Wolfensohn, James

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James Wolfensohn (2003)

James David Wolfensohn (* 1. Dezember 1933 in Sydney, Australien) ist ein jüdischer Finanzmanager und Investmentbanker. Er war von 1995 bis 2005 der neunte Präsident der Weltbank.[1]

Werdegang

Herkunft

James David Wolfensohn wurde am 1. Dezember 1933 in Sydney, Australien, geboren und wuchs auch dort auf. Seine jüdischen Eltern waren in den 1930er Jahren aus England eingewandert. Sein Vater war Berater kleiner Geschäftsleute. Die Familie war nicht sehr wohlhabend, kümmerte sich aber sehr um jüdische Immigranten, die sich nach dem Zweiten Weltkrieg in Australien niederließen. James Wolfensohns Mutter, die ursprünglich aus Belgien stammte, brachte ihm ihre musischen Talente – sie spielte Klavier und sang – näher.[2]

Ausbildung

Nach Abschluß seiner Schulausbildung studierte James Wolfensohn Rechtswissenschaften an der Universität Sydney (BA, 1954; LLB, 1957). Als Student war er ein glänzender Sportler und 1956 Mitglied der australischen Fecht-Olympiamannschaft. In den VSA setzte er sein Studium fort und erwarb an der angesehenen amerikanischen Harvard University 1959 noch den begehrten Grad eines „Master of Business Administration“ (MBA).[2]

Wirken

Seine Berufslaufbahn begann James Wolfensohn 1957 als Rechtsanwalt in Australien. 1963 im internationalen Börsen- und Bankengeschäft tätig, war der Multifunktionsträger ab 1970 in Neuyork auch an der „Wall Street“ aktiv und stieg 1977 beim Wertpapierhaus „Salomon Brothers“ ein. 1981 gründete er, inzwischen VS-Staatsbürger geworden, eine eigene Investmentfirma mit dem früheren Präsidenten der VS-Zentralbank, Paul A. Volcker, als Partner und machte damit ein Vermögen.[3]

Weltbank

Am 1. Juni 1995 erfolgte Wolfensohns Ernennung zum Präsidenten der Weltbank durch VS-Präsident Clinton (Washington bestimmt Richtlinien und Führung dieser Institution). Die Weltbank wurde gegen Ende des Zweiten Weltkrieges in „Bretton Woods“ unter Federführung des jüdischen VS-Finanzministers Henry Morgenthau jr. und dessen ebenfalls jüdischem Vertrauten Harry Dexter White geschaffen. Die Deutschen gehören zu den Haupteinzahlern. Das Institut stellt mit seiner Kreditpolitik auch politische Weichen - ganz im Sinne des Weltherrschaftsanspruchs von „Wall Street“ und Weißem Haus, wie Kritiker finden.[3]

Am 27. September 1999 begann seine zweite Amtsperiode, wobei er vom Exekutivdirektorium der Weltbank einstimmig wiederernannt wurde. Damit wurde er der dritte Präsident, welcher eine zweite Amtszeit bei der Weltbank ableistete. Seine Nachfolge trat zum 1. Juni 2005 Paul Wolfowitz an.

1996 schrieb die „Deutsche National-Zeitung“: „Der 1944 gegründeten International Bank for Reconstruction and Development, kurz ‚Weltbank‘ genannt, gehören 178 Staaten an; Präsident ist Mister James Wolfensohn. Der 1956 gegründeten International Finance Corporation gehören 161 Staaten an; Präsident ist Mister James Wolfensohn. Der 1960 gegründeten International Development Association gehören 157 Staaten an; Präsident ist Mister James Wolfensohn. Der 1956 gegründeten Multilateral Investment Guarantee Agency gehören 122 Staaten an: Präsident ist Mister James Wolfensohn.“[3]

Auszeichnungen

Verdienstorden von Australien, Frankreich, Marokko, Norwegen und Rußland, Bundesverdienstkreuz, Knight of the British Empire (1995), Joseph-A.-Schumpeter-Preis (2002), Großes Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (2005; für sein Engagement im Kampf gegen die Armut), Theodor-Heuss-Preis (2006; für sein Engagement gegen die gesellschaftliche Ausgrenzung der Zigeuner).

Mitgliedschaften / Ämter

Wolfensohn gehört seit 1983 dem Beirat (Board of Trustees) der Brookings Institution an. Seit 2006 berät er die weltgrößte Bankengruppe Citigroup. Er ist Mitglied im Council on Foreign Relations. Wolfensohn gehört auch dem Verwaltungsrat der Rockefeller-Foundation an und ist Mitglied der sogenannten Bilderberg-Gruppe, eines Geheimzirkels international mächtiger Politiker, Medienmacher und Geschäftsleute.[3]

Familie

James Wolfensohn ist seit 1961 mit Elaine Ruth Botwinick verheiratet und hat drei Kinder: Sara, Naomi und Adam. Seine Frau war früher Lehrerin für französische Literatur. Auch Wolfensohn selbst spricht exzellent Französisch. Er besitzt u. a. ein Anwesen im Skigebiet Jackson Hole, Wyoming.

Fußnoten

  1. Internationales Biographisches Archiv 28/2006
  2. 2,0 2,1 Munzinger-Archiv GmbH, 2006
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 David Korn: Wer ist wer im Judentum? - FZ-Verlag ISBN 3-924309-63-9