoch zurückkamen, zeigte sich am 26. mit Tagesanbruch auf der erwähnten Straße ein Zug von schwerbepackten Wagen, unter einer Infanterie-Bedeckung, welcher sich dem, die Partei verbergenden, Gehölz näherte. Der Major Lützow befahl den Kosaken (Anmerkung: Die Kosaken unterstanden Friedrich Karl von Tettenborn von der Russisch-Deutschen Legion unter Ludwig von Wallmoden-Gimborn) diesen Transport an der Spitze und von der Seite schwärmend anzufallen, ließ 50 Husaren am Walde, für den Fall einer nachfolgenden Kavallerie-Bedeckung, stehen, und griff mit den übrigen 60 Husaren den Transport im Rücken an.
Der Angriff erfolgte schnell und zusammenwirkend; da die Wagen indeß sich in dem Augenblick, wo die Partei hervorbrach, in Karriere setzten, so konnten die Kosaken die Spitze der Kolonne nicht gewinnen, die vordersten Wagen erreichten das nahe, zu beiden Seiten der Straße liegende, Gehölz, die Bedeckung derselben sprang herab, und bildete eine Tirailleurlinie am Rande des Gehölzes. Acht und dreißig Wagen wurden genommen, von der Bedeckung retteten sich einige in das nahe Gehölz. Andere schossen – ziemlich erfolglos – ihre Gewehre ab, sie wurden theils getödtet, theils gefangen. Auch in den lichten Wald drangen die Plänkler ein, hieben nieder und nahmen gefangen.
Der Lieutenant Körner namentlich war, in raschem Eifer, an der Spitze der Plänkler gegen das niedrige Gebüsch vorgesprengt – er fiel, von einem Schuß, der, durch den Unterleib gehend, das Rückgrad verletzte, augenblicklich getödtet; an seiner Seite fielen der Graf Hardenberg und einige Husaren. Der Feind verlor 50–60 Mann an Todten und Verwundeten und 27 Gefangene; unter den Getödteten befanden sich zwei französische Offiziere, welche ihren Transport nach Möglichkeit zu vertheidigen gesucht hatten.
Körner wurde bei Wöbbelin unter einer Eiche begraben. Er hatte gesungen: ‚Vergeßt die treuen Todten nicht, und schmücket Auch unsre Urne mit dem Eichenkranz!‘ Wo die Freunde ihn in’s Grab senkten, hat sein Vater ein Denkmahl errichten und die nächste Umgebung bepflanzen lassen, welche der Herzog dem Andenken Körners weihte.“

Von Schlüsser beschreibt auch wie immer wieder in den Gefechten und Schlachten nach Körners Tod dessen Heldenmut andere anspornte, so zum Beispiel im September 1813:

„Von den Todten ist befonders der Oberjäger von Berenhorst zu nennen, der – als er beim Vordringen aus das feindliche Carré einen Schuß in die Seite erhielt – sich in seinen Mantel hüllte und mit dem Ausruf: ‚Körner dir nach!‘ seinen Gefährten vorschritt, bis ihn ein zweiter Schuß durch die Brust todt darnieder streckte. Unter den Verwundeten befand sich Eleonore Prohaska, 21 Jahr alt, aus Potsdam gebürtig, welche als freiwilliger Jäger im Jäger-Detaschement des 1. Bataillons stand, und deren Geschlecht – da sie von großer Gestalt und schlankem Wuchse war – bis zu diesem Tage unerkannt blieb.“

