Guhrau

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Guhrau

Wappen
Staat: Deutsches Reich
Gau: Niederschlesien
Landkreis: Guhrau
Provinz: Schlesien
Einwohner (1939): 5.648
Koordinaten: 51° 40′ N, 16° 33′ O
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Guhrau befindet sich seit 1945 unter Fremdherrschaft. Das Gebiet ist von Polen vorübergehend besetzt, die einheimische Bevölkerung wurde vertrieben oder ermordet und deren Eigentum gestohlen.

Guhrau ist eine deutsche Stadt im Kreis Guhrau in Niederschlesien, etwa 30 km östlich von Glogau und 90 km nordwestlich der niederschlesischen Hauptstadt Breslau.

Geschichte

Die erste Erwähnung der Gegend findet sich in einer Bulle Papst Hadrians IV. aus dem Jahr 1155. 1289 wurde dem Ort das Magdeburger Stadtrecht verliehen, 1319 kam er in Besitz der schlesischen Piasten.

1336 findet sich die erste Erwähnung des Namens Guhrau. 1506/1508 kam der Ort zu Böhmen. Vom 15. bis zum 17. Jahrhundert war er ein Zentrum der Tuchmacherei. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war Guhrau vor allem als Stadt der Windmühlen bekannt, da es um 1840 mehr als 80 solcher Mühlen im Stadtgebiet gegeben haben soll.

Seit dem Ersten Schlesischen Krieg (1741) bis zur Zerstörung des Deutschen Reiches 1945 gehörte Guhrau zu Preußen. Im Siebenjährigen Krieg wurde die Stadt 1759 von russischen Truppen niedergebrannt.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner[1]
1890 4.557
1925 5.152
1933 5.422
1939 5.648

Bekannte, in Guhrau geborene Personen

  • Hajo Funke (geb. 1944), Wissenschaftler für Politik und Kultur
  • Werner Naumann (1909–1982), Staatssekretär im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda und persönlicher Referent von Joseph Goebbels

Fußnoten