Untermensch

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Untermensch“ ist ein vielfach missverstandener Reizbegriff. Der Brockhaus von 1942 enthielt die folgende Begriffsumschreibung: „ein Mensch von meist durch erbliche Belastung bedingter geistiger und sittlicher Minderwertigkeit.[1] Hingegen reiht die bundesdeutsche Propaganda den Begriff heute ins NS-Vokabular ein. Demnach soll das nationalsozialistische Dritte Reich menschenverachtend gewesen sein, inbesondere weil es alle Osteuropäer als „Untermenschen“ herabgewürdigt und behandelt haben soll. Es wird sogar behauptet, die Vokabel sei eine Erfindung Hitlers gewesen.[2]

Zuverlässige Quellen, wonach die Nationalsozialisten Angehörige von Fremdvölkern pauschal als minderwertige „Untermenschen“ diffamiert und ermordet haben sollen, sind nicht bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Entstehung und Erklärung

Winston Churchill sprach 1919 von der „Doktrin des Untermenschen“[3][2] und beurteilte den Bolschewismus als „Krankheit“ und „Seuche“.

„Untermensch“ könnte seinen Ursprung auch im Werk „The Revolt against Civilization: The Menace of the Under Man“ (dt.: Der Kulturumsturz – Die Bedrohung durch den Untermenschen) des amerikanischen Anthropologen und Eugenikers Lothrop Stoddard haben. Dieser studierte auch in Deutschland, wo er mit den Ideen Friedrich Nietzsches in Berührung kam und prägte somit den Begriff „under man“ als Gegenstück zu dem von Nietzsche gerühmten Übermenschen.[4] Demnach wäre der deutsche Begriff „Untermensch“ lediglich die Übersetzung eines in den Vereinigten Staaten etablierten englischen Begriffes.[5] Somit handelt es sich um einen Begriff, der fälschlicherweise als vom Nationalsozialismus erfunden bezeichnet wird.

Der Begriff Untermensch könnte auch aus dem kriminalistischen Bereich stammen.[6]

Nationalsozialismus

„Der Untermensch“, Schrift von 1942/43

In der Schrift „Der Untermensch“, herausgegeben vom SS-Hauptamt, heißt es dazu:

[…] „So wie die Nacht aufsteht gegen den Tag, wie sich Licht und Schatten ewig feind sind – so ist der größte Feind des erdebeherrschenden Menschen der Mensch selbst.
Der Untermensch – jene biologisch scheinbar völlig gleichgeartete Naturschöpfung mit Händen, Füßen und einer Art von Gehirn, mit Augen und Mund, ist doch eine ganz andere, eine furchtbare Kreatur, ist nur ein Wurf zum Menschen hin, mit menschenähnlichen Gesichtszügen – geistig, seelisch jedoch tiefer stehend als jedes Tier. Im Inneren dieses Menschen ein grausames Chaos wilder, hemmungsloser Leidenschaften: namenloser Zerstörungswille, primitivste Begierde, unverhüllteste Gemeinheit, Untermensch – sonst nichts!
Denn es ist nicht alles gleich, was Menschenantlitz trägt. – Wehe dem, der das vergißt!
Was diese Erde an großen Werken, Gedanken und Künsten besitzt – der Mensch hat es erdacht, geschaffen und vollendet, er sann und erfand, für ihn gab es nur ein Ziel: sich hinaufzuarbeiten in ein höheres Dasein, das Unzulängliche zu gestalten, das Unzureichende durch Besseres zu ersetzen.
So wuchs die Kultur.
So wurde der Pflug, das Werkzeug, das Haus.
So wurde der Mensch gesellig, so wurde Familie, so wurde Volk, so wurde Staat. So wurde der Mensch gut und groß. So stieg er weit über alle Lebewesen empor.
So wurde er Gottes Nächster!
Aber auch der Untermensch lebte. Er haßte das Werk des anderen. Er wütete dagegen, heimlich als Dieb, öffentlich als Lästerer – als Mörder. Er gesellte sich zu seinesgleichen.
Die Bestie rief die Bestie.
Nie wahrte der Untermensch Frieden, nie gab er Ruhe. Denn er brauchte das Halbdunkle, das Chaos.
Er scheute das Licht des kulturellen Fortschritts.
Er brauchte zur Selbsterhaltung den Sumpf, die Hölle, nicht aber die Sonne...“

Zitate

Siehe auch

Literatur

Verweise

Fußnoten

  1. Der Neue Brockhaus – Allbuch in vier Bänden und einem Atlas (4. Band), F. A. Brockhaus, 2. Aufl., Leipzig 1942, S. 525
  2. 2,0 2,1 Hans Meiser: Deutschlands Abwehrkampf gegen den Bolschewismus, Grabert, Tübingen 2010, S. 164
  3. Dietrich Aigner: Churchill, Ruhm und Legende, zitiert in: Historische Tatsachen 27, S.4
  4. Domenico Losurdo: Die Deutschen. Der Sonderweg eines unverbesserlichen Volkes?, Kai Homilius, Berlin 2010, S. 49
  5. Domenico Losurdo: Die Deutschen. Der Sonderweg eines unverbesserlichen Volkes?, Kai Homilius, Berlin 2010, S. 44
  6. Franz Nadastiny: Untermenschen. Das ius talionis im Lichte der Kriminalpsychologie, gewidmet den edlen Vorkämpfern der Menschheit für Freiheit, Wahrheit und Recht, sowie meinen offenen und geheimen Geistesantipoden zitiert in: Görres-Gesellschaft: Philosophisches Jahrbuch 22 (PDF-Datei 36MB)
  7. Lothrop Stoddard: Der Kulturumsturz. Die Drohung des Untermenschen. Übers. von W. Heise 1925, Seite 127. Engl. The Revolt against the civilization, zuerst 1922. Das Buch wurde 2002 in einem deutschen Verlag wieder aufgelegt.
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