Ruhestätte

„Unter den eifrigsten Verfolgern befand sich Theodor Körner. Entflammt von jenem Enthusiasmus und jener „Lützower Weise“, nach welcher ohne Commando und Erlaubniß, im Drange nach persönlicher freier That, allezeit drauf losgegangen wurde, verließ Körner den Major und gelangte mit einer Zahl Cameraden auf die Nordseite des Gehölzes, an dessen Anfang die dichteste Tirailleurskette sich befand. Hier war die Verwirrung am größten, hier die Verfolgung der aus dem Gebüsche feuernden Feinde am heftigsten. Und hier ist die Stelle, wo von Rosenowern noch jetzt die hohe, dunkele Fichte gezeigt wird, die alle anderen bei weitem überragt und aus deren sicherem Versteck die Kugel eines Feindes, den Hals von Körner’s Schimmel streifend, den kühnen Reiter zum Tode traf.
Unter der Herzgrube in den Unterleib dringend, verletzte sie Leber und Rückgrat. Lautlos sank der Held vom Pferde, zweien heraneilenden treuen Freunden, Helfritz und dem edlen Friesen, in die Arme, die ihn unter dem Feuer der Feinde eine Strecke forttrugen und ihn unter eine Birke niedersetzten, mit dem Rücken an den Baum gelehnt. Noch einmal öffnete der todeswunde Held den Mund; dann sank er sprachlos um. Mit stummem Schmerze hoben ihn die Waffenbrüder auf ein Fuhrwerk. Noch wenige Augenblicke leisen Athems, dann stand das Herz still. Mit Blumen und Eichenlaub bekränzt fuhren die Genossen die Leiche nach Wöbbelin und mit ihr die des jungen Grafen Hardenberg, der mit noch zwei anderen Lützowern in dem Rosenberger Gefechte auch den Heldentod gefunden hatte. Dort ruht Theodor Körner unter seiner Eiche, neben seiner einzigen Schwester, die aus Gram über den Tod des geliebten Bruders starb, und neben seinem Vater, der den letzten Ruheort bei seinen Kindern suchte.“ — Ferdinand Stolle, 1861

Bei Wöbbelin, nördlich von Ludwigslust, wurde er begraben. Ein ganzes Volk betrauerte in ihm einen seiner tapfersten Söhne, der mit seinen Kampf- und Freiheitsliedern, wie auch durch sein eigenes, aufopferndes Beispiel, immer wieder zum Kampf für Deutschlands Freiheit aufgerufen hatte. Das Grab ist mit einem Denkmal geschmückt, das einen Opferaltar darstellt, auf dem Leier und Schwert – so lautet der Titel von Körners vaterländischen Gedichten – von einem Eichenkranz umwunden sind. Es enthält die Inschrift:

Hier wurde
Carl Theodor Körner
von seinen Waffenbrüdern
mit Achtung und Liebe
zur Erde bestattet.

Denkmal

„Im heutigen Landkreis Nordwestmecklenburg an der Bundesstraße 104 liegt der Ort Lützow. Im Wald des Ortsteiles Rosenow steht ein Denkmal mit einem Porträt Theodor Körners. An dieser Stelle soll am frühen Morgen des 26. August 1813 die tödliche Kugel eines Franzosen den erst einundzwanzigjährigen ‚Sänger der Befreiungskriege‘ getroffen haben. Vom Standlager in Wöbbelin kommend hatte ein berittener Trupp der Lützower Jäger einen Hinterhalt vorbereitet. Eine Nachschubkolonne der Franzosen war in einem Nachtmarsch unterwegs und sollte als Beute eingebracht werden. Der Führer des Überfalltrupps war Leutnant Körner. Die Zeit bis zum Eintreffen der französischen Wagenkolonne nutzte er wieder einmal zum Vortrag eines gerade fertiggestellten Gedichtes, dem ‚Schwertlied‘. Das Lied ist ein fröhlicher Dialog in 16 Reimen zwischen einem Krieger und seinem Schwert. Jeder Reim wurde mit einem gemeinsamen ‚Hurra‘ der Zuhörer geschlossen. Dabei wurde der Griff der Waffe erfaßt und gerüttelt. Hierzu mußte natürlich auch französischer Beutecognac den Hörgenuß abrunden. [...] Die Sammlung seiner Kriegslieder erschien unter dem Titel ‚Leier und Schwert‘ 1814 in Berlin, sein zweibändiger ‚Poetischer Nachlaß‘ 1814/15 in Leipzig. Streckfuß gab 1834 in Berlin eine Gesamtausgabe der Gedichte Körners in einem Bande heraus. An sein legendär gewordenes Kriegslied ‚Lützows wilde, verwegene Jagd‘ erinnert eine Tafel an der Rückseite des Leipziger Opernhauses (Richtung zum Schwanenteich). Auf dem damaligen Schneckenberg, einem 20 m hohen Hügel vor dem Grimmaschen Stadttor (heute etwa die Vorderfront der Leipziger Universität am Augustusplatz), hatte Theodor Körner es gedichtet und aufgeschrieben.“

Würdigung

Ernst Moritz Arndts Worte für den Unvergleichlichen:

„In diesem Jüngling schlug das Herz der Zeit am reinsten. Er wurde durch seine begeisterten und begeisternden Kriegsgesänge der Tyrtäus des großen Kampfes.“

Im Dritten Reich wurde u. a. die Infanterie-Division „Theodor Körner“ (RAD Nr. 3) nach dem Freiheitskämpfer Körner benannt.

