Maxwell, Robert

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Robert Maxwell

Ian Robert Maxwell (Lebensrune.png 10. Juni 1923 Selo Slatina, in den Karpaten; Todesrune.png 5. November 1991 vor den Kanarischen Inseln) war ein jüdischer Verleger in England.

Werdegang

Herkunft

Ian Robert Maxwell (mit seinem jüdischen Namen eigentlich Ján Ludvik Hyman Binyamin Hoch geheißen) war der Sohn eines Landarbeiters.[1] Sein Vater hieß Hoch, seine Mutter Slomowitz (jüdischer Name).

Ausbildung

Einem Korrespondenten des israelischen Blattes „Davar“ teilte er mit, auf eine jüdische Schule seiner tschechischen Heimat gegangen zu sein.[2] Er wollte Rabbiner werden.

Wirken

1938 wanderte er über Ungarn – er wurde dort zum Tode verurteilt – nach Frankreich aus und zog schließlich nach England. Während des Zweiten Weltkrieges diente er in der britischen Armee und schloß sich der „Tschechische Legion“ an.[3] 1940 geriet er in deutsche Gefangenschaft, konnte aber entkommen und wurde an der deutsch-holländischen Grenze gegen Deutschland aktiv. 1944 nahm er an der Landung in der Normandie teil. Bei Kriegsende hatte er den Rang eines Hauptmanns erreicht. Feldmarschall Montgomery zeichnete ihn für „höchste Führungsqualitäten“ mit dem „Military Cross“ aus. Seine Sprachkenntnisse – er konnte sich in rund zehn verschiedenen Sprachen, darunter auch Deutsch, teilweise fließend verständigen – verhalfen ihm damals zur Aufnahme in das „Intelligence Corps“.

Am 10. November 1991 schrieb die „Welt am Sonntag“, er müsse als Offizier in britischer Uniform ein „wahrer Wüterich“ gewesen sein:

„Er tötete vor den Augen seiner Leute einen deutschen Bürgermeister, der ihm gerade seine Gemeinde übergeben hatte.“

Von 1945 bis 1947 arbeitete Maxwell als Presseoffizier bei der britischen Kontrollkommission in Berlin und war in dieser Funktion für die Lizenzierung deutscher Zeitungen, Zeitschriften und Bücher im britischen Sektor der Stadt zuständig. Damals lernte er den deutschen Verleger Ferdinand Springer kennen, für dessen Wissenschaftsverlag Maxwell 1947 die Vertretung für England übernahm. Als Presseoffizier der Besatzer in Berlin gelang es Maxwell unveröffentlichte Manuskripte eines deutschen Wissenschaftsverlages „billig zu erwerben“ und in Übersetzungen an die damals informationshungrigen Bibliotheken und wissenschaftlichen Institute in aller Welt verkaufte. Der Grundstock seines eigenen Verlagshauses war geschaffen.[4] 1949 gründete er in Großbritannien einen eigenen wissenschaftlichen Verlag, die Pergamon Press in Oxford, heute der bedeutendste wissenschaftliche Verlag Europas, mit Niederlassungen in Paris, Sidney und Toronto. 1951 kaufte Maxwell die Springer-Tochter Springer & Butterworth.[3] Maxwell haßte nach eigenem Bekunden die Steuern und die Deutschen.[5] Pergamon Press wurde die Basis, auf der Maxwell mit wechselndem Erfolg sein Verlagsimperium, die spätere „Maxwell Communication Corporation“ (MCC) aufbaute. Neben seiner Verlegertätigkeit saß Maxwell 1964-1970 als Abgeordneter der Labour Party (für Buckingham bei Oxford) im Unterhaus.

Das ehrgeizige Verlagsprogramm der Pergamon Press zwang Maxwell immer wieder zur Kapitalsuche. Ende der 1960er Jahre geriet er erstmals in Schwierigkeiten und verlor das Übernahmeduell mit Rupert Murdoch um die Blätter „The Sun“ und „News of the World“. Die Umstände zwangen ihn auch zum Verkauf von Anteilen der Pergamon Press an einen amerikanischen Konzern mit der Folge, daß er die Geschäftsführung bei Pergamon abgeben mußte. Schon bald konnte er aber die meisten Aktien wieder zurückkaufen und übernahm 1974 auch wieder die Führung des Verlages. „Die Presse“: „Eine Untersuchungskommission des Handelsministeriums hatte 1971 darüber befunden, daß ihm nicht vertraut werden könne, eine öffentliche Gesellschaft in gebührender Weise zu führen.“[6]

Maxwell hat sich auch als Filmproduzent versucht und war Koproduzent der Filme „Don Giovanni“ (1954) , „Giselle“ (1957; Bolschoi Ballett) und „Schwanensee“ (1968).

