Teltow (Ort)

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Teltow

Wappen
Staat: Deutsches Reich
Gau: Mark Brandenburg
Landkreis: Potsdam-Mittelmark
Provinz: Brandenburg
Einwohner (2009): 21.904
Bevölkerungsdichte: 995 Ew. p. km²
Fläche: 22 km²
Höhe: 39 m ü. NN
Postleitzahl: 14513
Telefon-Vorwahl: 03328
Kfz-Kennzeichen: PM
Koordinaten: 52° 24′ N, 13° 16′ O
Teltow befindet sich entweder unter Fremdherrschaft oder wird durch die BRD oder BRÖ staatsähnlich verwaltet.
Bundesland: Brandenburg
Bürgermeister: Thomas Schmidt (SPD)

Teltow ist ein Ort in Brandenburg.

Lage

Teltow wird im Norden vom Teltowkanal begrenzt, Nördlich davon liegt der Berliner Bezirk Zehlendorf, bzw. dessen Ortsteil Schönow. Die Entfernung von Teltow zur Potsdamer Innenstadt beträgt 17 Kilometer, die nach Berlin-Mitte 20 Kilometer.

Geschichte

Ältere Zeit

Im Zuge der Siedlungspolitik der askanischen Markgrafen wurden weitere Teile des Bäketales erschlossen. Die von der Spree durchflossenen Gebiete Barnim und Teltow sind erstmals in einer Urkunde der Askanierfürsten aus dem Jahr 1232 erwähnt. Die Stadt Teltow wurde zum ersten Mal in einer Urkunde von Markgraf Otto III. vom 6. April 1265 erwähnt, die der Stadt Innungsrechte verlieh. Die Stadt verblieb nur wenige Jahrzehnte als Immediatstadt unter askanischer Herrschaft, da sie gemeinsam mit sieben umliegenden Dörfern 1299 zur Tilgung einer Schuld von 300 Mark Silber an den Bischof von Brandenburg fiel.

Durch die fehlende Nähe zu bedeutenden Handelswegen versank die Stadt Teltow in den nächsten zirka 250 Jahren zunehmend in der Bedeutungslosigkeit. Das Siegel der Stadt Teltow im Jahr 1337 zeigt ein von Eichenzweigen umgebenes Adlerschild der Markgrafen von Brandenburg mit der Unterschrift „S(igillum) civitatis Teltowe“.

Adlige, Geistliche und Bürger gründeten vor 1300 in Teltow wie in anderen Städten der Mark die religiöse Bruderschaft Der Kaland. Der Kalandgesellschaft gehörten Männer und Frauen an. Sie kamen am ersten Tag des Monats zusammen, hielten gemeinsame Andachten ab und widmeten sich sozialen Aufgaben. Hans von Berne wurde 1438 als Lehnrichter in den Kaland aufgenommen. 1468 kam Teltow unter die Lehensherrschaft der Familie von Schwanebeck.

Mit dem Übertritt des Bischofs Matthias von Jagow und des Lehnrichters Joachim von Schwanebeck zum Luthertum endete am 31. Oktober 1539 der Kaland. 1571 ging die Stadtherrschaft nach der Reformation wieder an den Kurfürsten zurück. Zur gleichen Zeit wurde die Stadt der Verwaltung des Domänenamtes Ziesar mit Sitz in der Burg Ziesar unterstellt.

Jüngere Zeit

Während des Dreißigjährigen Krieges wurde Teltow 1631, 1634, 1637 und 1640 geplündert. Als Folge des Krieges war Teltow 1652 entvölkert und zählte nur noch 27 Hufner und 39 Gärtner. Bis 1737 war die Altstadt von Doppelwällen umgeben, die mit Eichen bepflanzt waren. Eine wehrhafte Burg oder eine Stadtmauer hatte Teltow nicht. Im Osten wurde der Wall durch das Berliner Tor und das Machnower Tor (später Potsdamer Tor) durchbrochen. Teltow lag an der Handelsstraße Wittenberg–Saarmund–Berlin-Cölln, die über eine Landzunge durch das versumpfte Gelände zu einem Spreeübergang führte. Die Tore dienten der Kontrolle des Verkehrs und wurden 1816 beseitigt.

Die Entwicklung in Teltow wurde mehrere Jahrhunderte durch die Familien Schwanebeck und von Wilmersdorf bestimmt, bis 1808 die Stein-Hardenbergschen Reformen eine neue Städteordnung mit sich brachte. Ein zentraler Punkt der Reformen waren die Mitwirkungsmöglichkeiten der Bürger durch Einführung der Selbstverwaltung in Provinzen, Kreisen und Kommunen. Die Bürger Teltows konnten nach 1813 durch einen selbstgewählten Magistrat mit entscheiden. 1815 stieg Teltow zur Kreisstadt des neu gebildeten Landkreises Teltow auf. Von 1819 an hatte das Landratsamt seinen Sitz in der Ritterstraße, das 1870 nach Berlin verlegt wurde.

Von einer kleinen Anhöhe am südöstlichen Rande Ruhlsdorfs befehligte der schwedische Thronfolger Bernadotte am 23. August 1813 die schwedischen und russischen Truppen in der Schlacht bei Großbeeren. Zur Erinnerung an dieses Ereignis steht an dieser Stelle die Bernadotte-Linde. Die Schlacht war Teil der Befreiungskriege, die Niederlage der Franzosen verhinderte ein erneutes Vordringen der napoleonischen Truppen nach Berlin und beendete die französische Herrschaft in der Mark.

Siehe auch