Verlobung

Theodor Körner verlobte sich 1812 mit der talentierten Schauspielerin Antonie Adamberger, Tochter des bereits verstorbenen, von Mozart sehr geschätzten Hofsängers Josef Adamberger.

Gedichte (Auswahl)

Weiteres

Der Ausspruch „Nun, Volk, steh auf und Sturm brich los“, den Joseph Goebbels in seiner Sportpalastrede verwendete, ist angelehnt an die Eingangszeile des Gedichts von Theodor Körner Männer und Buben, in dem es heißt „Das Volk steht auf, der Sturm bricht los“.

Bildergalerie

Standbilder, Bäume und andere Denkmäler

  • Statue in Bremen, Bildhauer Johann Andreas Deneys, enthüllt 26. November 1865
  • Statue in Dresden, Bildhauer Ernst Hähnel, enthüllt 18. Oktober 1871
  • Statue in Chemnitz, Bildhauer Heinrich Epler, enthüllt 18. Oktober 1901 (1946 abgebaut und zerstört)
  • Statue in Breslau, Bildhauer Alexander Kraumann, enthüllt 26. August 1913 (zerstört)
  • Schiller-Körner-Denkmal in Dresden, Bildhauer Oskar Rassau, 1912/13
  • Reliefplatte auf dem Reiterstandbild auf dem Heumarkt
  • Körnerkreuz auf dem Harrasfelsen nahe Braunsdorf (Niederwiesa), aufgestellt 1864
  • Körnereiche und Körner-Gedenkstein in Bautzen (Schilleranlagen), gepflanzt und errichtet am 26. August 1863 (Stein und Eiche stehen beieinander, Baum 13–14 m hoch)
  • Körnereiche am Spießberghaus bei Friedrichroda im Thüringer Wald, gepflanzt an dessen 50. Todestag (26. August 1863). Der Baum ist seit 1968 als Naturdenkmal des Landkreises Gotha geschützt.
  • Körnereiche in Lichtenwalde, gegenüber dem Harrasfelsen (existiert nicht mehr)
  • Körnereiche in Wöbbelin
  • Körnerlinde in Eichigt
  • Körnereiche in Thalheim/Erzgeb. von 1891
  • Körnereiche und Gedenkstein im Stadtwald von Frankfurt am Main
  • Körnerdenkmal in der Körnerstraße in Frankfurt am Main
  • Körnerdenkmal in den Barmer Anlagen in Wuppertal (im Zweiten Weltkrieg durch Bombenterror zerstört)
  • Körnerstein in der Elsteraue im Waldstück „Die Schönen“ bei Großzschocher, wo Körner nach seiner Verwundung bei Kitzen gefunden wurde (errichtet 1913)
  • Körnerstein auf dem Zanzenberg in Dornbirn
  • Körnerhaus in Leipzig-Großzschocher, wo Körner eine Nacht vor den Franzosen versteckt wurde (erbaut 1734/35) mit einer Gedenktafel an den Dichter (angebracht 1865), seit 2000 Restaurierung durch den Bürger- und Förderverein „Körnerhaus Großzschocher“ als Vereinshaus, Museum und Archiv der Geschichte des Lützower Freikorps.
  • Körnertafel an der Oper in Leipzig (Rückseite zum Schwanenteich)
  • Gedenkstein in Leipzig (am Martin-Luther-Ring), der an das Sommerhaus von Dr. Wendler erinnert
  • Gedenktafel (am ehemaligen Gutshaus in Kahnsdorf/Sachsen)
  • Gedenkstein (rechts neben dem Eingang zur Burg Gnandstein/Sachsen)
  • Körnerrelief neben der Kirche in Frankenberg/Sa., erstellt 1913/2002
  • Gedenkstein Eichigt, aufgestellt 2003
  • Gedenkstein auf der Landeskrone Görlitz
  • Körnerstein bei Kitzen
  • Körnerdenkmal in Kitzen
  • Gedenkstein Plau am See, existiert nicht mehr
  • Gedenkstein auf dem St.-Annen-Friedhof in Dannenberg (Elbe)
  • Gedenktafel in Freiberg, Untermarkt
  • Gedenktafel in Bad Schandau, Kirnitzschtalklinik
  • Körnerbüste in Wöbbelin, Bildhauer Hermann Hultzsch, aufgestellt 1879
  • Körnergrab Wöbbelin, Entwurf Hofbaurat Gottlob Friedrich Thormeyer/Dresden und Vater Körners, errichtet 1814
  • Körnerstele und Gedenkstein am Todesort Körners im Wald bei Rosenow, Relief 1913 von Bildhauer Wilhelm Wandschneider
  • Körnerbüste Chemnitz (im Körner-Haus am Körnerplatz 16)
  • Körnerdenkmal in Asch, erbaut 1913 (heute Tschechien)
  • Körner-Denkmal (Bremen), errichtet 1865
  • Körnerdenkmal am Haus Döblinger Hauptstraße 83 in Wien, in dem Körner im Sommer 1812 wohnte (die Gedenktafel des Originalgebäudes ist verschollen)
  • Theodor-Körner-Schule in Bochum
  • Theodor-Körner-Kaserne (Leipzig) (1993–2007)
  • Theodor-Körner-Kaserne (Lüneburg)
  • Theodor-Körner-Kaserne (Aachen)
  • Körnereiche in Freiberg von 1863
  • Körnereiche und Gedenksteine in Lautertal (Odenwald), am Borstein
  • Körnerstele auf dem Waldfriedhof von Marschendorf, Freiheit an der Aupa (Riesengebirge, errichtet 1913)
  • Körnerdenkmal auf dem Smrk (Tafelfichte im Isergebirge, errichtet 1909), erneuerter Bronzeabguß des von Bildhauerin Juliana-Jaksch-Neuwinger, ca. 1914 in Wien geschaffenen Porträts, zum 200. Todestages am 21.Sept.2013 durch Peter M. Wöllner, CiS systems s.r.o., Nové Mesto pod Smrkem angebracht
  • Körnerdenkmal im Park der Villa Klinger, Neustadt an der Tafelfichte Kopie der von Bildhauerin Juliana Jaksch-Neuwinger ca. 1914 geschaffenen Bronze, welche für die Tafelfichte gedacht war.
  • Körnerdenkmal in Ober Tannwald (Isergebirge) Körner erwanderte das Isergebirge in seiner Freiberger Studentenzeit.
  • Körnerrelief (überlebensgroß) am Hohlstein in Nordböhmen
  • Gedenktafel am Haus an der Domstraße 18 in Ratzeburg, in dem Theodor Körner seinen letzten Brief geschrieben hat
  • Statue in Breslau (zerstört während der Schlacht um Breslau)
  • Gedenktafel am Haus an der Schweidnitzer Straße 5 (ul. Świdnicka) in Zobten
  • Theodor-Körner-Grundschule in Freiberg
  • Theodor-Körner-Grundschule in Leipzig
  • Die Birnensorte Theodor Körner ist nach ihm benannt.
  • Körnermuseum der Städtischen Sammlungen in Dresden, 1945 zerstört
  • Straßen und Plätze in zahlreichen Städten sind nach ihm benannt.

