Sonnenburg/Sternberg

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Sonnenburg

Wappen
Staat: Deutsches Reich
Gau: Mark Brandenburg
Landkreis: Oststernberg
Provinz: Brandenburg
Einwohner (1939): 3.647
Höhe: 23 m ü. NN
Koordinaten: 52° 34′ N, 14° 48′ O
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Sonnenburg befindet sich seit 1945 unter Fremdherrschaft. Das Gebiet ist von Polen vorübergehend besetzt, die einheimische Bevölkerung wurde vertrieben oder ermordet und deren Eigentum gestohlen.

Sonnenburg ist eine deutsche Stadt im Landkreis Oststernberg in Ostbrandenburg, bis 1815 in der Grafschaft Sternberg. Diese Grafschaft war zwar nie Teil der Neumark, lag aber vollständig rechts der Oder.

Lage

Sonnenburg liegt in der Warthe-Niederung, südlich des Flusses und etwa 15 Kilometer östlich von Küstrin.

Geschichte

Sonnenburg wurde 1295 erstmals urkundlich erwähnt. Der Templerorden besaß in der Stadt eine Ordensniederlassung. 1312 wurden der Markgraf von Brandenburg und der Bischof von Lebus als gemeinsame Besitzer genannt. Henning und Arnold von Uechtenhagen, die Sonnenburg als Lehen erhalten hatten, errichteten 1341 das erste Sonnenburger Schloß. Vom 15. Jahrhundert an ist die Geschichte Sonnenburgs eng mit dem Johanniterorden verbunden, welcher Siedlung und Schloß 1426 für 9000 Schock böhmische Groschen vom Markgrafen Friedrich I. von Brandenburg erworben hatte. Das Schloß wurde Sitz des Herrenmeisters der Ballei Brandenburg, die innerhalb des Johanniterordens relativ selbständig war. Der Orden tat viel für den Ausbau von Sonnenburg. Von 1474 bis 1522 erbauten die Johanniter eine neue Kirche und 1545 bis 1564 ein neues Schloß.

1538 trat Joachim II., Kurfürst von Brandenburg, zur lutherischen Lehre über. Die Ballei Brandenburg folgte ihm darin und behielt einen Großteil ihrer Besitzungen. Im Dreißigjährigen Krieg wurden das Ordensschloß und der Ort schwer zerstört. In den Jahren 1662 bis 1667 ließ Johann Moritz von Nassau-Siegen, der 1652 zum Herrenmeister des Ordens berufen wurde und bereits ab 1647 in Kleve für die brandenbürgischen Kurfürsten den Umbau der Stadt und der Schwanenburg durchgeführt hatte, ein neues Residenzschloß errichten. Baumeister war der Holländer Cornelis Ryckwaert. Bis zur Säkularisierung im Jahre 1811 blieb Sonnenburg unter der Herrschaft des Ordens. Nach 1815 war der Ort dann ein Teil des Landkreises Sternberg (nach der Teilung 1873 Landkreis Oststernberg). Das Schloß wurde nach der Wiedererrichtung des protestantischen Johanniterordens wieder Sitz des Herrenmeisters und blieb bis 1945 im Besitz des Ordens.

Konzentrationslager Sonnenburg

Im Jahre 1933 wurde das bisherige Zuchthaus zum Konzentrationslager Sonnenburg umfunktioniert, das bis 1945 existierte. Nach 1945 wurde die Stadt ruiniert und bis zur Unkenntlichkeit entstellt.