Solutréen

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Mögliche Wanderung von Solutriern als Robbenjäger von Westeuropa nach Nordamerika.
Karte Westeuropas mit Fundstätten solutrier'scher Siedlungen.

Das Solutréen ist eine archäologisch nachweisbare Kultur, die vor etwa 20.000 Jahren in Westeuropa verbreitet war und sich vermutlich auch nach Nordamerika ausdehnte. Benannt ist die Kulturform nach dem heutigen gleichnamigen Dorf nahe Macon in Burgund, bei dem erste Funde gemacht wurden. Nach dem plötzlichen Verschwinden, wahrscheinlich wegen einer Hungersnot, folgte das primitivere Magdalénien.

Erste Besiedler Amerikas

Die Solutrier als unmittelbare Nachfahren der Neandertaler waren die tatsächlichen Ureinwohner Amerikas. Sie besaßen auch das Gen I1 mit heller Haar- und Augenfarbe. Durch genetische Vergleiche wurde festgestellt, daß rund ein Viertel der Indianer, welche die amerikanischen Ureinwohner bei ihrer Neubesiedlung weitgehend assimilierten, Übereinstimmungen mit ihnen aufweist.[1]

Zur damaligen Zeit befand sich im Nordatlantik eine Eisbarriere bis auf die Höhe der heutigen Bretagne. Entlang dieser Eiskante fuhren die Solutrier nach Westen und ernährten sich dabei von Robben und Fischen. Die Boote konnten auch verlassen werden, um auf dem Eis jeweils eine Zeitlang zu rasten. Durch die Eisdrift von Ost nach West wäre die Strecke auch ohne weiteres Zutun innerhalb von rund 6 Wochen automatisch zurückgelegt worden. Aufgrund der Absenkung des Meeresspiegels während der Eiszeit lag die äußerste Ostküste des Nordamerikanischen Kontinents damals mit der heute unter dem Meeresspiegel liegenden Neufundlandbank sehr viel näher an Europa als gegenwärtig. Auf halbem Wege befand sich einer These zufolge der Kontinent Atlantis. Eine weitere und spätere Route kann entlang des Eises über SchottlandIslandGrönland angenommen werden.

„...Doch nicht nur Australier, Polynesier und Asiaten haben vor den Clovis-Menschen Amerika besiedelt: sondern auch Europäer. Das zumindest vermutet Dennis Stanford, Leiter der Anthropologieabteilung am Nation Museum of Natural History in Washington D.C. Wären die Clovis-Menschen aus Sibirien gekommen, dann hätte man dort von ihnen hinterlassene Werkzeuge oder wenigstens Vorläufer davon finden müssen. Denn die Clovis-Technik sei ziemlich einzigartig in der Welt. Allerdings gebe es da Ausnahmen, zum Beispiel die Steingeräte des Solutréen, hergestellt von Menschen, die vor 16.500 bis 22.000 Jahren im heutigen Frankreich, Portugal und Spanien gelebt haben. Deren Technik der Steinbearbeitung sei zwar älter als die der Clovis-Menschen, aber sehr ähnlich. Auch der Archäologe Michael Collins hat Produkte der Clovis- mit denen der Solutréen-Kultur verglichen. Die verblüffende Ähnlichkeit zwischen den Clovis- und den Solutréen-Speerspitzen könnte in der Tat dafür sprechen, dass Europäer, wie später dann die Wikinger, über den Atlantik nach Amerika gekommen seien. Diese Annahme deckt sich mit den Vermutungen Stanfords, der eine Passage der Solutréen-Menschen über den Atlantik ebenfalls für möglich hält.“[2]

Filmbeitrag

Arte-Dokumentation: Die Eroberer der Neuen Welt:

Siehe auch

Verweise

Literatur

  • Alfred J. Ploetz, A. Nordenholz & Ludwig Plate: Archiv für Rassen- und Gesellschafts-Biologie. Band 1, 1904. (PDF-Datei) Für Nicht-USA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  • Matthäus Much: Die Heimat der Indogermanen im Lichte der urgeschichtlichen Forschung. Berlin 1902. (PDF-Datei) Für Nicht-USA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  • Dennis J. Stanford & Bruce A. Bradley: Across Atlantic Ice – The Origin of America's Clovis Culture. University of California, 2012. ISBN 0520227832

Fußnoten

  1. Arte Dokumentation: Die Eroberer der neuen Welt.
  2. Geo.de: Zur Besiedlungsgeschichte Nordamerikas