Sprottau

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Sprottau

Wappen von Sprottau
Staat: Deutsches Reich
Gau: Niederschlesien
Landkreis: Sprottau
Provinz: Schlesien
Einwohner (1939): 11.974
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Sprottau befindet sich seit 1945 unter Fremdherrschaft. Das Gebiet ist von Polen vorübergehend besetzt, die einheimische Bevölkerung wurde vertrieben oder ermordet und deren Eigentum gestohlen.

Sprottau ist eine deutsche Stadt in Niederschlesien an der Einmündung der Sprotte von rechts in den Fluß Bober.

Geschichte

Die erste Erwähnung der Stadt Sprottau ergab sich aus einem Treffen des deutschen Kaisers Otto III. und des deutschen Bischofs Thietmar von Merseburg mit dem Herzog Boleslaw I. im Jahre 1000 am Grabe des heiligen Adalbert in Gnesen.

1254 erhielt Sprottau die deutschen Stadtrechte vom ersten Glogauer Daglingerherzog Konrad II., der seit 1251 auch als Herzog von Sprottau titulierte. Erhaltene Quellen der Stadt stammen aus dem Jahre 1263. Die Entwicklung der Stadt erfolgte recht schnell: Schon im Jahre 1304 bestätigt sein Sohn Konrad III. Köberlein der Stadt Sprottau alle Stadtrechte und Privilegien, auch die Innenorganisation des Stadtrats „Concilium Magistratus“. Zusammen mit dem Herzogtum Glogau gelangte Sprottau 1331 an die Krone Böhmen.

Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 fiel Sprottau wie fast ganz Schlesien an Preußen. Nach der Neugliederung Preußens gehörte es 1815 zur Provinz Schlesien und war ab 1816 Sitz des Landkreises Sprottau, der zum Regierungsbezirk Liegnitz gehörte.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts stand die Stadt wirtschaftlich in hoher Blüte durch Eisen-, Textil -und Wachswarenindustrie. Zusätzlich bot eine Ofenfabrik mehr als 400 Arbeitsplätze, 1939 hatte die Stadt 12.578 Einwohner. Bei Kriegsende 1945 war Sprottau zu annähernd 90 Prozent zerstört.

Als Folge des Zweiten Weltkrieges wurde Sprottau 1945 durch Polen völkerrechtswidrig annektiert, was zu einem unbeschreiblichen Niedergang führte.

Bekannte, in Sprottau geborene Personen