Die wichtigsten Schritte auf dem Weg zum Medien-Imperium gelangen Maxwell in den 1980er Jahren. 1980 kaufte er die beinahe bankrotte „British Printing and Communication Corporation“ (BPCC) und machte sie durch starke Infestationen und rigorose Rationalisierung zur größten Druckerei Europas. 1984 gelang es ihm mit dem Erwerb der Mirror Group Newspapers Ltd., an der Londoner Fleet Street Fuß zu fassen. Nach Kauf der Mirror-Gruppe und die Eingliederung in seine eigens dafür gegründete Mediengruppe Trinity Mirror im Jahre 1984 war er einer der größten Pressemagnaten der Welt.[3]

Gute Kontakte pflegte „Pressezar“ Maxwell auch stets zu den Ostblock Ländern. In seiner Buchreihe „Leaders of the World“ gab er den Herrschern von Breschnjew über Ceausescu bis Honecker eine Plattform im Westen. Er nahm auch die neuen Chancen wahr, die sich mit der politischen Wende in Osteuropa 1989 boten. In Ungarn beteiligte er sich im November 1989 u. a. mit 40 % an der Regierungszeitung „Magyar Hirlap“. In der früheren DDR kaufte er sich mit PDS-Schützenhilfe in den Pressemarkt der neuen Bundesländer ein. Maxwell übernahm zusammen mit Gruner + Jahr im September 1990 den ehemaligen SED-Verlag (Berliner Verlag). In Bulgarien gründete er im Juni 1990 die erste ausländische Bank, als Teileigentümer kaufte er sich in die bekannte sowjetische Kulturzeitschrift „Literaturnaja Gazeta“ ein (September 1990) und gründete mit der amerikanischen „Brokerfirma“ Merrill Lynch und einer englischen Handelsbank den Maxwell Capital Partnership Fund, der helfen sollte, ein flächendeckendes Zeitungs- und TV-Wesen nach privatwirtschaftlichem Vorbild aufzubauen.[3]

Obwohl er bald zu den aggressivsten Unternehmern der internationalen Kommunikationsbranche gerechnet wurde, konnte der „Jongleur im Medienzirkus“ aber nicht alle seine Visionen realisieren. So mißlang ihm Mitte der 1980er Jahre die Übernahme zweier amerikanischer Medienkonzerne, und die mit großem Aufwand gestartete Londoner Abendzeitung „London Daily News“ mußte nach fünf Monaten und einem Verlust von rund 25 Mio £ wieder eingestellt werden. Auch sein letztes Prestigeobjekt, die seit Mai 1990 erscheinende englischsprachige Wochenzeitung „The European“ kam zu Maxwells Lebzeiten aus der Verlustzone nicht heraus. Übernommen hatte sich Maxwell offensichtlich auch, als er sich 1988 und 1990 im großen Stil in den VSA einkaufte, wo er u. a. den Buchverlag Macmillan, den Official Airlines Guide (allein diese beiden Erwerbungen sollen rund 3,3 Milliarden VS-Dollar gekostet haben) und die traditionsreiche, aber tief in den roten Zahlen steckende „New York Daily News“ übernahm. Anfang 1988 wurde ein Teil der Aktien des Maxwell-Unternehmens, das er im September 1987 in „Maxwell Communication Corporation“ (MCC) umbenannt hatte, an der Börse eingeführt, desgleichen 1991 ein Minderheitsanteil an der Mirror Group Newspapers (MGN), doch blieben Maxwells geschäftliche Aktivitäten weiterhin schwer durchschaubar. Mitte 1991 gehörten offenbar noch knapp 70 % der MCC der Maxwell-Familie und einer in Liechtenstein ansässigen Familienstiftung, die offiziell Aids-Bekämpfung, Unterstützung für Israel, Hilfe für junge Unternehmer im Medienbereich und Kampf gegen Rassenhaß als Stiftungszwecke nannte, aber auch eine Vielzahl von „privaten“ Interessen der Familie verwaltete.[3]

