Goldstein, Baruch

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Baruch Goldstein.jpg

Baruch Kappel Goldstein (Lebensrune.png 9. Dezember 1956 in Brooklyn, Neuyork; Todesrune.png 25. Februar 1994 in Hebron) war ein Offizier der israelischen Armee und Massenmörder.

Werdegang

Baruch Kappel Goldstein war ein direkter Abkömmling von Rabbi Shneur Zalman von Liadi (1745–1812), dem Begründer der chassidischen Chabad-Lubawitsch-Bewegung.[1] Goldstein wuchs in den Vereinigten Staaten von Amerika auf. Er studierte Medizin am Albert Einstein College of Medicine, war Mitglied der Jewish Defense League und als Physiker im israelischen Verteidigungsministerium (IDF) beschäftigt.

Baruch Goldstein drang am 25. Februar 1994, an dem in jenem Jahr das Purim-Fest mit dem ersten Freitag des Ramadan zusammenfiel, an einer der wichtigsten heiligen Stätten des Judentums, dem Grab der Patriarchen in Hebron, in eine benachbarte Moschee[2] ein und erschoß 29 mohammedanische Palästinenser während des Gebetes mit einer automatischen Waffe und verwundete 125 weitere.[3] Goldstein wurde schließlich durch die Überlebenden überwältigt und zu Tode geprügelt. Im Untersuchungsausschuß bezeugten zwei israelische Armeeangehörige, daß Goldstein nicht allein handelte, und daß sogar das Gewehr, das an seinem Körper gefunden wurde, nicht dasselbe war, mit dem er die Moschee betrat. Trotz dieser Aussagen kam der Untersuchungsausschuß zu dem Schluß, daß Goldstein allein gehandelt hatte.

Bei seiner Beerdigung in Qiryt Arba im besetzten Westjordanland versammelten sich tausende sowohl orhodoxer als auch zionistischer Juden, und hunderte ehrten den Massenmörder und beteten, sangen und tanzten an seinem Grab und knieten nieder um seinen Grabstein zu küssen. Sich auf typisch jüdische Art als Opfer darstellend und gelbe Sterne an ihre Kleidung heftend wurde Goldstein von den Juden als ein rechtschaffener Mann dargestellt und von einigen gar als Heiliger, von dem es mehr geben müsse, bezeichnet.[4] Samuel Hacohen, ein Lehrer an einer Jerusalemer Schule sagte:

„Baruch Goldstein war der größte lebende Jude, nicht nur auf eine Weise, sondern auf alle [...] Es gibt keine unschuldigen Araber hier und Gott sei Dank hat uns ein jüdischer Held daran erinnert, daß es fast legal wurde Juden auf der Straße zu töten. Er war der einzige, der es tun konnte, der einzige der 100 % perfekt war.“[5]

Und Rabbi Yitzchak Ginsburgh lobte Goldsteins Tat und bezeichnete ihn als Märtyrer, der sich selbst zum Wohle seiner Mitjuden verleugnet habe.[6] Zur Rechtfertigung sagte er:

„In Anbetracht der Heiligkeit eines jüdischen Lebens können wir leicht sehen, daß ein jüdisches Leben höherstehender als ein nicht-jüdisches Leben ist; und selbst wenn ein Goyim einem Juden keinen Schaden wünscht, ist es erlaubt ihn zu töten, um einen Juden zu retten. […] All dies ist tatsächlich wahr in einer Situation, in der der Goyim die Juden nicht bedroht; aber wenn (ein auch noch so geringer) Anlass besteht zu fürchten, daß des Goyims Handeln, sogar indirektes, zur Tötung eines Juden führt, dann ist überhaupt keine Rücksicht auf das Leben des Goyim zu nehmen; im Gegenteil – ‚die Besten der Goyim sollen getötet werden‘[7].“[8]

Ein weiterer Rabbiner, Yaacov Perrin, kommentierte das Massaker zwei Tage später:

„Eine Million Araber sind nicht soviel Wert wie ein jüdischer Fingernagel.“[9][5][10]

Goldsteins Grab wurde zu einem Wallfahrtsort für viele Juden.[11] Der lokale religiöse Council von Kiryat Arba erklärte das Grab als Gedenkstätte. Bürgersteige, Scheinwerfer, Straßenlichter, ein Regal mit Gebetsbüchern sowie Podeste mit Kerzen wurden von Unterstützern installiert. Die Inschrift auf seinem Grabstein lautete:

„Hier ruht der Heilige Dr. Baruch Kappel Goldstein, gesegnet sei das Andenken dieses aufrichtigen und heiligen Mannes, möge der Herr sein Blut rächen, der seine Seele den Juden, der jüdischen Religion und dem jüdischen Land geweiht hat. Seine Hände sind unschuldig und sein Herz ist rein. Er wurde als Märtyrer Gottes am 14. Adar, Purim, im Jahre 5754 getötet.“[10]

Siehe auch

Verweise

Fußnoten

  1. Anhänger der Bewegung werden als Chabad‑Chassidim bezeichnet.
  2. Cave of the Patriarchs Moschee
  3. Gedenke, was Amalek dir angetan, FAZ, 24. Juli 2006
  4. Hundreds of Jews Gather To Honor Hebron Killer, New York Times, 1. April 1994
  5. 5,0 5,1 Allan C. Brownfeld: Growing Intolerance Threatens the Humane Jewish Tradition, Washington Report on Middle East Affairs, März 1999, Seiten 84–85
  6. Yitzchak Ginsburgh: Baruch ha-gewer, Jerusalem 1998 (Der Titel des Buches ist bewußt doppeldeutig und heißt sowohl Baruch, der Mann, als auch Gelobt sei Baruch)
  7. Dabei handelt es sich um ein Zitat aus dem Talmud
  8. 96-book.png Google-BücherMotti Inbari: Jewish fundamentalism and the Temple Mount: who will build the Third Temple?, SUNY Press 2009, S. 137, ISBN 1438426232
    „Regarding the sanctity of Jewish life, we can see simply that a Jewish life is superior to a Gentile life; and even if a Gentile does not wish the Jew any ill, it is permitted to kill a Genitle in order to save a Jew... All this is indeed true in a situation when a Gentile is not threatening the Jews; but when there is fear (however remote) that the Gentile may act (even indirectly) to kill Jews, then no consideration at all is to be given to the life of the Gentile; on the contrary –‚ the best of the Gentiles are to be killed‘.“
  9. oder: „Eine Million Araber sind nicht mal einen jüdischen Fingernagel wert.“
  10. 10,0 10,1 Andrew Carrington Hitchcock: Satans Banker: Die Finanzgeschichte der globalen Vereinnahmung durch Rothschild und Co. – J.K.Fischer-Verlag, 2009, ISBN 978-3941956667
  11. Graveside party celebrates Hebron massacre, BBC, 21. März 2000