Werke

Auszug aus dem Gedicht „Was uns bleibt

Gedichtbände

  • Die Monatssteine (1810)
  • Harras, der kühne Springer (Ballade, 1810)
  • Knospen (Gedichtsammlung 1810)
  • Zwölf freie deutsche Gedichte (1813)
  • Leyer und Schwerdt (Gedichtsammlung, 1814–posth.) (PDF-Datei)

Dramen

  • Der Kampf mit dem Drachen (Singspiel, 1811)
  • Das Fischermädchen (Opernlibretto, 1811)
  • Die Braut (Komödie, 1811)
  • Der grüne Domino (Komödie, 1811)
  • Der Nachtwächter (Komödie, 1812)
  • Der Vetter aus Bremen (Komödie, 1812)
  • Toni (Drama, 1812)
  • Die Sühne (Drama, 1812)
  • Rosamunde (Drama, 1812)
  • Zriny (Drama, 1812)
  • Der vierjährige Posten (Libretto, 1812)
  • Die Gouvernante (Komödie, 1813)
  • Joseph Heyderich oder deutsche Treue (Trauerspiel, 1813)
  • Brinn (Trauerspiel, 1896)

Erzählungen

Verfilmungen

Literatur

Verweise

Gedichte
Weiteres

Fußnoten

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Besonders lesenswerte Artikel sind außergewöhnlich gelungen und umfassend.
Verbesserungen und Erweiterungen sind dennoch gern gesehen. Umfangreichere strukturelle und inhaltliche Änderungen sollten zuvor diskutiert werden.