Beeskow

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Beeskow

Wappen Beeskow.png
Wappen
Staat: Deutsches Reich
Gau: Mark Brandenburg
Landkreis: Oder-Spree
Provinz: Brandenburg
Einwohner (2015): 8.122
Bevölkerungsdichte: 105 Ew. p. km²
Fläche: 77,15 km²
Höhe: 40 m ü. NN
Postleitzahl: 15848
Telefon-Vorwahl: 03366
Kfz-Kennzeichen: LOS
Beeskow befindet sich entweder unter Fremdherrschaft oder wird durch die BRD oder BRÖ staatsähnlich verwaltet.
Bundesland: Brandenburg

Beeskow ist eine deutsche Stadt in Brandenburg am Rande der Lausitz und Kreisstadt des Landkreises Oder-Spree.

Lage

Beeskow liegt im Osten von Brandenburg, circa 80 km südöstlich von Berlin und etwa 30 km südwestlich von Frankfurt (Oder). Beeskow liegt an der Spree, die Oder ist rund 30 km östlich entfernt. Rund um die Stadt erstrecken sich große Wald- und Wiesengebiete mit vielen kleineren und größeren Seen. Beeskow wird auch das „Tor zur Niederlausitz“ genannt.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner
1933 6.098[1]
2009 8.206
2015 8.122

Geschichte

Stadtgründer und erste Stadtherren waren im 13. Jahrhundert die Ritter von Strele. Beeskow war Zentrum eines Herrschaftsgebiets, das lange zur Niederlausitz gehörte. Auch kirchlich war die Stadt nach Süden orientiert. Sie gehörte zum Bistum Meißen; die Stadtpfarrei stand unter dem Patronat des Klosters Neuzelle. Im späten Mittelalter wechselten Stadt und Herrschaft mehrfach den Besitzer. Sie gehörten unter anderem Angehörigen der Familie von Bieberstein und an der Schwelle vom 15. zum 16. Jahrhundert den Lebuser Bischöfen, die auf der Beeskower Burg ihre Residenz einrichteten.

Nachdem die Herren von Bieberstein 1551 ausgestorben waren, belehnte der böhmische König Ferdinand I. fünf Jahre später die Markgrafen von Brandenburg mit den Herrschaften Beeskow und Storkow. Offiziell blieb Beeskow zwar böhmisches Lehen und Bestandteil der Niederlausitz, es gelang den Hohenzollern in den folgenden Jahrzehnten, ihre neu gewonnene Herrschaft mehr und mehr aus der Niederlausitz zu lösen. Um 1600 war Beeskow schließlich zur Gänze ein Teil Brandenburgs geworden, wenn die Niederlausitzer Landstände dieses Faktum noch lange nicht anerkennen wollten.

Mit Eröffnung der Strecke nach Grunow erhielt Beeskow am 15. Mai 1888 Anschluß an das deutsche Eisenbahnnetz. Es folgten die Strecken nach Königs Wusterhausen (1898), Lübben über die Niederlausitzer Eisenbahn (1901, stillgelegt 1996) und Bad Saarow über die Kreisbahn Beeskow–Fürstenwalde (1911, seit 1998 Schienenersatzverkehr).

Am Ende des Zweiten Weltkrieges wurde der Stadtkern von Beeskow teilweise zerstört. Die zerstörten Bereiche wurden in den 1950er und 1960er Jahren zum Teil in Zeilenbauweise wiederaufgebaut. Nach 1990 wurde die erhaltene historische Bausubstanz der Altstadt restauriert. Die Stadt ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischen Stadtkernen“ des Landes Brandenburg.

Baudenkmale

  • Die mittelalterliche Burg Beeskow dient heute als Bildungs-, Kultur- und Musikschulzentrum des Landkreises Oder-Spree. Untergebracht in dem Burgkomplex ist unter anderem das Regionalmuseum für die Region Beeskow-Storkow mit Mittelaltermagazin und Folterkeller sowie wechselnden Ausstellungen, insbesondere zur Kunst in der DDR, welche hier im Kunstarchiv Beeskow verwahrt wird.
  • Die St.-Marien-Kirche, eine der größten Kirchen der Backsteingotik in der Mark Brandenburg, wurde nach schweren Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg seit 1990 wieder aufgebaut
  • Das älteste Haus von Beeskow, erbaut um 1482
  • Die zu weiten Teilen erhaltene Stadtmauer mit ihren sehr gut erhaltenen Türmen, darunter dem Luckauer Torturm, genannt „Dicker Turm“, einem Wahrzeichen der Stadt
  • Die ehemalige Mönchsherberge, welche unmittelbar an der Stadtmauer liegt, war einst Unterkunft für wandernde Mönche, Theodor Fontane rastete hier.
  • Der Fischerkiez

Verkehr

  • Beeskow liegt an der Eisenbahnstrecke Berlin-Schöneweide–Königs Wusterhausen–Frankfurt (Oder), auf der die Linie OE 36 der Ostdeutschen Eisenbahn GmbH (ODEG) verkehrt.
  • Durch die Stadt führen die Bundesstraßen 87, 168 und 246.

Bekannte, in Beeskow geborene Personen

Fußnoten

  1. Meyers Lexikon, Band 1, Bibliographisches Institut AG., Leipzig, 8. Auflage 1936