Ab 1990 geriet Maxwell wegen der zunehmend hohen Verschuldung seiner Unternehmen immer mehr ins Gedränge und sah sich zu verschiedenen Verkäufen gezwungen. U. a. trennte er sich von seinen Fernsehinteressen und stieß die Beteiligungen der Mirror-Gruppe an dem britischen Central Independent Television (20 %), dem französischen Kanal TF1 (12,5 %), der Music TV Europe (51 %) und dem britischen Kabelfernsehen (etwa 20 %) ab. Im März 1991 wurde die Pergamon Press für 440 Millionen £ an die niederländische Verlagsgruppe Elsevier verkauft. Trotz dieser und anderer Verkäufe addierten sich die Schulden des Verlagsimperiums Ende 1991 auf rund 9 Milliarden D-Mark (praktisch bankrott). Weiterer Ärger widerfuhr Maxwell, der sich mit zunehmendem Alter immer mehr auf sein Judentum besann und zu einem militanten Freund Israels (→ Zionist) wurde. Mit Verwicklung in zahlreiche internationale Affären war Maxwell „geoutet“ worden, zuletzt noch durch ein Buch des jüdischen VS-Publizisten und Pulitzerpreisträger Seymour Hersh, der Maxwell fragwürdige Verbindungen (Mitarbeit) zum israelischen Geheimdienst Mossad nachgesagt hatte.

Mysteriöser Todesfall

Robert Maxwell verschwand 1991 auf geheimnisvolle Weise, nackt, durch einen Sturz in ruhiges Gewässer von seiner Luxus-Yacht. Am 5. November 1991 wurde Maxwells Leiche von der spanischen Küstenwache aus dem Atlantik unweit der Kanarischen Inseln (Nähe von Teneriffa) geborgen. Der Obduktionsbefund ließ den Schluß zu, daß Maxwell etliche Stunden zuvor nach einem Herzanfall unbemerkt von Bord seiner Yacht „Lady Ghislaine“ ins Meer gefallen war. Allerdings ließen sich Spekulationen um einen Selbstmord oder ein Mordkomplott nicht völlig entkräften. Die Gerüchte, sein Selbstmord sei nur fingiert gewesen, verstummen nicht.[5]

Über die Trauerfeier in Jerusalem berichtete das Mitteilungsblatt der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern: „Eine Beisetzung dieser Art, der Israels Staatsführung beiwohnte und in der Staatspräsident Chaim Herzog den Aufstieg des einst bettelarmen Holocaust-Waisen zu einer ‚geradezu mythologischen Figur‘ gewürdigt hatte, war bisher lediglich Führern des jüdischen Staates vorbehalten.“ Maxwells enger Freund Ehud Olmert, der israelische Gesundheitsminister, habe am Grabe gesagt: „Bob, Du bist jetzt da, wo Du hingehörst.“[5]

Wenig später wurde bekannt, daß Maxwell einer der abgefeimtesten Großbetrüger des 20. Jahrhunderts gewesen war. Um seine kriminellen Aktivitäten zu finanzieren, hatte er sogar die Pensionskasse seiner Mitarbeiter ausgeraubt und sogar für die barmherzige Mutter Teresa bestimmte Spendengelder gestohlen.[5]

Nachlaß

Nach dem Tode Maxwells übernahmen zunächst seine beiden Söhne Ian und Kevin die Leitung der Kernunternehmen MCC und MGN, traten aber schon nach wenigen Wochen von diesen Posten wieder zurück. Der Grund war offenbar nicht nur eine Vertrauenskrise zwischen den Verlegersöhnen und den Gläubigerbanken des hochverschuldeten Konzerns, sondern auch die Aufdeckung verschiedener unseriöser Manipulationen Maxwells, der u.a. über 1 Milliarden D-Mark aus den Pensionskassen seiner Firmen „umgeleitet“ hatte. Mit einem Teil des Geldes hatte er offenbar versucht, Aktien der eigenen Firmen aufzukaufen, um den weiteren Kurssturz zu bremsen, andere Gelder wurden in die Kasse seiner Privatunternehmen umgeleitet. Angesichts der sich verschärfenden Krise rechnete die Wirtschaftspresse mit einem Zusammenbruch des brüchig gewordenen Verlagsimperiums.

Werke

Veröffentlichungen: „Information USSR“ (1963; Hrsg.), „The Economics of Nuclear Power“ (1965; Hrsg.), „Public Sector Purchasing“ (1968; Report), „Man Alive“ (1968; Co-Autor). Robert Maxwell war Herausgeber der Buchreihe „Leaders of the World“ (ab 1980).

Literatur

Literatur u.a.: Joe Haines, „Maxwell. Macht und Medien. Eine Biographie“ (1988). Zwei weitere Biographien, „Maxwell: The Outsider“ von einem bekannten BBC-Journalisten und „Maxwell: A Portrait of Power“ von seinen ehemaligen Managern Peter Thompson und Anthony Delano, ließ Robert Maxwell mit Hilfe von Einschüchterungen und Gerichtsurteilen aus dem Verkehr ziehen.[3]

Auszeichnungen

Robert Maxwell hatte polnische, sowjetische, schwedische Auszeichnungen erhalten und war mehrfacher Ehrendoktor.

Mitgliedschaften

Club of Rome (ab 1979), Senat der Leeds University (ab 1986), Bd. of Trustees der Polytechnic University of New York (ab 1987).

Familie

Maxwell war ab 1945 mit der Französin Elisabeth Meynard, Tochter eines protestantischen französischen Seidenfabrikanten, verheiratet. Seine Frau erwarb in Oxford einen Doktorgrad. Von den neun Kindern des Paares starben zwei. Von den sieben überlebenden waren fünf im Konzern tätig, vor allem die Söhne Ian und Kevin (s.o.).[3] Seine Tochter Ghislaine[7] ging später eine Beziehung mit dem jüdischen Pädokriminellen Jeffrey Epstein ein, dem sie beim Mädchenhandel geholfen haben soll.[8]

In der Literatur

In Henning Mankells Roman „Der Mann, der lächelte“ („Mannen som log“) tritt Robert Maxwell als ehemaliger Geschäftspartner des fiktiven, undurchsichtigen Wirtschaftsmoguls Alfred Harderberg auf. Auch sein ungeklärter Tod, um den sich zahlreiche Verschwörungstheorien ranken, wird erwähnt.

Filmbeiträge

Doku „Login PROMIS“ von 1996[9][10] (→National Security Agency, Mossad)

Fußnoten

  1. Internationales Biographisches Archiv 05/1992
  2. Sein Heimatdorf Selo Slatina (Slatinské Doly, heute Teil von Solotwyno/Солотвино), wo Maxwell in ärmlichen Verhältnissen aufwuchs, gehörte damals noch zur tschechoslowakischen Karpato-Ukraine, fiel später aber an die UdSSR und gehört heute zur Ukraine.
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 3,4 3,5 3,6 Munzinger-Archiv GmbH, 1992
  4. Die Presse“, Wien, berichtet: „Dort lernte er Ferdinand Springer, den Verleger wissenschaftlicher Bücher, kennen und erfuhr von einem unversehrt gebliebenen Lager unveröffentlichter deutscher wissenschaftlicher und technischer Schriften, die er billig erwarb und in Übersetzungen an die damals informationshungrigen Bibliotheken und wissenschaftlichen Institute in aller Welt verkaufte. So entstand der Verlag Pergamon Press in der Nähe von Oxford.“ Mitgründer war der englische MI6-Agent Paul Rosbaud. Michael Thomas berichtet über den einstigen Angehörigen seines Pionierkorps, Maxwell habe in Nachkriegsengland zuerst den Namen Du Maurier angenommen, so daß auf dem Briefkopf stehen konnte: „Robert Maxwell formerly Du Maurier.“
  5. 5,0 5,1 5,2 5,3 David Korn: Wer ist wer im Judentum?. FZ-Verlag, ISBN 3-924309-63-9
  6. Gleichwohl erwarb Maxwell 1984 den „Daily-Mirror“-Konzern und war nun Chef von sechs Zeitungen mit einer Gesamtauflage in Höhe von 31 Millionen.
  7. Rolling Stone: Who Is British Socialite Ghislaine Maxwell, Jeffrey Epstein’s Longtime Partner?, 9. Juli 2019. UNZ.com: Jeffrey Epstein and "Foreign Intelligence", 9. Juli 2019
  8. Renegade Tribune: Did Pedophile Jeffrey Epstein Work for Mossad?, 11. Juli 2019. Sowohl Robert Maxwell als auch Ghislaine Maxwell sind zusammen mit Donald Trump zu sehen.
  9. vgl. mmnews.de: 9/11 und PRISM
  10. iknews.de: Investigativer Journalismus: Manchmal ein tödlicher Beruf

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